Die Psalmen ERSTES BUCH Psalm 1 \1\ $1$ Glcklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Snder nicht betritt und nicht im Kreis der Sp”tter sitzt, $2$ sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und ber sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! $3$ Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserb„chen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm. $4$ Nicht so die Gottlosen; sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. $5$ Darum bestehen Gottlose nicht im Gericht, noch Snder in der Gemeinde der Gerechten. $6$ Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht. Psalm 2 \2\ $1$ Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die V”lkerschaften? $2$ Es treten auf K”nige der Erde, und Frsten tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten: $3$ `Laát uns zerreiáen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!_ $4$ Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet ber sie. $5$ Dann spricht er sie an in seinem Zorn, in seiner Zornglut schreckt er sie: $6$ `Habe doch ich meinen K”nig geweiht auf Zion, meinem heiligen Berg!_ $7$ Laát mich die Anordnung des HERRN bekanntgeben! Er hat zu mir gesprochen: `Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt. $8$ Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben, zu deinem Besitz die Enden der Erde. $9$ Mit eisernem Stab magst du sie zerschmettern, wie T”pfergeschirr sie zerschmeiáen._ $10$ Und nun, ihr K”nige, handelt verst„ndig; laát euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde! $11$ Dienet dem HERRN mit Furcht, und jauchzt mit Zittern! $12$ Kát den Sohn, daá er nicht zrne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glcklich alle, die sich bei ihm bergen! Psalm 3 \3\ $1$ Ein Psalm. Von David. Als er vor seinem Sohn Absalom floh. $2$ HERR! Wie zahlreich sind meine Bedr„nger! Viele erheben sich gegen mich; $3$ viele sagen von mir: Es gibt keine Rettung fr ihn bei Gott! $4$ Du aber, HERR, bist ein Schild um mich her, meine Ehre, und der mein Haupt emporhebt. $5$ Mit meiner Stimme rufe ich zum HERRN, und er antwortet mir von seinem heiligen Berg. $6$ Ich legte mich nieder und schlief; ich erwachte, denn der HERR sttzt mich. $7$ Ich frchte nicht Zehntausende Kriegsvolks, die ringsum mich belagern. $8$ Steh auf, HERR! Rette mich, mein Gott! Denn du hast alle meine Feinde auf die Backe geschlagen; die Z„hne der Gottlosen hast du zerschmettert. $9$ Bei dem HERRN ist die Rettung. Dein Segen komme auf dein Volk. // Psalm 4 \4\ $1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Psalm. Von David. $2$ Wenn ich rufe, antworte mir, Gott meiner Gerechtigkeit! In Bedr„ngnis hast du mir Raum gemacht; sei mir gn„dig und h”re mein Gebet! $3$ Ihr Herrens”hne, wie lange [bleibt] meine Ehre zur Schande [verkehrt], werdet ihr Eitles lieben und Lge suchen? // $4$ Erkennt doch, daá der HERR einen Frommen fr sich ausgesondert hat! Der HERR h”rt, wenn ich zu ihm rufe. $5$ Erbebt, aber sndigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager, aber seid still! $6$ Opfert Gerechtigkeitsopfer und vertraut auf den HERRN! $7$ Viele sagen: Wer wird uns Gutes schauen lassen? Erhebe, HERR, ber uns das Licht deines Angesichts! $8$ Du hast Freude in mein Herz gegeben, mehr als jenen zu der Zeit, da sie viel Korn und Most haben. $9$ In Frieden werde ich, sobald ich liege, schlafen; denn du, HERR, l„át mich, [obschon] allein, in Sicherheit wohnen. Psalm 5 \5\ $1$ Dem Chorleiter. Zu Fl”ten. Ein Psalm. Von David. $2$ Meine Worte nimm zu Ohren, HERR, merke auf mein Seufzen! $3$ Horche auf die Stimme meines Schreiens, mein K”nig und mein Gott; denn zu dir bete ich. $4$ HERR, in der Frhe wirst du meine Stimme h”ren. In der Frhe rste ich dir [ein Opfer] zu und sp„he aus. $5$ Denn du bist nicht ein Gott, der an Gottlosigkeit Gefallen hat; bei dir darf ein B”ser nicht weilen. $6$ Verblendete drfen nicht vor deine Augen hintreten; du hassest alle, die Frevel tun. $7$ Du l„át die Lgenredner verlorengehen; den Mann des Blutes und des Truges verabscheut der HERR. $8$ Ich aber darf dank der Flle deiner Gnade eingehen in dein Haus; ich bete an zu deinem heiligen Tempel hin, in der Furcht vor dir. $9$ HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; ebne vor mir deinen Weg. $10$ Denn nichts Gewisses ist in ihrem Mund, ihr Inneres ist Verderben. Ein offenes Grab ist ihre Kehle, ihre Zunge gl„tten sie. $11$ Laá sie báen, o Gott; m”gen sie fallen um ihrer Pl„ne willen! Stoáe sie hinweg wegen der Menge ihrer Vergehen, denn sie sind widerspenstig gegen dich gewesen. $12$ Doch m”gen sich freuen alle, die sich bei dir bergen, und jubeln allezeit. Du beschirmst sie, darum frohlocken in dir, die deinen Namen lieben. $13$ Denn du segnest den Gerechten, HERR, wie mit einem Schild umringst du ihn mit Huld. Psalm 6 \6\ $1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Auf der Scheminith. Ein Psalm. Von David. $2$ HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn, und zchtige mich nicht in deinem Grimm! $3$ Sei mir gn„dig, HERR, denn ich bin welk; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind bestrzt. $4$ Meine Seele ist tief bestrzt. Aber du, HERR, bis wann -? $5$ Kehre um, HERR, befreie meine Seele; rette mich um deiner Gnade willen! $6$ Denn im Tode gedenkt man deiner nicht; im Scheol, wer wird dich preisen? $7$ Mde bin ich durch mein Seufzen; die ganze Nacht schwemme ich mein Bett, mache mit meinen Tr„nen mein Lager zerflieáen. $8$ Geschw„cht von Gram ist mein Auge, gealtert wegen all meiner Dr„nger. $9$ Weicht von mir, alle ihr šbelt„ter; denn der HERR hat die Stimme meines Weinens geh”rt. $10$ Der HERR hat mein Flehen geh”rt; mein Gebet nimmt der HERR an. $11$ Besch„mt und tief bestrzt werden alle meine Feinde; sie mssen zurckweichen, werden pl”tzlich besch„mt. Psalm 7 \7\ $1$ Ein Schiggajon von David, das er dem HERRN sang wegen der Worte des Benjaminiten Kusch. $2$ HERR, mein Gott, bei dir berge ich mich, rette mich von allen meinen Verfolgern und befreie mich! $3$ Daá er nicht wie ein L”we mein Leben zerreiát, er reiát, und da ist kein Befreier. $4$ HERR, mein Gott! Wenn ich solches getan habe, wenn Unrecht an meinen H„nden ist, $5$ wenn ich B”ses vergolten dem, der mit mir Frieden h„lt, und geplndert den, der mich ohne Ursache bedr„ngt, $6$ so verfolge der Feind meine Seele und erreiche sie, er trete mein Leben zu Boden und strecke meine Ehre hin in den Staub. $7$ Steh auf, HERR, in deinem Zorn! Erhebe dich gegen das Wten meiner Bedr„nger, und wache auf zu mir! Gericht hast du befohlen. $8$ Die Schar der V”lkerschaften umringe dich, zur H”he ber ihnen kehre zurck! $9$ Der HERR richtet die V”lker. Richte mich, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und nach meiner Lauterkeit, die auf mir ist. $10$ Ein Ende nehme die Bosheit der Gottlosen, aber dem Gerechten gib Bestand, der du Herzen und Nieren prfst, gerechter Gott! $11$ Mein Schild ber [mir] ist Gott, der die von Herzen Aufrichtigen rettet. $12$ Gott ist ein gerechter Richter und ein strafender Gott an jedem Tag. $13$ Wahrhaftig, schon wieder wetzt er [der Feind] sein Schwert, spannt seinen Bogen und rstet ihn. $14$ Aber gegen sich selbst hat er die Mordwerkzeuge bereitet, seine Pfeile brennend gemacht. $15$ Siehe, er tr„gt in sich B”ses; er geht schwanger mit Unheil, gebiert Falschheit. $16$ Er hat eine Grube gegraben und hat sie ausgeh”hlt, doch ist er in die Falle gefallen, die er gemacht hat. $17$ Sein Unheil kehrt auf sein Haupt zurck, und auf seinen Scheitel herab kommt seine Gewalttat. $18$ Ich will den HERRN preisen nach seiner Gerechtigkeit und besingen den Namen des HERRN, des H”chsten. Psalm 8 \8\ $1$ Dem Chorleiter. Nach der Gittit. Ein Psalm. Von David. $2$ HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit gelegt hast auf die Himmel! $3$ Aus dem Munde der Kinder und S„uglinge hast du Macht gegrndet um deiner Bedr„nger willen, um zum Schweigen zu bringen den Feind und den Rachgierigen. $4$ Wenn ich anschaue deine Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: $5$ Was ist der Mensch, daá du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, daá du dich um ihn kmmerst? $6$ Denn du hast ihn wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht kr”nst du ihn. $7$ Du machst ihn zum Herrscher ber die Werke deiner H„nde; alles hast du unter seine Fáe gestellt: $8$ Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, $9$ V”gel des Himmels und Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchzieht. $10$ HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde! Psalm 9 \9\ $1$ Dem Chorleiter. Almuth Labben. Ein Psalm. Von David. $2$ Ich will [dich] preisen, HERR, mit meinem ganzen Herzen, will erz„hlen alle deine Wundertaten. $3$ In dir will ich mich freuen und frohlocken, will deinen Namen besingen, [du] H”chster, $4$ w„hrend meine Feinde zurckweichen, strzen und umkommen vor deinem Angesicht. $5$ Denn du hast ausgefhrt mein Recht und meine Rechtssache; du hast dich auf den Thron gesetzt, ein gerechter Richter. $6$ Du hast Nationen gescholten, den Gottlosen verloren gegeben, ihren Namen ausgel”scht fr immer und ewig; $7$ der Feind ist erledigt, zertrmmert fr immer; du hast St„dte zerst”rt, ihr Andenken ist getilgt. $8$ Der HERR l„át sich nieder auf immer, er hat seinen Thron aufgestellt zum Gericht. $9$ Und er, er wird richten die Welt in Gerechtigkeit, wird ber die V”lkerschaften Gericht halten in Geradheit. $10$ Doch dem Unterdrckten ist der HERR eine hohe Feste, eine hohe Feste in Zeiten der Drangsal. $11$ Auf dich vertrauen, die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen, die dich suchen, HERR. $12$ Singet dem HERRN, der Zion bewohnt, verkndet unter den V”lkern seine Taten! $13$ Denn der dem vergossenen Blut nachforscht, hat ihrer gedacht; er hat das Schreien der Elenden nicht vergessen. $14$ Sei mir gn„dig, HERR! Sieh an mein Elend von seiten meiner Hasser, indem du mich emporhebst aus den Toren des Todes: $15$ Damit ich all dein Lob erz„hle in den Toren der Tochter Zion, daá ich frohlocke ber deine Rettung. $16$ Versunken sind die Nationen in die Grube, die sie gemacht; in dem Netz, das sie versteckt haben, hat sich ihr eigener Fuá gefangen. $17$ Der HERR hat sich zu erkennen gegeben, er hat Gericht ausgebt: der Gottlose hat sich verstrickt im Werk seiner H„nde. Higgajon. $18$ M”gen zum Scheol sich wenden die Gottlosen, alle Nationen, die Gott vergessen. $19$ Denn nicht fr immer wird der Arme vergessen, [noch] geht der Elenden Hoffnung fr ewig verloren. $20$ Steh auf, HERR, daá nicht der Mensch Gewalt habe! M”gen gerichtet werden die Nationen vor deinem Angesicht! $21$ Lege Furcht auf sie, HERR! M”gen die Nationen erkennen, daá sie Menschen sind! Psalm 10 \10\ $1$ Warum, HERR, stehst du fern, verbirgst dich in Zeiten der Drangsal? $2$ In Hochmut verfolgt der Gottlose den Elenden. Sie werden erfaát von den Anschl„gen, die jene ersonnen haben. $3$ Denn der Gottlose rhmt [sich] wegen des Begehrens seiner Seele; und der Habschtige l„stert, er verachtet den HERRN. $4$ Der Gottlose [denkt] hochn„sig: `Er wird nicht nachforschen._ `Es ist kein Gott!_ sind alle seine Gedanken. $5$ Erfolgreich sind seine Wege allezeit. Hoch oben sind deine Gerichte, weit von ihm entfernt; alle seine Widersacher - er bl„st sie an. $6$ Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nicht wanken, von Geschlecht zu Geschlecht in keinem Unglck sein. $7$ Voll Fluch ist sein Mund, voll Hinterlist und Bedrckung; unter seiner Zunge ist Mhsal und Unheil. $8$ Er sitzt im Hinterhalt der H”fe, in Verstecken bringt er den Unschuldigen um; seine Augen sp„hen dem Armen nach. $9$ Er lauert im Versteck wie ein L”we in seinem Dickicht; er lauert, um den Elenden zu fangen; er f„ngt den Elenden, indem er ihn in sein Netz zieht. $10$ Er zerschl„gt, duckt sich [nieder]; und die Armen fallen durch seine gewaltigen [Kr„fte]. $11$ Er spricht in seinem Herzen: Gott hat vergessen, hat verborgen sein Angesicht, ewig sieht er nicht! $12$ Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine Hand! Vergiá nicht die Elenden! $13$ Warum darf der Gottlose Gott verachten, sprechen in seinem Herzen: `Du wirst nicht nachforschen_? $14$ Du hast es gesehen, denn du, du schaust auf Mhsal und Gram, um es in deine Hand zu nehmen. Dir berl„át es der Arme, der Vaterlose; du bist ja Helfer. $15$ Zerbrich den Arm des Gottlosen und des B”sen! Ahnde seine Gottlosigkeit, daá du [sie] nicht [mehr] findest! $16$ Der HERR ist K”nig immer und ewig; verschwunden sind die Nationen aus seinem Land. $17$ Den Wunsch der Sanftmtigen hast du geh”rt, HERR; du festigst ihr Herz, l„át aufmerken dein Ohr, $18$ um Recht zu schaffen der Waise und dem Unterdrckten, daá knftig kein Mensch von der Erde mehr zusammenschrecke. Psalm 11 \11\ $1$ Dem Chorleiter. Von David. Bei dem HERRN habe ich mich geborgen. Wie sagt ihr zu meiner Seele: `Flieh in die Berge wie ein Vogel_? $2$ Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen, haben ihren Pfeil auf der Sehne gerichtet, im Finstern zu schieáen auf die von Herzen Aufrichtigen. $3$ Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden, was richtet da der Gerechte aus? $4$ Der HERR ist in seinem heiligen Palast, der HERR - in den Himmeln ist sein Thron. Seine Augen schauen, seine Augenblitze prfen die Menschenkinder. $5$ Der HERR prft den Gerechten; aber den Gottlosen und den, der Gewalttat liebt, haát seine Seele. $6$ Er l„át Schlingen, Feuer und Schwefel regnen auf die Gottlosen. Glutwind ist ihres Bechers Anteil. $7$ Denn gerecht ist der HERR. Gerechte Taten liebt er. Aufrichtige schauen sein Angesicht. Psalm 12 \12\ $1$ Dem Chorleiter. Auf der Scheminith. Ein Psalm. Von David. $2$ Rette, HERR! - denn der Fromme ist dahin, denn die Treuen sind verschwunden unter den Menschenkindern. $3$ Sie reden Lge, ein jeder mit seinem N„chsten; mit glatter Lippe, mit doppeltem Herzen reden sie. $4$ Der HERR m”ge ausrotten alle glatten Lippen, die Zunge, die groáe Dinge redet, $5$ die da sagen: `Dank unserer Zunge sind wir berlegen, unsere Lippen sind mit uns; wer ist unser Herr?_ $6$ Wegen der gewaltt„tigen Behandlung der Elenden, wegen des Seufzens der Armen will ich nun aufstehen, spricht der HERR; ich will in Sicherheit stellen den, gegen den man schnaubt. $7$ Die Worte des HERRN sind reine Worte - Silber, am Eingang zur Erde gel„utert, siebenmal gereinigt. $8$ Du, HERR, wirst sie einhalten, wirst ihn behten vor diesem Geschlecht ewig. $9$ Ringsum wandeln Gottlose, w„hrend Gemeinheit emporkommt bei den Menschenkindern. Psalm 13 \13\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. $2$ Bis wann, HERR? Willst du mich vergessen immerdar? Bis wann willst du dein Angesicht vor mir verbergen? $3$ Bis wann soll ich Sorgen hegen in meiner Seele, Kummer in meinem Herzen bei Tage? Bis wann soll sich mein Feind ber mich erheben? $4$ Schau her, antworte mir, HERR, mein Gott! Mach hell meine Augen, daá ich nicht zum Tod entschlafe! $5$ Daá mein Feind nicht sage: `Ich habe ihn berw„ltigt!_ meine Bedr„nger nicht frohlocken, wenn ich wanke. $6$ Ich aber, ich habe auf deine Gnade vertraut; mein Herz soll frohlocken ber deine Rettung. Ich will dem HERRN singen, denn er hat wohlgetan an mir. Psalm 14 V. 1-7: Ps 53 \14\ $1$ Dem Chorleiter. Von David. Der Tor spricht in seinem Herzen: `Es ist kein Gott!_ Sie haben Verderben angerichtet, sie tun abscheuliche Taten; da ist keiner, der Gutes tut. $2$ Der HERR hat vom Himmel herniedergeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verst„ndiger da ist, einer, der Gott sucht! $3$ Alle sind abgewichen, sie sind alle verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. $4$ Haben denn keine Erkenntnis alle, die B”ses tun, die mein Volk fressen, als „áen sie Brot? Den HERRN rufen sie nicht an. $5$ Da berfiel sie Schrecken, denn Gott ist beim Geschlecht des Gerechten. $6$ Die Pl„ne des Elenden wollt ihr zuschanden machen, aber seine Zuflucht ist der HERR. $7$ O k„me doch aus Zion die Rettung fr Israel! Wenn der HERR die Gefangenschaft seines Volkes wendet, wird Jakob jubeln, Israel sich freuen. Psalm 15 \15\ $1$ Ein Psalm. Von David. HERR, wer darf in deinem Zelt weilen? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg? $2$ Der rechtschaffen wandelt und Gerechtigkeit bt und Wahrheit redet in seinem Herzen, $3$ nicht verleumdet mit seiner Zunge, kein šbel tut seinem Gef„hrten und keine Schm„hung bringt auf seinen N„chsten, $4$ in dessen Augen der Verworfene verachtet ist, der aber die ehrt, die den HERRN frchten; der, hat er zum Schaden geschworen, es nicht „ndert; $5$ der sein Geld nicht auf Zins gibt, und kein [Bestechungs-]Geschenk nimmt gegen den Unschuldigen. Wer solches tut, wird nicht wanken in Ewigkeit. Psalm 16 \16\ $1$ Ein Miktam. Von David. Bewahre mich, Gott, denn ich berge mich bei dir! $2$ Ich habe zum HERRN gesagt: `Du bist mein Herr; es gibt kein Glck fr mich auáer dir_. $3$ An den Heiligen, die auf Erden sind, an den Herrlichen ist all mein Wohlgefallen. $4$ Zahlreich sind die Schmerzen derer, die einem anderen [Gott] nachlaufen; ich werde ihre Trankopfer von Blut nicht spenden und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen. $5$ Der HERR ist das Teil meines Erbes und mein Becher; du bist es, der mein Los festlegt. $6$ Die Meáschnre sind mir gefallen auf liebliches Land; ja, mein Erbteil gef„llt mir. $7$ Ich preise den HERRN, der mich beraten hat, selbst des Nachts unterweisen mich meine Nieren. $8$ Ich habe den HERRN stets vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken. $9$ Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele. Auch mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen. $10$ Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, daá dein Frommer die Grube sehe. $11$ Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Flle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar. Psalm 17 \17\ $1$ Ein Gebet. Von David. H”re, HERR, die gerechte Sache, horche auf mein Schreien, nimm zu Ohren mein Gebet von Lippen ohne Trug! $2$ Von deinem Angesicht gehe mein Recht aus! Deine Augen m”gen Aufrichtigkeit sehen. $3$ Du hast mein Herz geprft, hast mich des Nachts durchforscht; du hast mich gel„utert - nichts findest du. Ich habe berlegt: nichts wird meinem Mund entschlpfen. $4$ Beim Treiben der Menschen habe ich mich nach dem Wort deiner Lippen gehtet vor den Wegen des Gewaltt„tigen. $5$ Meine Schritte hielten sich in deinen Spuren, meine Tritte haben nicht gewankt. $6$ Ich rufe dich an, denn du erh”rst mich, o Gott. Neige dein Ohr zu mir, h”re meine Rede! $7$ Erweise wunderbar deine Gnade, du Retter derer, die sich bergen vor den Emp”rern bei deiner Rechten. $8$ Bewahre mich wie den Augapfel, birg mich im Schatten deiner Flgel $9$ vor den Gottlosen, die mich zerst”ren, meinen Todfeinden, die mich umzingeln. $10$ Mit ihrem Fett verschlieáen sie [sich], mit ihrem Mund reden sie aus Anmaáung. $11$ Unsere Schritte - jetzt haben sie uns umringt; sie richten ihre Augen darauf, [uns] zu Boden zu strecken. $12$ Er ist gleich einem L”wen, gierig nach Raub, und wie ein Jungl”we, der im Versteck sitzt. $13$ Steh auf, HERR, tritt ihm entgegen, wirf ihn nieder! Rette meine Seele vor dem Gottlosen durch dein Schwert, $14$ vor den Leuten durch deine Hand, HERR, vor den Leuten, deren Teil im Leben von dieser Welt ist! Was du zugedacht hast - damit fllst du ihren Bauch, daá [noch ihre] S”hne davon satt werden und ihren Kindern den Rest hinterlassen. $15$ Ich aber, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde ges„ttigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild. Psalm 18 \18\ $1$ Dem Chorleiter. Von dem Knecht des HERRN, von David, der die Worte dieses Liedes zum HERRN redete an dem Tag, als der HERR ihn errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls. $2$ Und er sprach: Ich liebe dich, HERR, meine St„rke! $3$ Der HERR ist mein Fels und meine Burgc und mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste. $4$ `Gepriesen!_ rufe ich zum HERRN, so werde ich vor meinen Feinden gerettet. $5$ Es umfingen mich Bande des Todes, und B„che des Verderbens erschreckten mich. $6$ Fesseln des Scheols umgaben mich, ich stand vor den Fallen des Todes. $7$ In meiner Bedr„ngnis rief ich zum HERRN, und ich schrie zu meinem Gott. Er h”rte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein Schrei vor ihm drang an seine Ohren. $8$ Da wankte und bebte die Erde, die Grundfesten der Berge erzitterten und wankten, denn er war [von Zorn] entbrannt. $9$ Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraá aus seinem Mund, glhende Kohlen brannten aus ihm. $10$ Er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Fáen. $11$ Er fuhr auf einem Cherub und flog daher, so schwebte er auf den Flgeln des Windes. $12$ Er machte Finsternis zu seinem Versteck rings um sich her, zu seiner Laube Wasserdunkel, dichtes Gew”lk. $13$ Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken vorber [mit] Hagel und Feuerkohlen. $14$ Und der HERR donnerte in den Himmeln, und der H”chste lieá seine Stimme erschallen [mit] Hagel und Feuerkohlen. $15$ Und er schoá seine Pfeile und zerstreute sie, er schleuderte Blitze und verwirrte sie. $16$ Da wurden sichtbar die Betten der Wasser, und die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt vor deinem Schelten, HERR, vor dem Schnauben des Hauchs deiner Nase. $17$ Er griff aus der H”he, erfaáte mich, zog mich heraus aus groáen Wassern. $18$ Er rettete mich vor meinem starken Feind und vor meinen Hassern, denn sie waren m„chtiger als ich. $19$ Sie ereilten mich am Tage meines Unglcks, aber der HERR wurde mir zur Sttze. $20$ Und er fhrte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Gefallen an mir hatte. $21$ Der HERR handelte an mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner H„nde vergalt er mir. $22$ Denn ich habe die Wege des HERRN eingehalten und bin von meinem Gott nicht gottlos abgewichen. $23$ Denn alle seine Rechtsbestimmungen waren vor mir, und seine Ordnungen wies ich nicht von mir. $24$ Auch war ich untadeliga gegen ihn und htete mich vor meiner Schuld. $25$ So vergalt der HERR mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner H„nde vor seinen Augen. $26$ Gegen den Treuen verh„ltst du dich treu, gegen den untadeligen Mann untadelig. $27$ Gegen den Reinen zeigst du dich rein, gegen den Verkehrten aber verdreht. $28$ Ja, du rettest das arme Volk und erniedrigst hochmtige Augen. $29$ Ja, du l„át meine Leuchte strahlen. Der HERR, mein Gott, erhellt meine Finsternis. $30$ Denn mit dir kann ich auf Raubzug gehen, mit meinem Gott kann ich eine Mauer berspringen. $31$ Gott - sein Weg ist untadelig; des HERRN Wort ist lauter; ein Schild ist er allen, die sich bei ihm bergen. $32$ Denn wer ist Gott auáer dem HERRN? Und wer ist ein Fels als nur unser Gott? $33$ Gott umgrtet mich mit Kraft und untadelig macht er meinen Weg. $34$ Er macht meine Fáe den Hirschen gleich, und stellt mich hin auf meine H”hen. $35$ Er lehrt meine H„nde das K„mpfen und meine Arme spannen den ehernen Bogen. $36$ Und du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte sttzte mich, und deine Herabneigung machte mich groá. $37$ Du schaffst Raum meinen Schritten unter mir, und meine Kn”chel haben nicht gewankt. $38$ Meinen Feinden jagte ich nach und erreichte sie, und ich kehrte nicht um, bis ich sie aufgerieben hatte. $39$ Ich zerschmetterte sie, daá sie nicht mehr aufstehen konnten; sie fielen unter meine Fáe. $40$ Und du umgrtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die gegen mich aufstanden. $41$ Du hast bewirkt, daá meine Feinde mir den Rcken [zeigen mssen], und meine Hasser, ich habe sie vernichtet. $42$ Sie schrieen - aber da war kein Retter - zum HERRN, doch er antwortete ihnen nicht. $43$ Und ich zermalmte sie wie Staub vor dem Wind; wie Straáenkot schttete ich sie aus. $44$ Du hast mich errettet aus den Streitigkeiten des Volkes; du hast mich zum Haupt der Nationen gesetzt; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir. $45$ Sowie ihr Ohr h”rte, gehorchten sie mir; die S”hne der Fremde schmeichelten mir. $46$ Die S”hne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Festungen. $47$ Der HERR lebt! Gepriesen sei mein Fels und erhoben der Gott meines Heils! $48$ Der Gott, der mir Rache gab und mir die V”lker unterwarf, $49$ der mich rettete vor meinen zornigen Feinden. Du erh”htest mich ber die, die gegen mich aufstanden; von dem Mann der Gewalttat hast du mich befreit. $50$ Darum will ich dich preisen unter den V”lkern, HERR, und will spielen deinem Namen, $51$ der seinem K”nig groáe Rettungen schenkt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinen Nachkommen ewig. Psalm 19 \19\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. $2$ Die Himmel erz„hlen die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgew”lbe verkndet seiner H„nde Werk. $3$ Ein Tag sprudelt dem anderen Kunde zu, und eine Nacht meldet der anderen Kenntnis - $4$ ohne Rede und ohne Worte, mit unh”rbarer Stimme. $5$ Ihr Schall geht aus ber die ganze Erde und bis an das Ende der Welt ihre Sprache. Dort hat er der Sonne ein Zelt gesetzt. $6$ Und sie, wie ein Br„utigam aus seinem Gemach tritt sie hervor; sie freut sich wie ein Held, die Bahn zu durchlaufen. $7$ Vom Ende des Himmels geht sie aus und l„uft um bis an sein Ende; nichts ist vor ihrer Glut verborgen. $8$ Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverl„ssig und macht den Einf„ltigen weise. $9$ Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen. $10$ Die Furcht des HERRN ist rein und besteht in Ewigkeit. Die Rechtsbestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt; $11$ sie, die k”stlicher sind als Gold, ja viel gediegenes Gold, und sáer als Honig und Honigseim. $12$ Auch wird dein Knecht durch sie gewarnt; in ihrer Befolgung liegt groáer Lohn. $13$ Verirrungen - wer bemerkt sie? Von den verborgenen [Snden] sprich mich frei! $14$ Auch von šbermtigen halte deinen Knecht zurck; laá sie mich nicht beherrschen! Dann bin ich tadellos und bin rein von schwerem Vergehen. $15$ Laá die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgef„llig vor dir sein, HERR, mein Fels und mein Erl”ser! Psalm 20 \20\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. $2$ Der HERR erh”re dich am Tag der Drangsal, der Name des Gottes Jakobs mache dich unangreifbar. $3$ Er sende dir Hilfe aus dem Heiligtum, und von Zion aus untersttze er dich. $4$ Er gedenke aller deiner Speisopfer, und dein Brandopfer wolle er annehmen! $5$ Er gebe dir nach deinem Herzen, und alle deine Pl„ne erflle er! $6$ Jubeln wollen wir ber dein Heil, im Namen unseres Gottes das Panier erheben. Der HERR erflle alle deine Bitten! $7$ Jetzt habe ich erkannt, daá der HERR seinem Gesalbten hilft; aus seinen heiligen Himmeln wird er ihn erh”ren durch Heilstaten seiner Rechten. $8$ Diese [denken] an Wagen und jene an Rosse, wir aber gedenken an den Namen des HERRN, unseres Gottes. $9$ Jene krmmen sich und fallen, wir aber stehen und bleiben aufrecht. $10$ HERR, hilf! Der K”nig erh”re uns am Tage unseres Rufens! Psalm 21 \21\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. $2$ HERR, ber deine Kraft freut sich der K”nig, und wie sehr frohlockt er ber deine Hilfe! $3$ Den Wunsch seines Herzens hast du ihm gew„hrt, und das Verlangen seiner Lippen nicht verweigert. $4$ Denn mit Segnungen an Gutem kamst du ihm entgegen; auf sein Haupt setztest du eine Krone von Gold. $5$ Leben erbat er von dir, du hast es ihm gegeben: L„nge der Tage immer und ewig. $6$ Groá ist seine Herrlichkeit durch deine Hilfe; Majest„t und Pracht legtest du auf ihn. $7$ Denn zu Segnungen setzt du ihn fr immer; du erfreust ihn mit Freude vor deinem Angesicht. $8$ Denn auf den HERRN vertraut der K”nig, und durch des H”chsten Gnade wird er nicht wanken. $9$ Deine Hand wird alle deine Feinde finden, deine Rechte wird finden deine Hasser. $10$ Einem Feuerofen wirst du sie gleich machen zur Zeit deines Erscheinens; der HERR in seinem Zorn wird sie verschlingen, und Feuer wird sie verzehren. $11$ Ihre Frucht wirst du von der Erde vertilgen und ihre Nachkommen aus den Menschenkindern. $12$ Haben sie auch B”ses gegen dich geplant, einen Anschlag ersonnen: nichts werden sie zustandebringen. $13$ Denn du wirst machen, daá sie den Rcken kehren, wirst deine Bogensehne gegen ihr Angesicht richten. $14$ Erhebe dich, HERR, in deiner Kraft! Wir wollen singen und spielen deiner Macht. Psalm 22 \22\ $1$ Dem Chorleiter. Nach `Hirschkuh der Morgenr”te_. Ein Psalm. Von David. $2$ Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Fern von meiner Rettung sind die Worte meines Gest”hns. $3$ Mein Gott, ich rufe bei Tage, und du antwortest nicht; und bei Nacht, und mir wird keine Ruhe. $4$ Doch du bist heilig, der du wohnst [unter] den Lobges„ngen Israels. $5$ Auf dich vertrauten unsere V„ter; sie vertrauten, und du rettetest sie. $6$ Zu dir schrieen sie um Hilfe und wurden gerettet; sie vertrauten auf dich und wurden nicht zuschanden. $7$ Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. $8$ Alle, die mich sehen, spotten ber mich; sie verziehen die Lippen, schtteln den Kopf: $9$ `Er hat es auf den HERRN gew„lzt, der rette ihn, befreie ihn, denn er hat ja Gefallen an ihm!_ $10$ Ja, du bist es, der mich aus dem Mutterleib gezogen hat, der mir Vertrauen einfl”áte an meiner Mutter Brsten. $11$ Auf dich bin ich geworfen von Mutterschoá her, von meiner Mutter Leib an bist du mein Gott. $12$ Sei nicht fern von mir, denn Not ist nahe, denn kein Helfer ist da. $13$ Viele Stiere haben mich umgeben, starke [Stiere] von Basan mich umringt. $14$ Sie haben ihr Maul gegen mich aufgesperrt, [wie] ein L”we, reiáend und brllend. $15$ Wie Wasser bin ich hingeschttet, und alle meine Gebeine haben sich zertrennt; wie Wachs ist mein Herz geworden, zerschmolzen in meinem Inneren. $16$ Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich. $17$ Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von šbelt„tern hat mich umzingelt. Sie haben meine H„nde und meine Fáe durchgraben. $18$ Alle meine Gebeine k”nnte ich z„hlen. Sie schauen und sehen auf mich [herab]. $19$ Sie teilen meine Kleider unter sich, und ber mein Gewand werfen sie das Los. $20$ Du aber, HERR, sei nicht fern! Meine St„rke, eile mir zu Hilfe! $21$ Errette vom Schwert meine Seele, meine einzige aus des Hundes Pranke! $22$ Rette mich aus dem Rachen des L”wen und von den H”rnern der Bffel! Du hast mich erh”rt. $23$ Verkndigen will ich deinen Namen meinen Brdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben. $24$ Ihr, die ihr den HERRN frchtet, lobet ihn; alle Nachkommen Jakobs, verherrlicht ihn, und scheut euch vor ihm, alle Nachkommen Israels! $25$ Denn er hat nicht verachtet noch verabscheut das Elend des Elenden, noch sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu ihm schrie, h”rte er. $26$ Von dir [kommt] mein Lobgesang in groáer Versammlung; erfllen will ich meine Gelbde vor denen, die ihn frchten. $27$ Die Sanftmtigen werden essen und satt werden; es werden den HERRN loben, die ihn suchen; leben wird euer Herz fr immer. $28$ Es werden daran gedenken und zum HERRN umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen. $29$ Denn dem HERRN [geh”rt] das K”nigtum, er herrscht ber die Nationen. $30$ Es aáen und fielen nieder alle Fetten der Erde; vor ihm werden sich beugen alle, die in den Staub hinbfuhren, und der, der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte. $31$ Nachkommen werden ihm dienen; man wird vom Herrn erz„hlen einem Geschlecht, das kommen wird. $32$ Sie werden verknden seine Gerechtigkeit einem Volk, das noch geboren wird, denn er hat es getan. Psalm 23 \23\ $1$ Ein Psalm. Von David. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. $2$ Er lagert mich auf grnen Auen, er fhrt mich zu stillen Wassern. $3$ Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. $4$ Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, frchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie tr”sten mich. $5$ Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit ™l gesalbt, mein Becher flieát ber. $6$ Nur Gte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurck ins Haus des HERRN lebenslang. Psalm 24 \24\ $1$ Von David. Ein Psalm. Des HERRN ist die Erde und ihre Flle, die Welt und die darauf wohnen. $2$ Denn er, er hat sie gegrndet ber Meeren, und ber Str”men sie festgestellt. $3$ Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des HERRN und wer darf stehen an seiner heiligen St„tte? $4$ Der unschuldige H„nde und ein reines Herz hat, der seine Seele nicht auf Falsches richtet und nicht schw”rt zum Betrug. $5$ Er wird Segen empfangen vom HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. $6$ Das ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die dein Angesicht suchen: Jakob. // $7$ Erhebt, ihr Tore, eure H„upter, und erhebt euch, ihr ewigen Pforten, daá der K”nig der Herrlichkeit einziehe! $8$ Wer ist dieser K”nig der Herrlichkeit? Der HERR, stark und m„chtig! Der HERR, m„chtig im Kampf! $9$ Erhebt, ihr Tore, eure H„upter, und erhebt euch, ihr ewigen Pforten, daá der K”nig der Herrlichkeit einziehe! $10$ Wer ist er, dieser K”nig der Herrlichkeit? Der HERR der Heerscharen, er ist der K”nig der Herrlichkeit! Psalm 25 \25\ $1$ Von David. Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele. $2$ Mein Gott, auf dich vertraue ich: laá mich nicht zuschanden werden, laá meine Feinde nicht ber mich frohlocken! $3$ Auch werden alle, die auf dich harren, nicht besch„mt werden; es werden besch„mt werden, die treulos handeln ohne Ursache. $4$ Deine Wege, HERR, tue mir kund, deine Pfade lehre mich! $5$ Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich den ganzen Tag. $6$ Gedenke an deine Erbarmungen, HERR, und an deine Gnadenerweise; denn sie sind von Ewigkeit her. $7$ An die Snden meiner Jugend und meine Vergehen gedenke nicht; nach deiner Gnade gedenke du meiner, um deiner Gte willen, HERR! $8$ Gtig und gerade ist der HERR; darum unterweist er die Snder in dem Weg. $9$ Er leitet die Sanftmtigen im Recht und lehrt die Sanftmtigen seinen Weg. $10$ Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Treue denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren. $11$ Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groá. $12$ Wer ist nun der Mann, der den HERRN frchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er w„hlen soll. $13$ Seine Seele wird im Guten wohnen, und seine Nachkommen werden das Land besitzen. $14$ Der HERR zieht ins Vertrauen, die ihn frchten, und sein Bund [dient dazu], sie zu unterweisen. $15$ Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet; denn er, er wird meine Fáe aus dem Netz l”sen. $16$ Wende dich zu mir und sei mir gn„dig, denn einsam und elend bin ich. $17$ Die Enge meines Herzens mache weit, und fhre mich heraus aus meinen Bedr„ngnissen! $18$ Sieh mein Elend an und meine Mhsal, und vergib alle meine Snden! $19$ Sieh meine Feinde an, wie viele sie sind, mit gewaltt„tigem Haá hassen sie mich. $20$ Bewahre meine Seele und rette mich! Laá mich nicht zuschanden werden, denn ich berge mich bei dir. $21$ Lauterkeit und Redlichkeit m”gen mich behten, denn ich harre auf dich. $22$ Erl”se Israel, o Gott, aus allen seinen N”ten! Psalm 26 \26\ $1$ Von David. Hilf mir zum Recht, HERR! Denn in meiner Lauterkeit bin ich gewandelt; und auf den HERRN habe ich vertraut, ich werde nicht wanken. $2$ Erprobe mich, HERR, und prfe mich; l„utere meine Nieren und mein Herz! $3$ Denn deine Gnade war mir vor Augen, und in deiner Wahrheit wandelte ich. $4$ Ich habe nicht bei trgerischen Leuten gesessen, und mit Hinterlistigen ging ich nicht um. $5$ Ich habe die Versammlungen der šbelt„ter gehaát, und bei Gottlosen saá ich nicht. $6$ Ich wasche meine H„nde in Unschuld, und umschreite deinen Altar, HERR, $7$ um laut ein Danklied h”ren zu lassen und alle deine Wundertaten zu erz„hlen. $8$ HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit. $9$ Raffe meine Seele nicht weg mit den Sndern, noch mein Leben mit Blutmenschen, $10$ an deren H„nden Schandtat und deren Rechte voll Bestechung ist! $11$ Ich aber wandle in meiner Lauterkeit. Erl”se mich und sei mir gn„dig! $12$ Mein Fuá steht auf ebenem Boden. Den HERRN werde ich in Versammlungen preisen. Psalm 27 \27\ $1$ Von David. Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich frchten? Der HERR ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken? $2$ Wenn šbelt„ter mir nahen, mein Fleisch zu fressen, meine Bedr„nger und meine Feinde, so sind sie es, die straucheln und fallen. $3$ Wenn sich ein Heer gegen mich lagert, so frchtet sich mein Herz nicht; wenn sich auch Krieg gegen mich erhebt, trotzdem bin ich vertrauensvoll. $4$ Eins habe ich vom HERRN erbeten, danach trachte ich: zu wohnen im Haus des HERRN alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Freundlichkeit des HERRN und nachzudenken in seinem Tempel. $5$ Denn er wird mich bergen in seiner Htte am Tag des Unheils, er wird mich verbergen im Versteck seines Zeltes; auf einen Felsen wird er mich heben. $6$ Und nun wird mein Haupt sich erheben ber meine Feinde rings um mich her. Opfer voller Jubel will ich opfern in seinem Zelt, ich will singen und spielen dem HERRN. $7$ H”re, HERR, mit meiner Stimme rufe ich: sei mir gn„dig und erh”re mich! $8$ Mein Herz erinnert dich: `Suchet mein Angesicht!_ ~ Dein Angesicht, HERR, suche ich. $9$ Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, weise deinen Knecht nicht ab im Zorn! Du bist meine Hilfe gewesen. Gib mich nicht auf und verlaá mich nicht, Gott meines Heils! $10$ Sogar mein Vater und meine Mutter haben mich verlassen, aber der HERR nimmt mich auf. $11$ Lehre mich, HERR, deinen Weg, und leite mich auf ebenem Pfad um meiner Feinde willen! $12$ Gib mich nicht preis der Gier meiner Bedr„nger, denn falsche Zeugen sind gegen mich aufgestanden und der, der Gewalttat schnaubt. $13$ Ach, wenn ich mir nicht sicher w„re, das Gute des HERRN zu schauen im Land der Lebendigen . . .! $14$ Harre auf den HERRN! Sei mutig, und dein Herz sei stark, und harre auf den HERRN! Psalm 28 \28\ $1$ Von David. Zu dir, HERR, rufe ich; mein Fels, wende dich nicht schweigend von mir ab, daá du nicht gegen mich verstummst und ich nicht denen gleich werde, die in die Grube hinabfahren! $2$ H”re die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine H„nde aufhebe zu deinem heiligen Tempelraum. $3$ Reiáe mich nicht weg mit den Gottlosen und mit den šbelt„tern, die friedlich reden mit ihren N„chsten, aber B”ses in ihrem Herzen haben! $4$ Gib ihnen nach ihrem Tun und nach der Bosheit ihrer Taten; nach dem Werk ihrer H„nde gib ihnen, vergilt ihnen ihre Tat! $5$ Denn sie achten nicht auf die Taten des HERRN, noch auf das Werk seiner H„nde. Er wird sie zerst”ren und nicht aufbauen. $6$ Gepriesen sei der HERR, denn er hat die Stimme meines Flehens geh”rt. $7$ Der HERR ist meine St„rke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen worden; daher frohlockt mein Herz, und ich will ihn preisen mit meinem Lied. $8$ Der HERR ist ihre St„rke, und er ist eine rettende Burg fr seinen Gesalbten. $9$ Hilf deinem Volk und segne dein Erbteil; weide sie und trage sie bis in Ewigkeit! Psalm 29 \29\ $1$ Ein Psalm. Von David. Gebt dem HERRN, ihr G”tters”hne, gebt dem HERRN Herrlichkeit und Kraft! $2$ Gebt dem HERRN die Herrlichkeit seines Namens; betet an den HERRN in heiliger Pracht! $3$ Die Stimme des HERRN ist ber den Wassern, der Gott der Herrlichkeit donnert; der HERR ber groáen Wassern. $4$ Die Stimme des HERRN ist gewaltig, die Stimme des HERRN ist erhaben. $5$ Die Stimme des HERRN zerbricht Zedern, ja, der HERR zerbricht die Zedern des Libanon. $6$ Er l„át sie hpfen wie ein Kalb, den Libanon und Sirjon wie einen jungen Bffel. $7$ Die Stimme des HERRN sprht Feuerflammen, $8$ die Stimme des HERRN erschttert die Wste, der HERR erschttert die Wste Kades. $9$ Die Stimme des HERRN macht Hirschkhe kreiáen und l„át Zicklein vorzeitig geb„ren . . . Und in seinem Tempel ruft alles: Herrlichkeit! $10$ Der HERR thront auf der Wasserflut, der HERR thront als K”nig ewig. $11$ Der HERR m”ge Kraft geben seinem Volk, der HERR m”ge sein Volk segnen mit Frieden. Psalm 30 \30\ $1$ Ein Psalm. Ein Lied zur Einweihung des Hauses. Von David. $2$ Ich will dich erheben, HERR, denn du hast mich emporgezogen und lieáest meine Feinde sich nicht ber mich freuen. $3$ HERR, mein Gott, zu dir habe ich geschrieen, und du hast mich geheilt. $4$ HERR, du hast meine Seele aus dem Scheol heraufgeholt, hast mich am Leben erhalten [und bewahrt] vor dem Hinabfahren zur Grube. $5$ Spielt dem HERRN, ihr seine Frommen, und preist zu seinem heiligen Gedenken! $6$ Denn einen Augenblick [stehen wir] in seinem Zorn, ein Leben lang in seiner Gunst; am Abend kehrt Weinen ein, und am Morgen ist Jubel da. $7$ Ich zwar dachte in meiner Sorglosigkeit: `Niemals werde ich wanken_. $8$ HERR, in deiner Gunst hattest du mich auf feste Berge gestellt. Du verbargst dein Angesicht, da wurde ich bestrzt. $9$ Zu dir, HERR, rief ich, und zum Herrn flehte ich: $10$ `Was fr Gewinn bringt mein Blut, mein Hinabfahren in die Grube? Wird der Staub dich preisen? Wird er deine Treue verknden? $11$ H”re, HERR, und sei mir gn„dig! HERR, sei mein Helfer!_ $12$ Meine Wehklage hast du mir in Reigen verwandelt, mein Sacktuch hast du gel”st und mit Freude mich umgrtet, $13$ damit meine Seele dich besinge und nicht schweige. HERR, mein Gott, in Ewigkeit will ich dich preisen. Psalm 31 \31\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. $2$ Bei dir, HERR, habe ich mich geborgen; laá mich niemals zuschanden werden; errette mich in deiner Gerechtigkeit! $3$ Neige zu mir dein Ohr, eilends errette mich! Sei mir ein Fels der Zuflucht, ein unzug„ngliches Haus, mich zu retten! $4$ Denn mein Fels und meine Festung bist du; und um deines Namens willen fhre mich und leite mich! $5$ Ziehe mich aus dem Netz, das sie mir heimlich gelegt haben; denn du bist mein Schutz. $6$ In deine Hand befehle ich meinen Geist. Du hast mich erl”st, HERR, du Gott der Treue! $7$ Ich hasse die, die sich an nichtige G”tzen halten, doch ich, ich traue auf den HERRN. $8$ Ich will frohlocken und mich freuen ber deine Gnade, daá du mein Elend angesehen, die Bedr„ngnisse meiner Seele erkannt hast, $9$ daá du mich nicht berliefert hast in die Hand des Feindes, [sondern] meine Fáe auf weiten Raum gestellt hast. $10$ Sei mir gn„dig, HERR, denn ich bin in Bedr„ngnis; vor Gram verf„llt mein Auge, meine Seele und mein Leib. $11$ Denn in Kummer schwindet mein Leben dahin und meine Jahre in Seufzen; meine Kraft wankt durch meine Schuld, und es verfallen meine Gebeine. $12$ Vor allen meinen Bedr„ngern bin ich zum Hohn geworden, auch meinen Nachbarn gar sehr, und zum Schrecken meinen Bekannten; die mich auf der Straáe sehen, fliehen vor mir. $13$ In Vergessenheit bin ich geraten, aus dem Herzen fort wie ein Toter, bin wie ein verlorengegangenes Gef„á. $14$ Denn ich h”re das Tuscheln vieler, Schrecken ringsum; indem sie sich miteinander gegen mich zusammentun, sinnen sie darauf, mir das Leben zu nehmen. $15$ Ich aber, ich habe auf dich vertraut, HERR; ich sagte: Du bist mein Gott! $16$ In deiner Hand sind meine Zeiten; rette mich aus der Hand meiner Feinde und vor meinen Verfolgern! $17$ Laá dein Angesicht leuchten ber deinem Knecht, hilf mir in deiner Gnade! $18$ HERR, laá mich nicht zuschanden werden, denn ich habe dich angerufen; m”gen zuschanden werden die Gottlosen, verstummen im Scheol! $19$ Laá schweigen die Lgenlippen, die in Hochmut und Verachtung Freches reden gegen den Gerechten! $20$ Wie groá ist deine Gte, die du bereith„ltst denen, die dich frchten, die du denen erweist, die sich bei dir bergen vor den Menschen. $21$ Du verbirgst sie im Schutz deines Angesichts vor den Verschw”rungen der Menschen; du birgst sie in einer Htte vor dem Gez„nk der Zungen. $22$ Gepriesen sei der HERR, denn wunderbar hat er seine Gnade an mir erwiesen in einer befestigten Stadt. $23$ Ich zwar dachte in meiner Bestrzung: `Ich bin weggenommen aus deinen Augen._ Doch du hast die Stimme meines Flehens geh”rt, als ich zu dir schrie. $24$ Liebet den HERRN, alle seine Frommen! Die Treuen behtet der HERR, doch er vergilt reichlich dem, der anmaáend handelt. $25$ Seid stark, und euer Herz fasse Mut, alle, die ihr auf den HERRN harrt! Psalm 32 \32\ $1$ Von David. Ein Maskil Glcklich der, dem šbertretung vergeben, dem Snde zugedeckt ist! $2$ Glcklich der Mensch, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet und in dessen Geist kein Trug ist! $3$ Als ich schwieg, zerfielen meine Gebeine durch mein Gest”hn den ganzen Tag. $4$ Denn Tag und Nacht lastete auf mir deine Hand; verwandelt wurde mein Saft in Sommergluten. // $5$ So tat ich dir kund meine Snde und deckte meine Schuld nicht zu. Ich sagte: Ich will dem HERRN meine šbertretungen bekennen; und du, du hast vergeben die Schuld meiner Snde. // $6$ Deshalb soll jeder Fromme zu dir beten, zur Zeit, da du zu finden bist; gewiá, bei groáer Wasserflut ihn werden sie nicht erreichen. $7$ Du bist ein Bergungsort fr mich; vor Bedr„ngnis behtest du mich; du umgibst mich mit Rettungsjubel. // $8$ Ich will dich unterweisen und dich lehren den Weg, den du gehen sollst; ich will dir raten, meine Augen ber dir [offenhalten]. $9$ Seid nicht wie ein Roá, wie ein Maultier, ohne Verstand; mit Zaum und Zgel ist seine Kraft zu b„ndigen, sonst nahen sie dir nicht. $10$ Viele Schmerzen hat der Gottlose; wer aber auf den HERRN vertraut, den umgibt er mit Gnade. $11$ Freut euch an dem HERRN, und frohlockt, ihr Gerechten, und jubelt, alle ihr von Herzen Aufrichtigen! Psalm 33 \33\ $1$ Jubelt, ihr Gerechten, ber den HERRN; den Aufrichtigen ziemt Lobgesang. $2$ Preist den HERRN mit der Zither; spielt ihm auf der zehnsaitigen Harfe! $3$ Singt ihm ein neues Lied; spielt sch”n auf den Saiten mit Jubelschall! $4$ Denn richtig ist das Wort des HERRN, und all sein Werk [geschieht] in Treue. $5$ Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Gnade des HERRN. $6$ Durch des HERRN Wort sind die Himmel gemacht und all ihr Heer durch den Hauch seines Mundes. $7$ Er sammelt die Wasser des Meeres wie einen Wall, legt in Beh„lter die Fluten. $8$ Es frchte den HERRN die ganze Erde; m”gen sich vor ihm scheuen alle Bewohner der Welt! $9$ Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da. $10$ Der HERR macht zunichte den Ratschluá der Nationen, er vereitelt die Gedanken der V”lker. $11$ Der Ratschluá des HERRN hat ewig Bestand, die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu Geschlecht. $12$ Glcklich die Nation, deren Gott der HERR ist, das Volk, das er sich erw„hlt hat zum Erbteil! $13$ Der HERR blickt vom Himmel herab, er sieht alle Menschenkinder. $14$ Von der St„tte seines Thrones schaut er auf alle Bewohner der Erde; $15$ er, der ihnen allesamt das Herz gebildet hat, achtet auf alle ihre Werke. $16$ Der K”nig siegt nicht durch die Gr”áe des Heeres; ein Held befreit sich nicht durch die Gr”áe der Kraft. $17$ Ein Trug ist das Roá, wenn Rettung n”tig ist, und mit seiner groáen Kraft rettet es nicht. $18$ Siehe, das Auge des HERRN [ruht] auf denen, die ihn frchten, die auf seine Gnade harren, $19$ daá er ihre Seele vom Tod errette und sie am Leben erhalte in Hungersnot. $20$ Unsere Seele wartet auf den HERRN; unsere Hilfe und unser Schild ist er. $21$ Denn in ihm wird unser Herz sich freuen, weil wir seinem heiligen Namen vertrauen. $22$ Deine Gnade, HERR, sei ber uns, gleichwie wir auf dich harren. Psalm 34 \34\ $1$ Von David. Als er sich vor Abimelech wahnsinnig stellte und dieser ihn wegtrieb und er fortging. $2$ Den HERRN will ich preisen allezeit, best„ndig soll sein Lob in meinem Munde sein. $3$ In dem HERRN soll sich rhmen meine Seele; h”ren werden es die Sanftmtigen und sich freuen. $4$ Erhebt den HERRN mit mir, laát uns miteinander erh”hen seinen Namen! $5$ Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Žngsten rettete er mich. $6$ Sie blickten auf ihn und strahlten, und ihr Angesicht wird nicht besch„mt. $7$ Dieser Elende rief, und der HERR h”rte, und aus allen seinen Bedr„ngnissen rettete er ihn. $8$ Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn frchten, und er befreit sie. $9$ Schmecket und sehet, daá der HERR gtig ist! Glcklich der Mann, der sich bei ihm birgt! $10$ Frchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn keinen Mangel haben die, die ihn frchten. $11$ Jungl”wen darben und hungern, aber die den HERRN suchen, entbehren kein Gut. $12$ Kommt, ihr S”hne, h”rt mir zu: die Furcht des HERRN will ich euch lehren. $13$ Wer ist der Mann, der Lust zum Leben hat, der [seine] Tage liebt, um Gutes zu sehen? $14$ Bewahre deine Zunge vor B”sem und deine Lippen vor betrgerischer Rede; $15$ laá ab vom B”sen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach! $16$ Die Augen des HERRN [sind gerichtet] auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. $17$ Denen, die B”ses tun, [steht] das Angesicht des HERRN entgegen, um ihr Ged„chtnis von der Erde zu tilgen. $18$ Sie schreien, und der HERR h”rt, aus allen ihren Bedr„ngnissen rettet er sie. $19$ Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er. $20$ Vielf„ltig ist das Unglck des Gerechten, aber aus dem allen errettet ihn der HERR. $21$ Er bewahrt alle seine Gebeine, nicht eines von ihnen wird zerbrochen. $22$ Den Gottlosen wird die Bosheit t”ten; und die den Gerechten hassen, werden es báen. $23$ Der HERR erl”st die Seele seiner Knechte; und alle, die sich bei ihm bergen, mssen nicht báen. Psalm 35 \35\ $1$ Von David. Streite, HERR, mit denen, die gegen mich streiten, k„mpfe mit denen, die mich bek„mpfen! $2$ Ergreife Kleinschild und Langschild, und stehe auf zu meiner Hilfe! $3$ Zcke den Speer und versperre [den Weg] gegenber meinen Verfolgern; sprich zu meiner Seele: `Ich bin deine Hilfe!_ $4$ Es sollen sich sch„men und zuschanden werden, die nach meinem Leben trachten; es sollen zurckweichen und besch„mt werden, die mir Unheil ersinnen! $5$ Laá sie sein wie Spreu vor dem Wind, und der Engel des HERRN stoáe [sie]! $6$ Ihr Weg sei finster und schlpfrig, und der Engel des HERRN verfolge sie! $7$ Denn ohne Ursache haben sie mir ihr Netz heimlich gelegt, ohne Ursache meiner Seele [eine Grube] gegraben. $8$ Verderben komme ber ihn, ohne daá er es erkennt; und sein Netz, das er heimlich gelegt hat, fange ihn; ins Verderben falle er hinein! $9$ Und meine Seele wird frohlocken ber den HERRN, wird sich freuen ber seine Hilfe. $10$ Alle meine Gebeine werden sagen: `HERR, wer ist wie du! Der du den Elenden rettest vor dem St„rkeren und den Elenden und Armen vor seinem R„uber._ $11$ Es treten gewaltt„tige Zeugen auf; was ich nicht weiá, fragen sie mich. $12$ Sie vergelten mir B”ses fr Gutes; vereinsamt ist meine Seele. $13$ Ich aber, als sie krank waren, kleidete mich in Sacktuch; ich kasteite mit Fasten meine Seele. Ach, daá mein Gebet in meinen Schoá zurckkehrte! $14$ Als w„re es mir ein Freund, ein Bruder gewesen, so bin ich einhergegangen; wie leidtragend um die Mutter habe ich mich trauernd niedergebeugt. $15$ Sie aber haben sich ber mein Straucheln gefreut und sich versammelt, Schl„ger haben sich versammelt gegen mich, und ich kannte sie nicht; sie zerreiáen und h”ren nicht auf. $16$ Unter Gottesver„chtern verspotten sie [meinen] Rckzugsort, sie knirschen gegen mich mit ihren Z„hnen. $17$ Herr, wie lange willst du zusehen? Stell mein Leben wieder her aus ihren Verwstungen, aus [der Gewalt der] Jungl”wen mein einziges [Gut]. $18$ Ich werde dich preisen in der groáen Versammlung, unter zahlreichem Volk dich loben. $19$ Laá nicht ber mich frohlocken, die mir ohne Grund feind sind, noch mit den Augen zwinkern, die ohne Ursache mich hassen. $20$ Denn nicht zum Frieden reden sie; und gegen die Stillen im Land ersinnen sie Worte des Betrugs; $21$ reiáen ihr Maul gegen mich auf, sagen: `Haha! Haha! Unser Auge hat's gesehen! $22$ Du hast es gesehen, HERR; schweige nicht! Herr, sei nicht fern von mir! $23$ Rege dich und erwache fr mein Recht, mein Gott und Herr, zu meinem Rechtsstreit! $24$ Schaffe mir Recht nach deiner Gerechtigkeit, HERR, mein Gott, daá sie nicht ber mich jubeln! $25$ Sie sollen nicht in ihrem Herzen sagen: `Haha, so wollten wir's! Sie sollen nicht sagen: `Wir haben ihn verschlungen! $26$ Sie sollen sich sch„men und besch„mt werden allesamt, die sich freuen ber mein Unglck. Sie sollen mit Schimpf und Schande bekleidet werden, die gegen mich groátun! $27$ Laá jubeln und sich freuen, die meine Gerechtigkeit wnschen, und laá sie stets sagen: `Erhoben sei der HERR, der den Frieden seines Knechtes will!_ $28$ Und meine Zunge soll hersagen deine Gerechtigkeit, dein Lob den ganzen Tag. Psalm 36 \36\ $1$ Dem Chorleiter. Vom Knecht des HERRN. Von David. $2$ Die šbertretung spricht zum Gottlosen im Innern seines Herzens. Es ist keine Furcht Gottes vor seinen Augen. $3$ Denn es schmeichelt ihm in seinen Augen, seine Snde zu vollbringen, Haá zu ben. $4$ Lge und Betrug sind die Worte seines Mundes; er hat es aufgegeben, verst„ndig zu handeln, Gutes zu tun. $5$ Bosheit ersinnt er auf seinem Lager; er betritt einen Weg, der nicht gut ist; B”ses verschm„ht er nicht. $6$ HERR, an die Himmel reicht deine Gnade, deine Treue bis zu den Wolken. $7$ Deine Gerechtigkeit ist den Bergen Gottes gleich, deine Rechtssprche dem gewaltigen Urmeer; Menschen und Vieh hilfst du, o HERR. $8$ Wie k”stlich ist deine Gnadee, Gott! und Menschenkinder bergen sich in deiner Flgel Schatten; $9$ sie laben sich am Fett deines Hauses, und mit dem Strom deiner Wonnen tr„nkst du sie. $10$ Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht. $11$ Erhalte deine Gnade denen, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit den von Herzen Aufrichtigen! $12$ Nicht erreiche mich der Fuá der Hochmtigen, und die Hand der Gottlosen vertreibe mich nicht! $13$ Da sind gefallen die šbelt„ter; sie wurden umgestoáen und k”nnen nicht mehr aufstehen. Psalm 37 \37\ $1$ Von David. Entrste dich nicht ber die šbelt„ter, beneide nicht die, welche B”ses tun! $2$ Denn wie das Gras werden sie schnell verdorren und wie das grne Kraut verwelken. $3$ Vertraue auf den HERRN und tue Gutes; wohne im Land und hte Treue; $4$ und habe deine Lust am HERRN, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt. $5$ Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln $6$ und wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. $7$ Sei still dem HERRN und harre auf ihn! Entrste dich nicht ber den, dessen Weg gelingt, ber den Mann, der b”se Pl„ne ausfhrt! $8$ Laá ab vom Zorn und laá den Grimm! Entrste dich nicht! [Es fhrt] nur zum B”sen. $9$ Denn die šbelt„ter werden ausgerottet; aber die auf den HERRN hoffen, die werden das Land besitzen. $10$ Noch kurze Zeit, und der Gottlose ist nicht mehr; und siehst du dich um nach seiner St„tte, so ist er nicht da. $11$ Aber die Sanftmtigen werden das Land besitzenÜrÛÛÛÛÛÛÜŒund werden ihre Lust haben an Flle von Heil. $12$ Der Gottlose sinnt gegen den Gerechten, und mit seinen Z„hnen knirscht er gegen ihn. $13$ Der Herr lacht ber ihn, denn er sieht, daá sein Tag kommt. $14$ Die Gottlosen haben das Schwert gezogen und ihren Bogen gespannt, um zu f„llen den Elenden und Armen, hinzuschlachten die, die aufrichtig wandeln. $15$ Ihr Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen, und ihre Bogen werden zerbrochen. $16$ Das Wenige des Gerechten ist besser als der šberfluá vieler Gottloser. $17$ Denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen, aber der HERR sttzt die Gerechten. $18$ Der HERR kennt die Tage der Rechtschaffenen, und ihr Erbteil wird ewig bestehen; $19$ sie werden nicht zuschanden zur Zeit des Unglcks, und in den Tagen des Hungers werden sie ges„ttigt. $20$ Denn die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des HERRN ~ wie die Pracht der Auen schwinden sie, sie schwinden dahin wie Rauch. $21$ Der Gottlose borgt und zahlt nicht zurck; der Gerechte aber ist gtig und gibt. $22$ Denn die von ihm Gesegneten werden das Land besitzen, und die von ihm Verfluchten werden ausgerottet. $23$ Vom HERRN her werden eines Mannes Schritte gefestigt, und seinen Weg hat er gern; $24$ f„llt er, so wird er doch nicht hingestreckt, denn der HERR sttzt seine Hand. $25$ Ich war jung und bin auch alt geworden, doch nie sah ich einen Gerechten verlassen, noch seine Nachkommen um Brot betteln; $26$ alle Tage ist er gtig und leiht, und seine Nachkommen [werden] zum Segen. $27$ Laá ab vom B”sen und tue Gutes, so wirst du fr immer [im Lande] wohnen! $28$ Denn der HERR liebt Recht und wird seine Frommen nicht verlassen; ewig werden sie bewahrt, und die Nachkommenschaft der Gottlosen wird ausgerottet. $29$ Die Gerechten werden das Land besitzen und fr immer darin wohnen. $30$ Der Mund des Gerechten spricht Weisheit aus, und seine Zunge redet Recht; $31$ die Weisung seines Gottes ist in seinem Herzen, seine Schritte werden nicht wanken. $32$ Der Gottlose lauert auf den Gerechten und sucht ihn zu t”ten; $33$ [doch] der HERR l„át ihn nicht in seiner Hand und l„át ihn nicht verurteilen, wenn man ihn richtet. $34$ Harre auf den HERRN und halte seinen Weg ein, und er wird dich erh”hen, das Land zu besitzen. Wenn die Gottlosen ausgerottet werden, wirst du zusehen. $35$ Ich habe einen Gottlosen gesehen, gewaltt„tig und sich erhebend wie eine ppige Zeder; $36$ und man ging vorbei, siehe, da war er nicht mehr; und ich suchte ihn, doch er war nicht zu finden. $37$ Achte auf den Rechtschaffenen und sieh auf den Redlichen; denn die Zukunft fr einen [solchen] ist Frieden; $38$ die [von Gott] Abgefallenen aber werden allesamt vertilgt, die Zukunft der Gottlosen wird abgeschnitten. $39$ Doch die Hilfe der Gerechten [kommt] vom HERRN, der ihre Fluchtburg ist zur Zeit der Not; $40$ und der HERR wird ihnen beistehen und sie retten; er wird sie erretten von den Gottlosen und ihnen helfen, denn sie haben sich bei ihm geborgen. Psalm 38 \38\ $1$ Ein Psalm. Von David. Zum Ged„chtnis. $2$ HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn, und zchtige mich nicht in deinem Grimm! $3$ Denn deine Pfeile sind in mich eingedrungen, und deine Hand hat sich auf mich herabgesenkt. $4$ Keine heile Stelle ist an meinem Fleisch wegen deiner Verwnschung, nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Verfehlung. $5$ Denn meine Snden wachsen mir ber den Kopf, wie eine schwere Last sind sie zu schwer fr mich. $6$ Es stinken, es eitern meine Wunden wegen meiner Torheit. $7$ Ich bin gekrmmt, sehr gebeugt; den ganzen Tag gehe ich trauernd einher. $8$ Denn voll Brand sind meine Lenden, und keine heile Stelle ist an meinem Fleisch. $9$ Ich bin ermattet und ganz zerschlagen, ich schreie aus dem St”hnen meines Herzens. $10$ Herr, vor dir ist all mein Begehren, und mein Seufzen ist nicht vor dir verborgen. $11$ Mein Herz pocht, verlassen hat mich meine Kraft; und das Licht meiner Augen, auch das habe ich nicht [mehr]. $12$ Meine Lieben und meine Gef„hrten stehen fernab von meiner Plage, und meine Verwandten stehen von ferne. $13$ Die nach meinem Leben trachten, legen Schlingen; und die mein Unglck suchen, reden von Verderben und sinnen auf Betrug den ganzen Tag. $14$ Ich aber bin wie ein Tauber, h”re nicht, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht aufmacht. $15$ Ja, ich bin wie ein Mann, der nicht h”rt, und in dessen Mund keine Entgegnungen sind. $16$ Denn auf dich, HERR, harre ich; du, du wirst antworten, Herr, mein Gott. $17$ Denn ich sprach: `Daá sie sich nicht ber mich freuen, beim Wanken meines Fuáes groátun gegen mich._ $18$ Denn ich bin nahe am Straucheln, und mein Schmerz steht mir st„ndig vor Augen. $19$ Denn ich bekenne meine Schuld; ich bin bekmmert wegen meiner Verfehlung. $20$ Meine lebendigen Feinde sind stark, und zahlreich sind, die ohne Grund mich hassen; $21$ ja, sie vergelten Gutes mit B”sem, sie feinden mich an, weil ich dem Guten nachjage. $22$ Verlaá mich nicht, HERR; mein Gott, sei nicht fern von mir! $23$ Eile zu meiner Hilfe, Herr, meine Rettung! Psalm 39 \39\ $1$ Dem Chorleiter. Fr Jedutun. Ein Psalm. Von David. $2$ Ich sprach: Ich will auf meine Wege achthaben, daá ich nicht sndige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund im Zaum halten, solange der Gottlose vor mir ist. $3$ Ich verstummte in Schweigen, schwieg ~ fern vom Guten. Da wurde mein Schmerz erregt. $4$ Mein Herz wurde heiá in meinem Innern, bei meinem St”hnen entbrannte ein Feuer; ich sprach mit meiner Zunge: $5$ Tue mir kund, HERR, mein Ende und welches das Maá meiner Tage ist, damit ich erkenne, wie verg„nglich ich bin! $6$ Siehe, handbreit hast du meine Tage gemacht, und meine Lebenszeit ist wie nichts vor dir; nur ein Hauch ist jeder Mensch, wie fest er stehe #. // $7$ Nur als ein Schattenbild wandelt der Mann einher; nur um Nichtigkeit l„rmen sie; er h„uft auf und weiá nicht, wer es einsammeln wird. $8$ Und nun, auf was harre ich, Herr? Meine Hoffnung, sie gilt dir! $9$ Errette mich von allen meinen Vergehen, mach mich nicht dem Narren zum Hohn! $10$ Ich bin verstummt, mache meinen Mund nicht auf; denn du, du hast gehandelt. $11$ Nimm von mir deine Plage! Vom Streit deiner Hand [gegen mich] vergehe ich. $12$ Strafst du einen Mann mit Zchtigungen wegen [seiner] Schuld, so l„át du seine Sch”nheit wie die Motte zergehen; nur ein Hauch sind alle Menschen. // $13$ H”re mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien; schweige nicht zu meinen Tr„nen! Denn ein Fremdling bin ich bei dir, ein Beisasse wie alle meine V„ter. $14$ Blicke von mir weg, daá ich [noch einmal] fr”hlich werde, bevor ich dahingehe und nicht mehr bin! Psalm 40 \40\ $1$ Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm. $2$ Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien geh”rt. $3$ Er hat mich heraufgeholt aus der Grube des Verderbens, aus Schlick [und] Schlamm; und er hat meine Fáe auf Felsen gestellt, meine Schritte fest gemacht. $4$ Und in meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang auf unseren Gott.Viele werden es sehen und sich frchten und auf den HERRN vertrauen. $5$ Glcklich der Mann, der den HERRN zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Dr„ngern und den in Lge Festgefahrenen! $6$ Vielfach hast du, HERR, mein Gott, deine Wundertaten und deine Pl„ne an uns vollbracht; nichts ist mit dir zu vergleichen. Wollte ich davon berichten und reden ~ sie sind zu zahlreich, um sie aufzuz„hlen. $7$ An Schlacht- und Speisopfern hattest du kein Gefallen, Ohren hast du mir gegraben; Brand- und Sndopfer hast du nicht gefordert. $8$ Da sprach ich: Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht ber mich geschrieben. $9$ Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich; und dein Gesetz ist tief in meinem Innern. $10$ Ich habe Gerechtigkeit verkndet in groáer Versammlung; siehe, meine Lippen hemmte ich nicht ~ HERR, du weiát es! $11$ Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen im Innern meines Herzens; deine Zuverl„ssigkeit und deine Hilfe habe ich ausgesprochen, deine Gnade und deine Treue nicht verhehlt vor der groáen Versammlung. $12$ Du, HERR, wirst dein Erbarmen nicht von mir zurckhalten; deine Gnade und deine Treue werden best„ndig mich behtet! $13$ Denn šbel bis zur Unzahl haben mich umgeben, meine Snden haben mich erreicht, daá ich nicht aufzublicken vermag; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz hat mich verlassen. V. 14-18: Ps 70,2-6 $14$ Laá dir gefallen, HERR, mich zu erretten! HERR, eile zu meiner Hilfe! $15$ Es sollen sich sch„men und besch„mt werden allesamt, die nach meinem Leben trachten, es wegzuraffen; es sollen zurckweichen und zuschanden werden, die Gefallen haben an meinem Unglck! $16$ Es sollen sich entsetzen ber ihre Schande, die zu mir sagen: Haha! Haha! $17$ Es m”gen fr”hlich sein und sich freuen an dir alle, die dich suchen; es m”gen stets sagen: `Groá ist der HERR!, die dein Heil lieben. $18$ Ich aber bin elend und arm, der Herr denkt an mich. Meine Hilfe und mein Retter bist du; mein Gott, z”gere nichtt! Psalm 41 \41\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. $2$ Glcklich, wer acht hat auf den Geringen; am Tage des šbels wird der HERR ihn erretten. $3$ Der HERR wird ihn bewahren und ihn am Leben erhalten; er wird glcklich gepriesen im Lande. Gib ihn nicht der Gier seiner Feinde preis! $4$ Der HERR wird ihn sttzen auf dem Siechbett, sein ganzes Lager wandelst du um in seiner Krankheit. $5$ Ich sprach: HERR, sei mir gn„dig! Heile meine Seele, denn ich habe gegen dich gesndigt. $6$ Meine Feinde reden B”ses gegen mich: `Wann wird er sterben und sein Name verlorengehen? $7$ Und wenn einer kommt, um [mich] zu sehen, redet Falsches sein Herz, er sammelt sich Schlechtes; er geht hinaus, [drauáen] sagt er}s. $8$ Vereint gegen mich flstern all meine Hasser; gegen mich ersinnen sie mir B”ses: $9$ `Verderben ist ber ihn ausgegossen; und der da liegt, wird nicht wieder aufstehen. $10$ Selbst mein Freund, auf den ich vertraute, der mein Brot aá, hat die Ferse gegen mich erhoben. $11$ Du aber, HERR, sei mir gn„dig und richte mich auf, daá ich es ihnen vergelte! $12$ Daran erkenne ich, daá du Gefallen an mir hast, daá mein Feind nicht ber mich jauchzt. $13$ Ich aber in meiner Lauterkeit, mich hast du aufrecht gehalten und mich vor dein Angesicht gestellt auf ewig. $14$ Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit bis in Ewigkeit! Amen, ja Amen. ZWEITES BUCH Psalm 42 \42\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Maskil. Von den S”hnen Korachs. $2$ Wie eine Hirschkuh lechzt nach Wasserb„chen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott! $3$ Meine Seele drstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht? $4$ Meine Tr„nen sind mein Brot geworden Tag und Nacht, da man den ganzen Tag zu mir sagt: Wo ist dein Gott? $5$ Daran will ich denken und vor mir ausschtten meine Seele, wie ich einherzog, in der Schar sie fhrte zum Hause Gottes, mit Klang des Jubels und Dankes - ein feierlicher Aufzug. $6$ Was bist du so aufgel”st, meine Seele, und st”hnst in mir? Harre auf Gott! # denn ich werde ihn noch preisen [fr] das Heil seines Angesichts. $7$ Mein Gott, aufgel”st in mir ist meine Seele; darum denke ich an dich aus dem Land des Jordan und des Hermon, vom Berg Misar. $8$ Urflut ruft der Urflut zu beim Brausen deiner Wassergsse; alle deine Wogen und deine Wellen sind ber mich hingegangen. $9$ Des Tages wird der HERR seine Gnade aufbieten, und des Nachts wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens. $10$ Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: `Warum hast du mich vergessen? Warum muá ich trauernd einhergehen, bedrckt durch den Feind? $11$ Wie Mord in meinen Gebeinen h”hnen mich meine Bedr„nger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gottf? $12$ Was bist du so aufgel”st, meine Seele, und was st”hnst du in mir? Harre auf Gott! # denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gottg. Psalm 43 \43\ $1$ Schaffe mir Recht, o Gott, und fhre meinen Rechtsstreit mit der gnadenlosen Nation! Vom Mann des Betrugs und des Unrechts errette mich! $2$ Denn du bist der Gott meiner Zuflucht. Warum hast du mich verworfen? Warum muá ich trauernd einhergehen, bedrckt durch den Feind? $3$ Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen. $4$ So werde ich kommen zum Altar Gottes, zum Gott meiner Jubelfreude, und werde dich preisen auf der Zither, Gott, mein Gott! $5$ Was bist du so aufgel”st, meine Seele, und was st”hnst du in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott. Psalm 44 \44\ $1$ Dem Chorleiter. Von den S”hnen Korachs. Ein Maskil. $2$ Gott, mit unseren Ohren haben wir geh”rt, unsere V„ter haben uns erz„hlt die Groátat, die du gewirkt hast in ihren Tagen, in den Tagen der Vorzeit. $3$ Du, du hast mit deiner Hand Nationen ausgetrieben, aber sie hast du eingepflanzt, V”lkerschaften hast du Schaden zugefgt, aber sie hast du ausgebreitet. $4$ Denn nicht durch ihr Schwert haben sie das Land in Besitz genommen, und nicht ihr Arm hat ihnen geholfen; sondern deine Rechte und dein Arm und das Licht deines Angesichts, weil du Wohlgefallen an ihnen hattest. $5$ Du selbst bist mein K”nig, o Gott; gebiete die Rettungen Jakobs! $6$ Durch dich werden wir niederstoáen unsere Bedr„nger; durch deinen Namen werden wir zertreten, die gegen uns aufstehen. $7$ Denn nicht auf meinen Bogen vertraue ich, und mein Schwert wird mich nicht retten. $8$ Denn du rettest uns von unseren Bedr„ngern, und unsere Hasser machst du zuschanden. $9$ In Gott rhmen wir uns den ganzen Tag, und deinen Namen werden wir ewig preisen. // $10$ Doch du hast [uns] verworfen und in Schande gebracht und zogst nicht aus mit unseren Heeren. $11$ Du lieáest uns zurckweichen vor dem Bedr„nger, und die uns hassen, haben fr sich geraubt. $12$ Du gabst uns hin wie Schlachtvieh, und unter die Nationen hast du uns zerstreut. $13$ Du verkauftest dein Volk um ein Geringes und hast keinen Gewinn gemacht durch ihren Kaufpreis. $14$ Du machtest uns unseren Nachbarn zum Hohn, zu Spott und Schimpf denen, die uns umgeben. $15$ Du machtest uns zum Sprichwort unter den Nationen, zum Kopfschtteln unter den V”lkerschaften. $16$ Den ganzen Tag ist meine Schande vor mir, und Scham hat mir mein Gesicht bedeckt $17$ wegen der Stimme des Schm„hers und L„sterers, angesichts des Feindes und des Rachgierigen. $18$ Dieses alles ist ber uns gekommen, doch wir hatten dich nicht vergessen, noch verraten deinen Bund. $19$ Unser Herz ist nicht zurckgewichen, noch sind unsere Schritte abgebogen von deinem Pfad, $20$ daá du uns [so] zermalmt hast am Ort der Schakale und uns bedeckt mit Finsternis. $21$ H„tten wir den Namen unseres Gottes vergessen und unsere H„nde zu einem fremden Gott ausgestreckt, $22$ wrde Gott das nicht erforschen? Denn er erkennt die Geheimnisse des Herzens. $23$ Ja, um deinetwillen werden wir umgebracht den ganzen Tag, als Schlachtvieh werden wir angesehen. $24$ Erwache! Warum schl„fst du, Herr? Wache auf! Verwirf [uns] nicht auf ewig! $25$ Warum verbirgst du dein Angesicht, vergiát unser Elend und unsere Bedrckung? $26$ Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, unser Bauch klebt an der Erde. $27$ Stehe auf, uns zur Hilfe, und erl”se uns um deiner Gte willen! Psalm 45 \45\ $1$ Dem Chorleiter. Nach Schoschannim. Von den S”hnen Korachs. Ein Maskil. Ein Liebeslied. $2$ Es wallt mein Herz von gutem Wort. Sagen will ich meine Gedichte dem K”nig! Meine Zunge sei [wie] der Griffel eines geschickten Schreibers! $3$ Du bist sch”ner als andere Menschen, Anmut ist ausgegossen ber deine Lippen; darum hat Gott dich gesegnet fr ewig. $4$ Grte dein Schwert um die Hfte, du Held; deine Majest„t und deine Pracht! $5$ Und deine Pracht - sei stark, zieh aus fr die Sache der Wahrheit und der Sanftmut und der Gerechtigkeit; da lehre dich furchtbare Taten deine Rechte. $6$ Deine gesch„rften Pfeile - V”lker fallen unter dir - ins Herz der Feinde des K”nigs! $7$ Dein Thron, o Gott, ist immer und ewig, ein Zepter der Geradheit ist das Zepter deiner Herrschaft. $8$ Gerechtigkeit hast du geliebt und Gottlosigkeit gehaát: darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freuden”l vor deinen Gef„hrten. $9$ Myrrhe und Aloe, Kassia sind alle deine Kleider; aus Pal„sten von Elfenbein erfreut dich Saitenspiel. $10$ K”nigst”chter stehen da, mit deinen Kostbarkeiten [geschmckt]; die K”nigin steht zu deiner Rechten in Gold von Ofir. $11$ H”re, Tochter, und sieh, und neige dein Ohr; und vergiá dein Volk und deines Vaters Haus! $12$ Und wird der K”nig deine Sch”nheit begehren, denn er ist dein Herr: so neige dich vor ihm! $13$ Und die Tochter Tyrus [kommt] mit Geschenk, deine Gunst suchen die Reichen im Volk. $14$ Ganz herrlich ist die K”nigstochter drinnen, von Goldgewebe ihr Gewand; $15$ in buntgewebten Kleidern wird sie zum K”nig gefhrt; Jungfrauen ihr Gefolge, ihre Gef„hrtinnen, sie werden zu dir hineingebracht. $16$ Sie werden gefhrt unter Freude und Jubel, sie ziehen ein in den Palast des K”nigs. $17$ An die Stelle deiner V„ter werden deine S”hne treten; als Oberste wirst du sie einsetzen auf der ganzen Erde. $18$ Ich will deinen Namen bekannt machen durch alle Generationen; darum werden die V”lker dich preisen immer und ewig. Psalm 46 \46\ $1$ Dem Chorleiter. Von den S”hnen Korachs. Nach Alamoth. Ein Lied. $2$ Gott ist uns Zuflucht und St„rke, als Beistand in N”ten reichlich zu finden. $3$ Darum frchten wir uns nicht, wenn auch die Erde erbebte und die Berge mitten ins Meer wankten. $4$ M”gen seine Wasser tosen und sch„umen, die Berge erbeben durch sein Aufb„umen! // $5$ Des Stromes B„che erfreuen die Stadt Gottes, das Heiligtum der Wohnungen des H”chsten. $6$ Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird ihr helfen frh am Morgen. $7$ Nationen tobten, K”nigreiche wankten. Er lieá seine Stimme erschallen: die Erde zerschmolz. $8$ der HERR der Heerscharen ist mit uns, eine Festung ist uns der Gott Jakobs. // $9$ Kommt, schaut die Groátaten des HERRN, der Entsetzen verbreitet auf Erden! $10$ Der Kriege beschwichtigt bis ans Ende der Erde, Bogen zerbricht und Speere zerschl„gt, Wagen mit Feuer verbrennt. $11$ Laát ab und erkennt, daá ich Gott bin; ich werde erh”ht sein unter den Nationen, erh”ht auf der Erde. $12$ Der HERR der Heerscharen ist mit uns, eine Festung ist uns der Gott Jakobs. // Psalm 47 \47\ $1$ Dem Chorleiter. Von den S”hnen Korachs. Ein Psalm. $2$ Ihr V”lker alle, klatscht in die H„nde! Jauchzt Gott mit Jubelschall! $3$ Denn der HERR, der H”chste, ist gefrchtet, ein groáer K”nig ber die ganze Erde. $4$ Er unterwarf uns die V”lker und die V”lkerschaften unter unsere Fáe. $5$ Er erw„hlte fr uns unser Erbe, den Stolz Jakobs, den er geliebt hat. // $6$ Gott ist emporgestiegen unter Jauchzen, der HERR unter Posaunenschall. $7$ Singt Gott, singet, singt unserem K”nig, singet! $8$ Denn Gott ist K”nig der ganzen Erde; singt einen Psalm! $9$ Gott ist K”nig geworden ber die Nationen; Gott hat sich auf seinen heiligen Thron gesetzt. $10$ Die Edlen der V”lker haben sich versammelt [mit dem] Volk des Gottes Abrahams; denn die K”nige der Erde sind Gottes; er ist sehr erhaben. Psalm 48 \48\ $1$ Ein Lied. Ein Psalm. Von den S”hnen Korachs. $2$ Groá ist der HERR und sehr zu loben in der Stadt unseres Gottes. Sein heiliger Berg $3$ ragt sch”n empor, eine Freude der ganzen Erde; der Berg Zion, im „uáersten Norden, die Stadt des groáen K”nigs. $4$ Gott ist in ihren Pal„sten, bekannt als Zuflucht. $5$ Denn siehe, die K”nige hatten sich verabredet, waren herangezogen miteinander. $6$ Sie sahen, da staunten sie; sie wurden bestrzt, [von Angst] fortgetrieben. $7$ Zittern ergriff sie dort, Wehen wie die Geb„rende. $8$ Durch den Ostwind zertrmmerst du die Tarsisschiffe. $9$ Wie wir geh”rt haben, so haben wir es gesehen in der Stadt des HERRN der Heerscharen, in der Stadt unseres Gottes; Gott wird sie fest grnden bis in Ewigkeit. // $10$ Wir haben nachgedacht, o Gott, ber deine Gnade im Innern deines Tempels. $11$ Wie dein Name, Gott, so ist dein Ruhm bis an die Enden der Erde; mit Gerechtigkeit ist gefllt deine Rechte. $12$ Es freue sich der Berg Zion, es sollen frohlocken die T”chter Judas ber deine Gerichte! $13$ Zieht rund um Zion und umkreist ihn, z„hlt seine Trme; $14$ richtet euer Herz auf seine W„lle, mustert seine Pal„ste, damit ihr erz„hlt dem knftigen Geschlecht: $15$ Ja, dieser ist Gott, unser Gott immer und ewig! Er wird uns leiten. Psalm 49 \49\ $1$ Dem Chorleiter. Von den S”hnen Korachs. Ein Psalm. $2$ H”rt dies, ihr V”lker alle; nehmt es zu Ohren, alle Bewohner der Welt; $3$ S”hne der Einfachen wie der Vornehmen, Reiche und Arme miteinander! $4$ Mein Mund soll Weisheit reden, und das Sinnen meines Herzens ist Einsicht. $5$ Mein Ohr will ich zu einem Spruch neigen, mein R„tsel aufl”sen zur Zither. $6$ Warum sollte ich mich frchten in Tagen des šbels, wenn die Snde derer, die mich hintergehen, mich umringt? $7$ Sie vertrauen auf ihr Verm”gen und rhmen sich der Gr”áe ihres Reichtums. $8$ Niemals kann ein Mann seinen Bruder loskaufen, nicht kann er Gott sein L”segeld geben, $9$ - denn [zu] kostbar ist das Kaufgeld fr ihre Seele, und er muá davon ablassen auf ewig, - $10$ daá er fortlebe immer, die Grube nicht sehe. $11$ Denn man sieht: die Weisen sterben, der Tor und der Unvernnftige kommen miteinander um, und sie lassen anderen ihr Verm”gen. $12$ Ihr Gedanke [ist, daá] ihre H„user in Ewigkeit [stehen], ihre Wohnung von Geschlecht zu Geschlecht; sie hatten L„ndereien nach ihren Namen benannt. $13$ Doch der Mensch, der im Ansehen ist, bleibt nicht; er gleicht dem Vieh, das vertilgt wird. $14$ Dies ist ihr Weg, [der Weg] derer, die unerschtterlich sind, und ihr Ende, [das Ende derer,] die Gefallen finden an ihren Worten: // $15$ Wie Schafe weidet sie der Tod, sie sinken zum Scheol hinab; und am Morgen herrschen die Aufrichtigen ber sie; ihre Gestalt zerf„llt, der Scheol ist ihre Wohnung. $16$ Gott aber wird meine Seele erl”sen von der Gewalt des Scheols; denn er wird mich entrcken. // $17$ Frchte dich nicht, wenn ein Mann sich bereichert, wenn sich vergr”áert die Pracht seines Hauses. $18$ Denn bei seinem Tod nimmt er das alles nicht mit; seine Pracht folgt ihm nicht hinab. $19$ Wenn er auch in seinem Leben seine Seele segnet, - und man preist dich, wenn du es dir gutgehen l„át - $20$ so kommt sie doch zum Geschlecht seiner V„ter, die nie mehr das Licht sehen. $21$ Der Mensch, der im Ansehen ist, hat keine Einsicht, er gleicht dem Vieh, das vertilgt wird. // Psalm 50 \50\ $1$ Ein Psalm. Von Asaf. Gott, Gott, der HERR, hat geredet und die Erde gerufen, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang. $2$ Aus Zion, der Sch”nheit Vollendung, ist Gott hervorgestrahlt. $3$ Unser Gott kommt, und er wird nicht schweigen; Feuer friát vor ihm her, und rings um ihn strmt es gewaltig. $4$ Er ruft dem Himmel droben und der Erde zu, um sein Volk zu richten: $5$ `Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen haben beim Opfer! $6$ Und die Himmel verknden seine Gerechtigkeit, daá Gott Richter ist, er selbst. // $7$ `H”re, mein Volk, und ich will reden, Israel, und ich will dich verwarnen! Ich bin Gott, dein Gott. $8$ Nicht wegen deiner Schlachtopfer tadle ich dich, auch deine Brandopfer sind best„ndig vor mir. $9$ Ich nehme keinen Jungstier aus deinem Haus, noch B”cke aus deinen Hrden. $10$ Denn mein ist alles Getier des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. $11$ Ich kenne alle V”gel der Berge, und was sich tummelt im Feld, ist mir bekannt. $12$ Wenn mich hungerte, ich wrde es dir nicht sagen; denn mein ist die Welt und ihre Flle. $13$ Sollte ich das Fleisch von Stieren essen und das Blut von B”cken trinken? $14$ Opfere Gott Dank, und erflle dem H”chsten deine Gelbde; $15$ und rufe mich an am Tag der Not; ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen! $16$ Zu dem Gottlosen aber spricht Gott: `Was hast du meine Ordnungen herzusagen und nimmst meinen Bund in deinen Mund? $17$ Du hast ja die Zucht gehaát und meine Worte hinter dich geworfen. $18$ Sahst du einen Dieb, so befreundetest du dich mit ihm, und mit Ehebrechern hattest du Gemeinschaft. $19$ Deinen Mund schicktest du los zum B”sen, und deine Zunge spannte Betrug davor. $20$ Du saáest da, redetest gegen deinen Bruder, gegen den Sohn deiner Mutter stieáest du Schm„hung aus. $21$ Das hast du getan, und ich schwieg; du dachtest, ich sei ganz wie du. Ich werde dich zurechtweisen und es dir vor Augen stellen. $22$ Merket doch dies, die ihr Gott vergeát, damit ich nicht zerreiáe, und keiner kann retten! $23$ Wer Dank opferto, verherrlicht michs und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen. Psalm 51 \51\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. $2$ Als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Batseba eingegangen war. $3$ Sei mir gn„dig, o Gott, nach deiner Gnade; tilge meine Vergehen nach der Gr”áe deiner Barmherzigkeit! $4$ Wasche mich v”llig von meiner Schuld, und reinige mich von meiner Snde! $5$ Denn ich erkenne meine Vergehen, und meine Snde ist stets vor mir. $6$ Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesndigt und getan, was b”se ist in deinen Augen; damit du im Recht bist mit deinem Reden, rein erfunden in deinem Richten. $7$ Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Snde hat mich meine Mutter empfangen. $8$ Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im Innern, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun. $9$ Entsndige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weiáer sein als Schnee. $10$ Laá mich Fr”hlichkeit und Freude h”ren, so werden die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast. $11$ Verbirg dein Angesicht vor meinen Snden, und tilge alle meine Schuld! $12$ Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist! $13$ Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir! $14$ Laá mir wiederkehren die Freude deines Heils, und sttze mich mit einem willigen Geist! $15$ Lehren will ich die [von dir] Abgefallenen deine Wege, daá die Snder zu dir umkehren. $16$ Errette mich von Blutschuld, Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd preisen. $17$ Herr, tue meine Lippen auf, daá mein Mund dein Lob verknde. $18$ Denn du hast keine Lust am Schlachtopfer, sonst g„be ich es; Brandopfer gef„llt dir nicht. $19$ Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. $20$ Tue Zion Gutes in deiner Gunst, baue die Mauern Jerusalems! $21$ Dann wirst du Lust haben an rechten Opfern, Brandopfern und Ganzopfern; dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar. Psalm 52 \52\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Maskil. Von David. $2$ Als Doeg, der Edomiter, kam und dem Saul berichtete und ihm sagte: David ist in das Haus Ahimelechs gekommen. $3$ Was rhmst du dich der Bosheit, du Gewaltiger? Die Gnade Gottes [w„hrt] den ganzen Tag. $4$ Verderben plant deine Zunge, wie ein geschliffenes Schermesser, [du] Lgner. $5$ Du hast das B”se mehr geliebt als das Gute, die Lge mehr als gerechtes Reden. // $6$ Du hast alle Worte des Verderbens geliebt, [du] betrgerische Zunge! $7$ Gott wird dich auch zerst”ren fr immer; er wird dich niederschlagen und herausreiáen aus dem Zelt und entwurzeln aus dem Land der Lebendigen. // $8$ Und sehen werden es die Gerechten und sich frchten, und sie werden ber ihn lachen: $9$ `Siehe, der Mann machte nicht Gott zu seinem Schutz, sondern vertraute auf die Gr”áe seines Reichtums, durch sein Schadentun war er stark! $10$ Ich aber bin wie ein grner Olivenbaum im Hause Gottes; ich vertraue auf die Gnade Gottes immer und ewig. $11$ Ich werde dich ewig preisen, weil du es getan hast; und auf deinen Namen - denn er ist gut - werde ich harren vor deinen Frommen. Psalm 53 \53\ $1$ Dem Chorleiter. Al-Machalath. Ein Maskil. Von David. $2$ Der Tor spricht in seinem Herzen: `Es ist kein Gott! Sie haben Verderben angerichtet und abscheuliches Unrecht gebt; da ist keiner, der Gutes tut. $3$ Gott hat vom Himmel herabgeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verst„ndiger da ist, einer, der Gott sucht. $4$ Alle sind abgewichen, sie sind alle verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. $5$ Haben denn keine Erkenntnis, die B”ses tun, die mein Volk fressen, als „áen sie Brot? Gott rufen sie nicht an. $6$ Da berfiel sie Schrecken, ohne daá ein Schrecken da war; denn Gott hat zerstreut die Gebeine dessen, der dich bedr„ngt. Du hast sie zuschanden werden lassen, denn Gott hat sie verworfen. $7$ O k„men doch aus Zion die Rettungen fr Israel! Wenn Gott die Gefangenschaft seines Volkes wendet, wird Jakob jubeln, Israel sich freuen. Psalm 54 \54\ $1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Maskil. Von David. $2$ Als die Sifiter kamen und zu Saul sprachen: H„lt sich David nicht bei uns verborgen? $3$ Gott, durch deinen Namen rette mich, und schaffe mir Recht durch deine Macht! $4$ Gott, h”re mein Gebet, nimm zu Ohren die Reden meines Mundes! $5$ Denn Fremde sind gegen mich aufgestanden, und Gewaltt„tige trachten nach meinem Leben; sie haben Gott nicht vor sich gestellt. // $6$ Siehe, Gott ist mir ein Helfer; der Herr ist der, der meine Seele sttzt. $7$ Er wird das B”se zurcklenken auf meine Feinde; nach deiner Treue bringe sie zum Schweigen! $8$ Opfern will ich dir aus freiem Antrieb; deinen Namen will ich preisen, HERR, denn er ist gut. $9$ Denn aus aller Not hat er mich errettet, so daá mein Auge auf meine Feinde [herab]sieht. Psalm 55 \55\ $1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Maskil. Von David. $2$ Nimm zu Ohren, o Gott, mein Gebet, und verbirg dich nicht vor meinem Flehen! $3$ Horche auf mich und antworte mir! Ich irre umher in meiner Klage und muá st”hnen $4$ vor der Stimme des Feindes, vor der Bedrckung des Gottlosen; denn sie w„lzen Unheil auf mich, und im Zorn feinden sie mich an. $5$ Mein Herz bebte in meinem Innern, und Todesschrecken haben mich befallen. $6$ Furcht und Zittern kamen mich an, und Schauder bedeckte mich. $7$ Und ich sprach: H„tte ich doch Flgel wie die Taube, ich wollte hinfliegen und ruhen. $8$ Siehe, weithin entfl”he ich, wrde n„chtigen in der Wste. // $9$ Ich wollte eilen, daá ich Zuflucht h„tte vor dem heftigen Wind, vor dem Sturm. $10$ Verwirre, Herr, spalte ihre Zunge! denn Gewalttat und Streit habe ich in der Stadt gesehen. $11$ Tag und Nacht machen sie die Runde um sie auf ihren Mauern; und Unheil und Mhsal sind in ihrer Mitte. $12$ Verderben ist in ihrer Mitte, und Bedrckung und Betrug weichen nicht von ihrem [Markt-] Platz. $13$ Denn nicht ein Feind h”hnt mich, sonst wrde ich es ertragen; nicht mein Hasser hat groágetan gegen mich, sonst wrde ich mich vor ihm verbergen; $14$ sondern du, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter, $15$ die wir die Sáe der Gemeinschaft miteinander erlebten, ins Haus Gottes gingen in [festlicher] Unruhe! $16$ Der Tod berrasche sie, lebendig m”gen sie hinabfahren in den Scheol; denn Bosheiten sind in ihrer Wohnung, in ihrem Innern. $17$ Ich aber, ich rufe zu Gott, und der HERR hilft mir. $18$ Abends und morgens und mittags klage und st”hne ich; und er hat meine Stimme geh”rt. $19$ Er hat meine Seele zum Frieden erl”st, daá sie mir nicht nahen k”nnen; denn mit vielen sind sie gegen mich gewesen. $20$ H”ren wird Gott und sie unterdrcken - er thront ja von alters her; // weil es keine Zuverl„ssigkeit bei ihnen gibt und sie Gott nicht frchten. $21$ Er hat ausgestreckt seine H„nde gegen seine Friedensbeschlsse, entweiht hat er seinen Bund. $22$ Glatter als weiche Butter ist sein Mund, und Feindschaft ist sein Herz; geschmeidiger als ™l sind seine Worte, aber sie sind gezogene Schwerter. $23$ Wirf auf den HERRN deine Last, und er wird dich erhalten; er wird nimmermehr zulassen, daá der Gerechte wankt. $24$ Und du, Gott, wirst sie hinabstrzen in den Brunnen der Grube; die M„nner des Blutes und des Betruges werden ihre Tage nicht zur H„lfte bringen. Ich aber will auf dich vertrauen. Psalm 56 \46\ $1$ Dem Chorleiter. Nach: `Die Taube der fernen Inseln. Von David. Ein Miktam. Als die Philister ihn zu Gat ergriffen. $2$ Sei mir gn„dig, o Gott! # denn es stellen mir Menschen nach; den ganzen Tag bedr„ngt mich ein Streitender. $3$ Meine Feinde stellen [mir] den ganzen Tag nach, ja, viele bek„mpfen mich von oben herab. $4$ [An dem] Tag, [da] ich mich frchte - ich, ich vertraue auf dich. $5$ Auf Gott - sein Wort rhme ich - auf Gott vertraue ich, ich werde mich nicht frchten; was sollte Fleisch mir tun? $6$ Den ganzen Tag tadeln sie meine Worte, alle ihre Gedanken sind gegen mich zum B”sen. $7$ Sie greifen an, verstecken sich, sie beobachten meine Fersen, weil sie meiner Seele auflauern. $8$ [Sollte] es bei ihrer Bosheit Rettung fr sie [geben]? Im Zorn strze die V”lker nieder, o Gott! $9$ Meine Heimatlosigkeit hast du abgemessen. Gieáe meine Tr„nen in deinen Schlauch! [Stehen sie] nicht in deinem Verzeichnis? $10$ Dann werden meine Feinde ablassen - an dem Tag, da ich rufe; dieses habe ich erkannt, daá Gott fr mich ist. $11$ Auf Gott - [sein] Wort rhme ich - auf den HERRN - [sein] Wort rhme ich - $12$ auf Gott vertraue ich, ich werde mich nicht frchten; was kann ein Mensch mir tun? $13$ Auf mir [liegen], o Gott, deine Gelbde, ich werde dir Dankopfer einl”sen. $14$ Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, ja, meine Fáe vom Sturz, daá ich wandle vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen. Psalm 57 \57\ $1$ Dem Chorleiter. [Nach der Melodie:] `Verdirb nicht! Von David. Ein Miktam. Als er vor Saul in die H”hle floh. $2$ Sei mir gn„dig, o Gott, sei mir gn„dig! Denn bei dir birgt sich meine Seele. Im Schatten deiner Flgel berge ich mich, bis vorbergezogen das Verderben. $3$ Ich rufe zu Gott, dem H”chsten, zu dem Gott, der es fr mich vollendet. $4$ Er sende vom Himmel und rette mich; geh”hnt hat der, der mir nachstellt. // Gott sende seine Gnade und seine Wahrheit, [er errette] meine Seele. $5$ Mitten unter L”wen liege ich, die Menschen verschlingen. Ihre Z„hne sind Speer und Pfeile, und ihre Zunge ist ein scharfes Schwert. $6$ Erhebe dich ber die Himmel, o Gott, ber der ganzen Erde [sei] deine Herrlichkeit! $7$ Ein Netz haben sie meinen Schritten gestellt, er hat meine Seele gebeugt. Sie haben vor mir eine Grube gegraben, sie sind mitten hineingefallen. // V. 8-12: Ps 108,2-6 $8$ Gefestigt ist mein Herz, o Gott, gefestigt ist mein Herz! Ich will singen und spielen. $9$ Wache auf, meine Seele! Wachet auf, Harfe und Zither! Ich will aufwecken die Morgenr”te. $10$ Ich will dich preisen unter den V”lkern, Herr, will dich besingen unter den V”lkerschaften. $11$ Denn groá bis zu den Himmeln ist deine Gnade, und bis zu den Wolken deine Wahrheit. $12$ Erhebe dich ber die Himmel, o Gott, ber der ganzen Erde [sei] deine Herrlichkeit! Psalm 58 $1$ Dem Chorleiter. [Nach der Melodie:] `Verdirb nicht! Von David. Ein Miktam. $2$ Redet ihr wirklich Gerechtigkeit, G”tter? Richtet ihr in Geradheit die Menschenkinder? $3$ Sogar im Herzen bt ihr Ungerechtigkeiten; der Gewalttat eurer H„nde brecht ihr Bahn im Land. $4$ Abgewichen sind die Gottlosen von Mutterschoáe an, es irren von Mutterleibe an die Lgenredner. $5$ Gift haben sie gleich Schlangengift, wie eine taube Kobra, die ihr Ohr verschlieát, $6$ daá sie nicht h”rt auf die Stimme der Beschw”rer, des Zauberers, der die Zaubersprche beherrscht. $7$ Zerschmettere, o Gott, ihre Z„hne in ihrem Maul, brich aus das Gebiá der Jungl”wen, HERR! $8$ Sie sollen zergehen wie Wasser, die verrinnen! Legt er seine Pfeile an, [so seien sie] wie abgeknickt. $9$ Wie die Schnecke zerschmelzend dahingeht, eines Weibes Fehlgeburt, welche nie die Sonne erblickt! $10$ Bevor eure T”pfe den Dornstrauch merken - ob grn oder Glut, er wird ihn fortwirbeln! $11$ Freuen wird sich der Gerechte, wenn er die Rache anschaut; er watet im Blut des Gottlosen. $12$ Und der Mensch soll sagen: Es gibt doch Lohn fr den Gerechten; es gibt doch einen Gott, der auf Erden richtet. Psalm 59 \59\ $1$ Dem Chorleiter. [Nach der Melodie:] `Verdirb nicht! Von David. Ein Miktam. Als Saul sandte und sie das Haus bewachten, um ihn zu t”ten. $2$ Befreie mich von meinen Feinden, mein Gott! Bring mich in Sicherheit vor denen, die sich gegen mich erheben! $3$ Befreie mich von denen, die B”ses tun, und rette mich von den Blutmenschen! $4$ Denn siehe, sie lauern auf meine Seele; Starke greifen mich an, ohne mein Vergehen und ohne meine Snde, HERR! $5$ Ohne eine Schuld [meinerseits] laufen sie an und gehen in Stellung; wache auf, mir entgegen, und sieh! $6$ Und du, HERR, Gott der Heerscharen, Gott Israels, erwache, heimzusuchen alle Nationen! Sei keinem gn„dig von den treulos Frevelnden! // $7$ Am Abend kehren sie wieder, heulen wie Hunde und umkreisen die Stadt. $8$ Siehe, sie lassen ihren Mund B”ses reden, Schwerter [sind] auf ihren Lippen - denn [sie denken]: `wer h”rt? $9$ Du aber, HERR, wirst ber sie lachen, spotten ber alle Nationen. $10$ Meine St„rke, auf dich will ich achten; denn Gott ist meine Festung. $11$ Mein gn„diger Gott wird mir zuvorkommen; Gott wird mich [herab] sehen lassen auf meine Feinde. $12$ T”te sie nicht, damit mein Volk es nicht vergesse; laá sie umherirren durch deine Macht, und strze sie nieder, Herr, unser Schild! $13$ Snde ihres Mundes ist das Wort ihrer Lippen; so laá sie gefangen werden in ihrem Hochmut und wegen des Fluches und wegen der Lge, die sie aussprechen! $14$ Vertilge im Zorn, vertilge, daá sie nicht mehr sind. Dann wird man erkennen, daá Gott in Jakob herrscht bis an die Enden der Erde! // $15$ Und am Abend kehren sie wieder, heulen wie Hunde und umkreisen die Stadt. $16$ Sie schweifen umher nach Speise; wenn sie nicht satt werden, knurren sie. $17$ Ich aber will singen von deiner St„rke und am Morgen jubelnd preisen deine Gnade; denn du bist mir eine Festung gewesen und eine Zuflucht am Tag meiner Not. $18$ Meine St„rke, dir will ich spielen; denn Gott ist meine Festung, der Gott meiner Gnade. Psalm 60 \60\ $1$ Dem Chorleiter. Nach Schuschan. Ein Zeugnis. Ein Miktam. Von David. Zum Lehren. $2$ Als er stritt mit den Syrern von Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba, und Joab zurckkehrte und die Edomiter im Salztal schlug, zw”lftausend Mann. $3$ Gott, du hast uns verworfen, hast uns zerstreut; du bist zornig gewesen - stelle uns wieder her! $4$ Du hast das Land erschttert, hast es zerrissen; heile seine Risse, denn es wankt! $5$ Du hast dein Volk Hartes sehen lassen, mit Taumelwein hast du uns getr„nkt. $6$ Denen, die dich frchten, hast du ein Signal gegeben, daá sie fliehen [k”nnen] vor den Bogen. // V. 7-14: Ps 108,7-14 $7$ Damit deine Geliebten befreit werden, hilf durch deine Rechte und erh”re mich! $8$ Gott hat geredet in seinem Heiligtum: `Frohlocken will ich, will Sichem verteilen und das Tal Sukkot ausmessen. $9$ Mein ist Gilead und mein Manasse, und Ephraim ist die Bergfestung meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab. $10$ Moab ist mein Waschbecken, auf Edom will ich meine Sandale werfen; Philist„a, jauchze mir zu! $11$ Wer wird mich fhren in die feste Stadt, wer wird mich leiten bis nach Edom? $12$ Hast du, Gott, uns nicht verworfen? Du ziehst nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren. $13$ Schaffe uns Hilfe vor dem Bedr„nger! Menschenhilfe ist ja wertlos. $14$ Mit Gott werden wir m„chtige Taten tun; und er, er wird unsere Bedr„nger zertreten. Psalm 61 \61\ $1$ Dem Chorleiter. Auf Saitenspiel. Von David. $2$ H”re, Gott, mein Schreien, horche auf mein Gebet! $3$ Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, weil mein Herz verzagt; du wollest mich auf den Felsen leiten, der mir zu hoch ist. $4$ Denn du bist mir eine Zuflucht geworden, ein starker Turm vor dem Feind. $5$ Ich m”chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Flgel. // $6$ Denn du, Gott, hast auf meine Gelbde geh”rt, hast [mir] gegeben das Erbteil derer, die deinen Namen frchten. $7$ Du wirst Tage zu den Tagen des K”nigs hinzufgen; seine Jahre m”gen sein wie Geschlecht auf Geschlecht. $8$ Er m”ge ewig thronen vor dem Angesicht Gottes. Bestelle Gnade und Treue, daá sie ihn behten! $9$ So werde ich deinen Namen besingen immerdar; um [damit] meine Gelbde zu erfllen Tag fr Tag. Psalm 62 \62\ $1$ Dem Chorleiter. Nach Jedutun. Ein Psalm. Von David. $2$ Nur auf Gott vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Hilfe. $3$ Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Festung; ich werde kaum wanken. $4$ Wie lange wollt ihr einen Mann bestrmen, morden ihr alle - wie eine berh„ngende Wand, eine eingestoáene Mauer? $5$ Sie planen nur, ihn von seiner H”he zu stoáen; sie finden Gefallen an der Lge; mit ihrem Mund segnen sie, doch in ihrem Innern fluchen sie. // $6$ Nur auf Gott vertraue still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung. $7$ Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Festung; ich werde nicht wanken. $8$ Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre; der Fels meiner St„rke, meine Zuflucht ist in Gott. $9$ Vertraut auf ihn allezeit, Leute! Schttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht. // $10$ Nur Hauch sind die Menschens”hne, Lge die Herrens”hne. Auf der Waagschale steigen sie empor, sie sind allesamt leichter als ein Hauch. $11$ Vertraut nicht auf Erpressung, und betrgt euch nicht durch Raub; wenn der Reichtum w„chst, richtet euer Herz nicht darauf! $12$ Eines hat Gott geredet, zwei [Dinge] sind es, die ich geh”rt, daá die Macht bei Gott ist $13$ und dein, o Herr, die Gnade; denn du, du vergiltst jedem nach seinem Werk. Psalm 63 \63\ $1$ Ein Psalm. Von David. Als er in der Wste Juda war. $2$ Gott, mein Gott bist du; nach dir suche ich. Es drstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem drren und ersch”pften Land ohne Wasser. $3$ So schaue ich im Heiligtum nach dir, um deine Macht und deine Herrlichkeit zu sehen. $4$ Denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen werden dich rhmen. $5$ So werde ich dich preisen w„hrend meines Lebens, meine H„nde in deinem Namen aufheben. $6$ Wie von Mark und Fett wird meine Seele ges„ttigt werden, und mit jubelnden Lippen wird mein Mund loben, $7$ wenn ich deiner gedenke auf meinem Lager, ber dich nachdenke in den Nachtwachen. $8$ Denn du bist mir zur Hilfe geworden, und im Schatten deiner Flgel kann ich jubeln. $9$ Meine Seele h„ngt an dir, deine Rechte h„lt mich aufrecht. $10$ Jene aber, die [mir] zum Verderben nach meinem Leben trachten, werden in die Tiefen der Erde hinsinken. $11$ Man wird sie der Gewalt des Schwertes preisgeben, das Teil der Schakale werden sie sein. $12$ Und der K”nig wird sich freuen in Gott; jeder darf sich rhmen, der bei ihm schw”rt; denn der Mund der Lgenredner wird verstopft werden. Psalm 64 \64\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. $2$ H”re, Gott, meine Stimme in meiner Klage; behte mein Leben vor dem Schrecken des Feindes! $3$ Verbirg mich vor der Verschw”rung der šbelt„ter, vor dem Aufruhr derer, die B”ses tun! $4$ Die ihre Zunge gleich einem Schwert gesch„rft, bitteres Wort als ihren Pfeil angelegt haben, $5$ um im Versteck auf den Unschuldigen zu schieáen, pl”tzlich schieáen sie auf ihn und scheuen sich nicht. $6$ Sie st„rken sich in b”ser Sache; sie reden davon, Fallstricke zu verbergen; sie sagen: `Wer wird sie sehen? $7$ Sie denken Schlechtigkeiten aus: `Wir sind fertig. Der Plan ist ausgedacht. Und das Innere eines jeden und [sein] Herz ist unergrndlich. $8$ Aber Gott schieát auf sie einen Pfeil, pl”tzlich sind ihre Wunden da. $9$ Und sie brachten ihn zum Straucheln, [doch] ihre Zunge [kommt] ber sie; alle, die auf sie sehen, schtteln sich. $10$ Da frchteten sich alle Menschen und verkndeten das Tun Gottes und verstanden sein Werk. $11$ Der Gerechte wird sich am HERRN freuen und sich bei ihm bergen; und alle von Herzen Aufrichtigen werden sich rhmen. Psalm 65 \65\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Psalm. Von David. Ein Lied. $2$ Dir [gilt] Stille, Lobgesang, o Gott, in Zion, und dir soll man das Gelbde erfllen. $3$ H”rer des Gebets, zu dir wird alles Fleisch kommen. $4$ Sndige Taten haben mich berw„ltigt; unsere Vergehen, du wirst sie vergeben. $5$ Glcklich, den du erw„hlst und nahen l„át, daá er wohne in deinen Vorh”fen! Wir werden ges„ttigt werden mit dem Gut deines Hauses, dem Heiligen deines Tempels. $6$ Du wirst uns furchtbare Dinge in Gerechtigkeit antworten, Gott unseres Heils, du Zuversicht aller Enden der Erde und des fernen Meeres, $7$ der die Berge festigt durch seine Kraft, umgrtet ist mit Macht, $8$ der das Brausen der Meere bes„nftigt, das Brausen ihrer Wellen und das Getmmel der V”lker. $9$ Und so frchten sich die Bewohner der Enden [der Erde] vor deinen Zeichen; die Aufg„nge des Morgens und des Abends l„át du jauchzen. $10$ Du hast das Land heimgesucht und es berschttet, du bereicherst es sehr: Gottes Bach ist voll Wasser. Du bereitest ihnen Getreide, wenn du [das Land] so bereitest: $11$ Du tr„nkst seine Furchen, ebnest seine Schollen, du erweichst es mit Regengssen, segnest sein Gew„chs. $12$ Du hast das Jahr deiner Gte gekr”nt, und deine Spuren triefen von Fett. $13$ Es triefen die Weidepl„tze der Steppe, und mit Jubel umgrten sich die Hgel. $14$ Die Weiden bekleiden sich mit Herden, und die T„ler bedecken sich mit Korn; sie jauchzen, ja, sie singen! Psalm 66 \66\ $1$ Dem Chorleiter. Ein Lied. Ein Psalm. Jauchzt Gott, alle Welt! $2$ Besingt die Herrlichkeit seines Namens, macht herrlich sein Lob! $3$ Sprecht zu Gott: Wie furchtbar sind deine Werke! Wegen der Gr”áe deiner Macht werden dir deine Feinde [Ergebung] heucheln. $4$ Die ganze Erde wird dich anbeten und dir Psalmen singen; sie wird deinen Namen besingen. // $5$ Kommt und seht die Groátaten Gottes! Furchtbar ist [sein] Tun gegenber den Menschenkindern. $6$ Er wandelte das Meer in trockenes Land: durch den Strom gehen sie hinber zu Fuá. Dort haben wir uns an ihm gefreut. $7$ Durch seine Macht herrscht er auf ewig; seine Augen beobachten die Nationen, daá die Widerspenstigen sich nicht erheben. // $8$ Preist, ihr V”lker, unseren Gott, und laát h”ren den Klang seines Lobes; $9$ der unsere Seele zum Leben bringt und nicht zugelassen hat, daá unsere Fáe wankten! $10$ Denn du hast uns geprft, Gott, du hast uns gel„utert, wie man Silber l„utert. $11$ Du hast uns ins Netz gehen lassen, hast eine drckende Last auf unsere Hften gelegt. $12$ Du hast Menschen ber unseren Kopf reiten lassen; wir sind ins Feuer und ins Wasser gekommen, aber du hast uns herausgefhrt zum šberfluá. $13$ Ich will eingehen in dein Haus mit Brandopfern, will dir erfllen meine Gelbde, $14$ zu denen sich meine Lippen aufgetan haben und die mein Mund ausgesprochen hat in meiner Not. $15$ Brandopfer von Mastvieh will ich dir opfern zusammen mit Opferrauch von Widdern; Rinder mit B”cken will ich zubereiten. // $16$ Kommt, h”rt zu, alle, die ihr Gott frchtet, daá ich erz„hle, was er an meiner Seele getan hat. $17$ Zu ihm rief ich mit meinem Munde, und Erhebung [seines Namens] war unter meiner Zunge. $18$ Wenn ich es in meinem Herzen auf Frevel abgesehen h„tte, so wrde der Herr nicht h”ren. $19$ Doch Gott hat geh”rt, er hat geachtet auf die Stimme meines Gebets. $20$ Gepriesen sei Gott, der nicht verworfen hat mein Gebet noch seine Gnade von mir [zurckzieht]! Psalm 67 \67\ $1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Psalm. Ein Lied. $2$ Gott sei uns gn„dig und segne uns, er lasse sein Angesicht leuchten ber uns, // $3$ daá man auf der Erde erkenne deinen Weg, unter allen Nationen deine Hilfe! $4$ Es sollen dich preisen die V”lker, Gott; es sollen dich preisen die V”lker alle. $5$ Es sollen sich freuen und jubeln die V”lkerschaften; denn du wirst die V”lker richten in Geradheit, und die V”lkerschaften auf der Erde - du wirst sie leiten.// $6$ Es sollen dich preisen die V”lker, Gott; es sollen dich preisen die V”lker alle. $7$ Die Erde gibt ihren Ertrag; Gott, unser Gott, wird uns segnen. $8$ Gott wird uns segnen, und alle Enden der Erde werden ihn frchten. Psalm 68 \68\ $1$ Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm. Ein Lied. $2$ Gott wird sich erheben, es werden sich zerstreuen seine Feinde, und die ihn hassen, werden fliehen vor seinem Angesicht. $3$ Wie Rauch auseinandergetrieben wird, so treibst du [sie] auseinander; wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gottlosen umkommen vor dem Angesicht Gottes. $4$ Aber freuen werden sich die Gerechten, sie werden frohlocken vor dem Angesicht Gottes und jubeln in Freude. $5$ Singt Gott, spielt seinem Namen! Macht Bahn dem, der einherf„hrt durch die Wsten. Jah ist sein Name, und frohlockt vor ihm! $6$ Ein Vater der Waisen und ein Richter der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung. $7$ Gott ist es, der Einsame zu Hause wohnen l„át, Gefangene hinausfhrt ins Glck; Widerspenstige jedoch bleiben in der Drre. $8$ Gott, als du auszogst vor deinem Volk, als du einherschrittest durch die Wste, // $9$ bebte die Erde, auch troffen die Himmel vor Gott, dem vom Sinai, vor Gott, dem Gott Israels. $10$ Reichlich Regen gieát du aus, Gott; dein Erbland - wenn es ermattet war, hast du selbst es wiederhergestellt. $11$ Deine Schar ist darin seáhaft geworden; du sorgst in deiner Gte fr den Elenden, o Gott! $12$ Der Herr erl„át einen Ausspruch: `Siegesbotinnen, eine groáe Schar! $13$ Die K”nige der Heere fliehen, sie fliehen! Und [auf der] St„tte des Hauses verteilt [man] Beute: $14$ - Wollt ihr zwischen den Hrden liegen? - Die Flgel einer Taube, mit Silber berzogen und ihre Schwungfedern mit grngelbem Gold. $15$ Wenn der Allm„chtige K”nige im Land zerstreut, schneit es auf dem Zalmon. $16$ Ein Berg Gottes ist der Berg Basans, ein gipfelreicher Berg ist der Berg Basans. $17$ Warum lauert ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge, auf den Berg, den Gott zu seinem Wohnsitz begehrt hat? Ja, der HERR wird [dort] wohnen fr immer. $18$ Der Wagen Gottes sind zehntausendmal Tausende, - Erhabenheit!; der Herr ist unter ihnen, Sinai im Heiligtum. $19$ Du bist hinaufgestiegen zur H”he, du hast Gefangene weggefhrt, hast Gaben empfangen bei den Menschen; und sogar Widerspenstige [sind bereit], sich Jah, Gott, zu unterwerfen. $20$ Gepriesen sei der Herr Tag fr Tag! Er tr„gt fr uns [Last], Gott ist unsere Rettung. // $21$ Gott ist uns ein Gott der Rettungen, und in der Macht des HERRN, des Herrn, stehen die Auswege vom Tod. $22$ Gewiá, Gott wird zerschmettern das Haupt seiner Feinde, den Haarscheitel dessen, der da wandelt in seinen Verschuldungen. $23$ Der Herr sprach: `Ich werde zurckbringen aus Basan, zurckbringen aus den Tiefen des Meeres, $24$ damit du deinen Fuá in Blut badest, die Zunge deiner Hunde von den Feinden ihr Teil habe. $25$ Gesehen haben sie deine Umzge, o Gott, die Umzge meines Gottes, meines K”nigs, ins Heiligtum. $26$ Voran gingen S„nger, danach Saitenspieler, inmitten tamburinschlagender M„dchen. $27$ `Preist Gott in Versammlungen, den HERRN, die ihr aus dem Quell Israels seid! $28$ Da sind Benjamin, der Jngste, ihr Herrscher, die Obersten Judas, ihre l„rmende Menge; die Obersten Sebulons, die Obersten Naftalis. $29$ Entbiete, Gott, deine Macht, Gottes Macht, die du fr uns gewirkt hast $30$ von deinem Tempel ber Jerusalem! K”nige werden dir Geschenke bringen. $31$ Schilt das Tier des Schilfs, die Schar der Starken mit den K„lbern der V”lker; tritt denen entgegen, die nach Silber rennen. Zerstreue die V”lker, die Lust haben am Krieg! $32$ Es werden kommen Bronzesachen aus Žgypten; Žthiopien soll seine H„nde ausstrecken zu Gott. $33$ Ihr K”nigreiche der Erde, singt Gott, spielt dem Herrn, // $34$ ihm, der einherf„hrt auf den Himmeln, den Himmeln der Vorzeit! Siehe, er l„át seine Stimme erschallen, eine m„chtige Stimme. $35$ Gebt Gott Macht! Seine Hoheit ist ber Israel und seine Macht in den Wolken. $36$ Furchtbar [bist du], Gott, aus deinen Heiligtmern her. Der Gott Israels, er ist es, der St„rke und Kraft gibt dem Volk. Gepriesen sei Gott! Psalm 69 \69\ $1$ Dem Chorleiter. Nach Schoschannim. Von David. $2$ Rette mich, Gott, denn Wasser sind bis an die Seele gekommen. $3$ Ich bin versunken in tiefen Schlamm, und kein fester Grund ist da; in Wassertiefen bin ich gekommen, und die Flut schwemmt mich fort. $4$ Ich bin mde von meinem Rufen, entzndet ist meine Kehle; meine Augen vergehen vom Harren auf meinen Gott. $5$ Mehr als die Haare meines Hauptes sind die, die mich ohne Ursache hassen; m„chtig sind, die mich verderben wollen, meine Feinde [sind sie] ohne Grund; was ich nicht geraubt habe, das soll ich dann erstatten. $6$ Du, o Gott, hast meine Torheit erkannt, und meine Verschuldungen sind dir nicht verborgen. $7$ Laá nicht durch mich besch„mt werden, die auf dich hoffen, Herr, HERR der Heerscharen! Laá nicht an mir zuschanden werden, die dich suchen, Gott Israels! $8$ Denn deinetwegen trage ich Hohn, hat Schande bedeckt mein Antlitz. $9$ Entfremdet bin ich meinen Brdern und ein Fremder geworden den S”hnen meiner Mutter. $10$ Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schm„hungen derer, die dich schm„hen, sind auf mich gefallen. $11$ Als ich weinte [und] meine Seele fastete, da wurde es mir zu Schm„hungen. $12$ Als ich mich in Sacktuch kleidete, da wurde ich ihnen zum Sprichwort. $13$ Die im Tore sitzen, reden ber mich, und [auch] die Spottlieder der Zecher. $14$ Ich aber [richte] mein Gebet an dich, HERR, zur Zeit des Wohlgefallens. O Gott, nach der Gr”áe deiner Gnade, erh”re mich durch die Treue deiner Hilfe! $15$ Ziehe mich heraus aus dem Schlamm, daá ich nicht versinke! Laá mich errettet werden von denen, die mich hassen, und aus den Wassertiefen! $16$ Laá die Flut der Wasser mich nicht fortschwemmen und die Tiefe mich nicht verschlingen; und laá die Grube ihren Mund nicht ber mir verschlieáen! $17$ Erh”re mich, HERR, denn gut ist deine Gnade; wende dich zu mir nach der Gr”áe deiner Erbarmungen! $18$ Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht, denn ich bin bedr„ngt; erh”re mich eilends! $19$ Nahe dich meiner Seele, erl”se sie; erl”se mich um meiner Feinde willen! $20$ Du, du hast meine Schm„hung erkannt und meine Schmach und meine Schande; vor dir sind alle meine Bedr„nger. $21$ Der Hohn hat mein Herz gebrochen, und [es] ist unheilbar; und ich habe auf Mitleid gewartet - aber [da war] keins; und auf Tr”ster, aber ich habe keine gefunden. $22$ Und sie gaben mir zur Speise Gift, und in meinem Durst tr„nkten sie mich mit Essig. $23$ Es werde ihr Tisch vor ihnen zur Falle, und den Sorglosen zum Fallstrick! $24$ Laá dunkel werden ihre Augen, daá sie nicht sehen; und laá best„ndig ihre Hften wanken! $25$ Schtte ber sie aus deine Verwnschung, und deines Zornes Glut soll sie erreichen! $26$ Ver”det sei ihr Lagerplatz, in ihren Zelten sei kein Bewohner! $27$ Denn den du geschlagen hast, haben sie verfolgt, und vom Schmerz deiner Verwundeten erz„hlen sie. $28$ Fge Schuld zu ihrer Schuld, und laá sie nicht hineinkommen in deine Gerechtigkeit! $29$ Sie sollen ausgel”scht werden aus dem Buch des Lebens und nicht eingeschrieben werden mit den Gerechten! $30$ Ich aber bin elend, und mir ist wehe; deine Rettung, o Gott, bringe mich in Sicherheit! $31$ Loben will ich den Namen Gottes im Lied und ihn erheben mit Dank. $32$ Denn es wird dem HERRN wohlgef„lliger sein als ein Stier, ein Opferstier mit H”rnern und gespaltenen Hufen. $33$ Die Sanftmtigen haben es gesehen, sie werden sich freuen; die ihr Gott sucht, euer Herz soll leben! $34$ Denn der HERR h”rt auf die Armen, und seine Gefangenen verachtet er nicht. $35$ Ihn sollen loben Himmel und Erde, die Meere, und alles, was in ihnen wimmelt! $36$ Denn Gott wird Zion retten und die St„dte Judas bauen; und sie werden dort wohnen und es besitzen. $37$ Die Nachkommen seiner Knechte werden es erben; und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen. Psalm 70 \70\ $1$ Dem Chorleiter. Von David. Zum Ged„chtnis. $2$ Eile, Gott, mich zu retten, HERR, zu meiner Hilfe! $3$ Es sollen sich sch„men und zuschanden werden, die nach meinem Leben trachten! Es sollen zurckweichen und beschimpft sein, die Gefallen haben an meinem Unglck! $4$ Sie sollen umkehren wegen ihrer Schande, die da sagen: Haha! Haha! $5$ Frohlocken und deiner sich freuen sollen alle, die dich suchen! Stets sollen sagen: `Groá ist Gott!, die dein Heil lieben. $6$ Ich aber bin elend und arm; o Gott, eile zu mir! Mein Helfer und mein Retter bist du! HERR, z”gere nicht! Psalm 71 \71\ $1$ Bei dir, HERR, habe ich mich geborgen. Laá mich niemals besch„mt werden! $2$ In deiner Gerechtigkeit rette mich und befreie mich! Neige dein Ohr zu mir und hilf mir. $3$ Sei mir ein Fels zur Wohnung, zu dem ich immer kommen kann! Du hast geboten, mich zu retten. Denn mein Fels und meine Burg bist du. $4$ Mein Gott, befreie mich aus der Hand des Gottlosen, aus der Faust des Ungerechten und des Gewaltt„tigen. $5$ Denn meine Hoffnung bist du, Herr; HERR, meine Zuversicht von meiner Jugend an. $6$ Auf dich habe ich mich gesttzt von Mutterschoáe an, vom Mutterleib hast du mich entbunden; dir gilt stets mein Lobgesang. $7$ Vielen bin ich wie ein Wunder; du aber bist meine starke Zuflucht. $8$ Mein Mund ist voll von deinem Lob, von deinem Ruhm den ganzen Tag. $9$ Verwirf mich nicht zur Zeit des Alters; beim Schwinden meiner Kraft verlaá mich nicht! $10$ Denn meine Feinde haben ber mich geredet, und die nach meinem Leben trachten, miteinander beratschlagt. $11$ Sie sagen: Gott hat ihn verlassen! Verfolgt und ergreift ihn, denn kein Retter ist da! $12$ Gott, sei nicht fern von mir; mein Gott, eile mir zur Hilfe! $13$ Zuschanden werden, vergehen sollen, die meine Seele beschuldigen; in Hohn und Schande sollen sich hllen, die mein Unglck suchen! $14$ Ich aber will best„ndig harren und all dein Lob vermehren. $15$ Mein Mund soll erz„hlen deine Gerechtigkeit, dein Retten den ganzen Tag. Denn ich kenne [ihre] Zahl nicht. $16$ Ich will kommen mit den Machttaten des Herrn HERRN. Ich will preisen deine Gerechtigkeit, dich allein. 17$ Gott! Du hast mich unterwiesen von meiner Jugend an, und bis hierher verkndige ich deine Wundertaten. $18$ Und auch bis zum Alter und bis zum Greisentum verlaá mich nicht, o Gott, bis ich verkndige deinen Arm dem [knftigen] Geschlecht, allen, die da kommen werden, deine Macht $19$ und deine Gerechtigkeit, o Gott, bis zur H”he, der du groáe Dinge getan hast, Gott, wer ist wie du? $20$ Der du uns viele und unheilvolle N”te hast sehen lassen, du wirst uns wieder beleben und uns aus den Tiefen der Erde wieder herauffhren. $21$ Du wirst meine Gr”áe mehren und dich wenden und mich tr”sten. $22$ Dann will auch ich dich preisen mit der Harfe, [preisen] deine Treue, mein Gott! Ich will dir spielen mit der Zither, du Heiliger Israels! $23$ Jubeln sollen meine Lippen, wenn ich dir spiele, und meine Seele, die du erl”st hast. $24$ Auch meine Zunge soll von deiner Gerechtigkeit reden den ganzen Tag; denn besch„mt, denn mit Scham sind bedeckt worden, die mein Unglck suchen. // Psalm 72 \72\ $1$ Von Salomo. Gott, gib dem K”nig deine Rechtssprche und deine Gerechtigkeit dem K”nigssohn, $2$ daá er dein Volk richte in Gerechtigkeit und deine Elenden nach Recht. $3$ Es m”gen dem Volk Heil tragen die Berge und die Hgel Gerechtigkeit. $4$ Er schaffe Recht den Elenden des Volkes; bringe Hilfe den Kindern des Armen, und den Unterdrcker zertrete er. $5$ Und er m”ge lange leben, solange die Sonne [scheint], solange der Mond [leuchtet], von Geschlecht zu Geschlecht. $6$ Er komme herab wie ein Regen auf die gem„hte Flur, wie Regenschauer als Befeuchtung auf das Land. $7$ In seinen Tagen wird der Gerechte blhen, und Flle von Heil [wird sein], bis der Mond nicht mehr ist. $8$ Und er m”ge herrschen von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde. $9$ Vor ihm sollen sich beugen die Bewohner der Wste, und seine Feinde sollen den Staub lecken. $10$ Die K”nige von Tarsis und den Inseln sollen Geschenke bringen, es sollen Tribute entrichten die K”nige von Scheba und Saba. $11$ Und alle K”nige sollen vor ihm niederfallen, alle Nationen ihm dienen. $12$ Denn retten wird er den Armen, der um Hilfe ruft, und den Elenden und den, der keinen Helfer hat. $13$ Er wird sich erbarmen des Geringen und des Armen, und das Leben der Armen wird er retten. $14$ Aus Bedrckung und Gewalttat wird er ihr Leben erl”sen, denn ihr Blut ist kostbar in seinen Augen. $15$ Und er soll leben, und von dem Golde Schebas wird man ihm geben; und man soll best„ndig fr ihn beten, den ganzen Tag ihn segnen. $16$ šberfluá an Getreide soll im Land sein; auf dem Gipfel der Berge soll es wogen; wie der Libanon sei seine Frucht; sie sollen hervorblhen aus der Stadt wie das Kraut der Erde. $17$ Sein Name soll ewig sein; vor der Sonne soll aufsprossen sein Name; und in ihm wird man sich segnen; alle Nationen sollen ihn glcklich preisen. $18$ Gepriesen sei Gott, der HERR, der Gott Israels. Er tut Wunder, er allein! $19$ Und gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit! Seine Herrlichkeit erflle die ganze Erde! Amen, ja Amen. $20$ Es sind zu Ende die Gebete Davids, des Sohnes Isais. DRITTES BUCH Psalm 73 \73\ $1$ Ein Psalm. Von Asaf. Frwahr, Gott ist Israel gut, denen, die reinen Herzens sind. $2$ Ich aber - fast w„ren meine Fáe ausgeglitten, beinahe h„tten gewankt meine Schritte. $3$ Denn ich beneidete die šbermtigen, als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah. $4$ Denn keine Qualen [haben sie bei] ihrem Tod, und wohlgen„hrt ist ihr Leib. $5$ In der Mhsal der Menschheit sind sie nicht, und sie werden nicht wie die [anderen] Menschen geplagt. $6$ Deshalb umgibt sie Hochmut wie ein Halsgeschmeide, Gewalttat umhllt sie wie ein Gewand. $7$ Es tritt aus dem Fett heraus ihr Auge; sie fahren daher in den Einbildungen des Herzens. $8$ Sie h”hnen und reden in Bosheit Bedrckendes, von oben herab reden sie. $9$ Sie setzen in den Himmel ihren Mund, und ihre Zunge ergeht sich auf der Erde. $10$ Deshalb wendet sich hierher sein Volk, denn Wasser in Flle wird bei ihnen geschlrft. $11$ Ja, sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen? Gibt es ein Wissen beim H”chsten? $12$ Siehe, dies sind Gottlose, und immer sorglos, erwerben sie sich Verm”gen. $13$ Frwahr, umsonst habe ich mein Herz rein gehalten und in Unschuld gewaschen meine H„nde; $14$ doch ich wurde geplagt den ganzen Tag, meine Zchtigung ist jeden Morgen da. $15$ Wenn ich gesagt h„tte: Ich will ebenso reden, siehe, so h„tte ich treulos gehandelt an dem Geschlecht deiner S”hne. $16$ Da dachte ich nach, um dies zu begreifen. Eine Mhe war es in meinen Augen, $17$ bis ich hineinging in das Heiligtum Gottes. Bedenken will ich [dort] ihr Ende. $18$ Frwahr, auf schlpfrige [Wege] stellst du sie, du l„át sie in T„uschungen fallen. $19$ Wie sind sie so pl”tzlich zum Entsetzen geworden! Sie haben ein Ende gefunden, sind umgekommen in Schrecken. $20$ Wie einen Traum nach dem Erwachen, so verachtest du, Herr, beim Aufstehen ihr Bild. $21$ Als mein Herz erbittert war und es mich in meinen Nieren stach, $22$ da war ich dumm und verstand nicht; [wie] ein Tier war ich bei dir. $23$ Doch ich bin stets bei dir. Du hast meine rechte Hand gefaát. $24$ Nach deinem Rat leitest du mich, und nachher nimmst du mich in Herrlichkeit auf. $25$ Wen habe ich im Himmel? Und auáer dir habe ich an nichts Gefallen auf der Erde. $26$ Mag auch mein Leib und mein Herz vergehen - meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig. $27$ Denn siehe, es werden umkommen die, die sich von dir fernhalten. Du bringst zum Schweigen jeden, der dir die Treue bricht. $28$ Ich aber: Gott zu nahen ist mir gut. Ich habe meine Zuversicht auf den Herrn HERRN gesetzt, zu erz„hlen alle deine Taten. Psalm 74 \74\ $1$ Ein Maskil. Von Asaf. Gott, warum hast du verworfen fr immer, [warum] raucht dein Zorn gegen die Herde deiner Weide? $2$ Gedenke an deine Gemeinde, die du erworben hast vor alters, erl”st zum Stamm deines Eigentums, an den Berg Zion, auf welchem du gewohnt hast! $3$ Erhebe deine Schritte zu den ewigen Trmmern! Alles hat der Feind im Heiligtum verwstet. $4$ Es brllen deine Widersacher inmitten deiner Versammlungsst„tte. Sie haben ihre Zeichen als Zeichen [des Sieges] gesetzt. $5$ Es sieht aus, wie wenn man Žxte emporhebt im Dickicht des Waldes. $6$ Und jetzt - deine Schnitzereien allesamt, mit Beilen und Brechstangen zerschlagen sie [sie]. $7$ Sie haben dein Heiligtum in Brand gesteckt, bis auf den Grund entweiht die Wohnung deines Namens. $8$ Sie sprachen in ihrem Herzen: Laát sie uns allesamt niederzwingen! Sie haben alle Versammlungsst„tten Gottes im Lande verbrannt. $9$ Zeichen fr uns sehen wir nicht. Kein Prophet ist mehr da, und keiner bei uns ist da, der weiá, bis wann. $10$ Bis wann, o Gott, soll h”hnen der Bedr„nger, soll der Feind deinen Namen verachten immerfort? $11$ Warum ziehst du deine Hand und deine Rechte zurck? [Zieh sie] hervor aus deinem Gewandbausch, mach ein Ende! $12$ Gott ist ja mein K”nig von alters her, der Heilstaten vollbringt auf der Erde. $13$ Du hast aufgest”rt das Meer durch deine Macht, hast zerschmettert die H„upter der Wasserungeheuer auf den Wassern. $14$ Du hast zerschlagen die K”pfe des Leviathans, gabst ihn zur Speise den Haifischen des Meeres. $15$ Du lieáest Quelle und Bach hervorquellen, immerflieáende Str”me trocknetest du aus. $16$ Dein ist der Tag, dein auch die Nacht. Den Mond und die Sonne hast du bereitet. $17$ Du hast festgelegt alle Grenzen der Erde. Sommer und Winter, du hast sie geschaffen. $18$ Denk daran: Der Feind hat geh”hnt, HERR, und ein t”richtes Volk hat deinen Namen verachtet. $19$ Gib nicht den Raubtieren hin die Seele deiner Turteltaube! Das Leben deiner Elenden vergiá nicht fr immer! $20$ Schaue hin auf den Bund! Denn die Schlupfwinkel des Landes sind voll von St„tten der Gewalttat. $21$ Laá den Unterdrckten nicht besch„mt davongehen! Den Elenden und Armen laá deinen Namen loben! $22$ Stehe auf, Gott, fhre deinen Rechtsstreit! Gedenke deiner Verh”hnung durch den Toren den ganzen Tag! $23$ Vergiá nicht die Stimme deiner Widersacher, das st„ndig aufsteigende Get”se derer, die sich gegen dich erheben. Psalm 75 \75\ $1$ Dem Chorleiter. [Nach der Melodie:] `Verdirb nicht! Ein Psalm. Von Asaf. Ein Lied. $2$ Wir preisen dich, Gott, wir preisen [dich]. Und nahe ist dein Name [denen, die] deine Wunder erz„hlen. $3$ `Wenn mein Zeitpunkt gekommen ist, werde ich gerecht richten. $4$ Wanken mag die Erde und alle ihre Bewohner, ich habe ihre S„ulen festgestellt. // $5$ Ich sprach zu den Tobenden: Tobt nicht! Und zu den Gottlosen: Erhebt nicht das Horn! $6$ Erhebt nicht zur H”he euer Horn! Redet nicht Freches mit [stolz gerecktem] Hals! $7$ Denn nicht von Osten, noch von Westen, und nicht von Sden her [kommt] Erh”hung. $8$ Denn Gott ist Richter. Diesen erniedrigt er, und jenen erh”ht er. $9$ Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN, sch„umender Wein voll Wrze. Und er schenkt daraus ein: Ja, seine Hefen mssen schlrfen, mssen trinken alle Gottlosen der Erde. $10$ Ich aber, ich will verknden ewig, ich will spielen dem Gott Jakobs. $11$ Alle H”rner der Gottlosen will ich abhauen. Es sollen erh”ht sein die H”rner des Gerechten. Psalm 76 \76\ $1$ Dem Chorleiter. Mit Saitenspiel. Ein Psalm. Von Asaf. Ein Lied. $2$ Bekannt ist Gott in Juda, in Israel ist groá sein Name. $3$ In Salem entstand seine Htte, und seine Wohnung auf dem Zion. $4$ Dort zerst”rte er des Bogens Br„nde, Schild und Schwert und Krieg. // $5$ Glanzvoller bist du, herrlicher als die Berge des Raubes. $6$ Beraubt stehen da die Starkherzigen, sie schlafen ihren Schlaf; und keiner der starken M„nner findet seine H„nde. $7$ Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinken in tiefen Schlaf Wagen wie Roá. $8$ Du, du bist furchtbar, und wer kann vor dir bestehen, sobald du zrnst! $9$ Du lieáest Gericht h”ren vom Himmel her. Die Erde frchtete sich und wurde stille, $10$ als Gott aufstand zum Gericht, um zu retten alle Demtigen auf Erden. // $11$ Denn [selbst] der Grimm des Menschen wird dich preisen; [auch noch] mit dem Rest des Grimmes wirst du dich grten. $12$ Sprecht Gelbde und erfllt sie dem HERRN, eurem Gott, alle, die ihr rings um ihn her seid. Bringt Geschenke dem Furchtbaren! $13$ Er demtigt den Geist der Frsten, er ist furchtbar den K”nigen der Erde. Psalm 77 \77\ $1$ Dem Chorleiter. Nach Jedutum. Von Asaf. Ein Psalm. $2$ Meine Stimme [ruft] zu Gott, und ich will schreien! Meine Stimme [ruft] zu Gott, daá er mir Geh”r schenke. $3$ Am Tag meiner Drangsal suchte ich den Herrn. Meine Hand war des Nachts ausgestreckt und lieá nicht ab. Meine Seele weigerte sich, getr”stet zu werden. $4$ Gedenke ich an Gott, so st”hne ich. Sinne ich nach, so verzagt mein Geist. // $5$ Du hieltest [offen] die Lider meiner Augen; ich war voll Unruhe und redete nicht. $6$ Ich durchdachte die Tage vor alters. Der Jahre der Urzeit gedachte ich. $7$ Ich sann nach des Nachts; in meinem Herzen berlegte ich, und es forschte mein Geist. $8$ Wird der Herr auf ewig verwerfen und knftig keine Gunst mehr erweisen? $9$ Ist seine Gnade fr immer zu Ende? Hat das Wort aufgeh”rt von Geschlecht zu Geschlecht? $10$ Hat Gott vergessen, gn„dig zu sein? Hat er im Zorn verschlossen seine Erbarmungen? // $11$ Da sprach ich: Das ist mein Schmerz, daá sich die Rechte des H”chsten ge„ndert hat. $12$ Ich will gedenken der Taten Jahs; ja, deiner Wunder von alters her will ich gedenken. $13$ Ich will nachdenken ber all dein Tun, und ber deine Taten will ich sinnen. $14$ Gott! Dein Weg ist im Heiligtum. Wer ist ein so groáer Gott wie unser Gott? $15$ Du bist der Gott, der Wunder tut, du hast deine St„rke kundgetan unter den V”lkern. $16$ Du hast dein Volk erl”st mit [deinem] Arm, die S”hne Jakobs und Josephs. // $17$ Dich sahen die Wasser, Gott, dich sahen die Wasser: sie bebten; ja, es erzitterten die Tiefen. $18$ Die Wolken ergossen Wasser, das Gew”lk lieá eine Stimme erschallen, und deine Pfeile fuhren hin und her. $19$ Die Stimme deines Donners war im Wirbelwind. Blitze erleuchteten die Welt. Es zitterte und bebte die Erde. $20$ Durch das Meer [fhrt] dein Weg und deine Pfade durch groáe Wasser. Doch deine Fuáspuren erkannte niemand. $21$ Wie eine Herde hast du dein Volk geleitet durch die Hand Moses und Aarons. Psalm 78 \78\ $1$ Ein Maskil. Von Asaf. H”re, mein Volk, auf meine Weisung! Neigt euer Ohr zu den Worten meines Mundes! $2$ Ich will meinen Mund ”ffnen zu einem Spruch, will hervorbringen R„tsel aus der Vorzeit. $3$ Was wir geh”rt und erfahren und unsere V„ter uns erz„hlt haben, $4$ wollen wir nicht verhehlen ihren S”hnen und dem knftigen Geschlecht erz„hlen die Ruhmestaten des HERRN und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat. $5$ Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und ein Gesetz aufgestellt in Israel und gebot unseren V„tern, sie ihren S”hnen kundzutun, $6$ damit das knftige Geschlecht sie kenne, die S”hne, die geboren werden sollten, und [auch] sie aufst„nden und sie ihren S”hnen erz„hlten. $7$ Damit sie auf Gott ihr Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht verg„áen und seine Gebote befolgten. $8$ Damit sie nicht wrden wie ihre V„ter, ein widersetzliches und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, dessen Herz nicht fest war und dessen Geist nicht treu war gegen Gott, $9$ [wie] die S”hne Ephraims, gerstete Bogenschtzen, sich wendeten am Tag des Kampfes. $10$ Sie hielten nicht den Bund Gottes und weig