Der Prophet Jeremia Berufung des Jeremia zum Propheten \1\ $1$ Worte Jeremias, des Sohnes Hilkijas, von den Priestern in Anatot im Land Benjamin, $2$ zu dem das Wort des HERRN geschah in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des K”nigs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Regierung. $3$ Und es geschah auch in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des K”nigs von Juda, bis zum Ende des elften Jahres Zedekias, des Sohnes Josias, des K”nigs von Juda, bis zur Wegfhrung Jerusalems im fnften Monat. $4$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: $5$ Ehe ich dich im Mutterschoá bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterleib hervorkamst, habe ich dich geheiligt: zum Propheten fr die Nationen habe ich dich eingesetzt. $6$ Aber ich sprach: Ach, Herr, HERR! Siehe, ich verstehe nicht zu reden, denn ich bin [zu] jung. $7$ Da sprach der HERR zu mir: Sage nicht: Ich bin [zu] jung. Denn zu allen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen, und alles, was ich dir gebiete, sollst du reden. $8$ Frchte dich nicht vor ihnen! Denn ich bin mit dir, um dich zu erretten, spricht der HERR. $9$ Und der HERR streckte seine Hand aus und rhrte meinen Mund an, und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. $10$ Siehe, ich bestelle dich an diesem Tag ber die Nationen und ber die K”nigreiche, um auszureiáen und niederzureiáen, zugrunde zu richten und abzubrechen, um zu bauen und zu pflanzen. $11$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir: Was siehst du, Jeremia? Und ich sagte: Ich sehe einen Mandelzweig. $12$ Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich werde ber meinem Wort wachen, es auszufhren. $13$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir zum zweiten Mal: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe einen siedenden Topf, dessen Oberfl„che von Norden her [geneigt] ist. $14$ Da sprach der HERR zu mir: Von Norden her wird das Unglck losbrechen ber alle Bewohner des Landes. $15$ Denn siehe, ich rufe allen Stammesgruppen in den K”nigreichen des Nordens zu, spricht der HERR, daá sie kommen, und jeder wird seinen Thron am Eingang der Tore Jerusalems aufstellen und gegen all seine Mauern ringsum und gegen alle St„dte Judas. $16$ Und ich werde meine Urteile ber sie sprechen wegen all ihrer Bosheit, daá sie mich verlassen und anderen G”ttern Rauchopfer dargebracht und sich vor den Werken ihrer H„nde niedergeworfen haben. $17$ Du aber grte deine Hften, mach dich auf und rede zu ihnen alles, was ich dir gebieten werde! Erschrick nicht vor ihnen, damit ich dich nicht vor ihnen in Schrecken setze! $18$ Und ich, siehe, ich mache dich heute zu einer befestigten Stadt und zu einer eisernen S„ule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, sowohl [gegen] die K”nige von Juda als auch seine Obersten, seine Priester und das Volk des Landes. $19$ Und sie werden gegen dich k„mpfen, dich aber nicht berw„ltigen, denn ich bin mit dir, spricht der HERR, um dich zu erretten. Israels Undankbarkeit und Untreue gegen Gott \2\ $1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir: $2$ Geh und rufe in die Ohren Jerusalems: So spricht der HERR: Ich erinnere mich - dir [zugute] - an die Treue deiner Jugendzeit, an die Liebe deiner Brautzeit, wie du hinter mir hergingst in der Wste, im unbes„ten Land. $3$ Israel war heilig dem HERRN, der Erstling seiner Ernte. Alle, die [davon] essen wollten, machten sich schuldig: Unglck kam ber sie, spricht der HERR. $4$ H”rt das Wort des HERRN, Haus Jakob und alle Sippen des Hauses Israel! $5$ So spricht der HERR: Was haben eure V„ter Unrechtes an mir gefunden, daá sie sich von mir entfernt haben und dem Nichts nachgelaufen und [selber] zu Nichts geworden sind? $6$ Und sie sagten nicht: Wo ist der HERR, der uns aus dem Land Žgypten heraufgefhrt hat, der uns leitete in der Wste, im Land der Steppe und des Abgrundes, im Land der Drre und des Dunkels, im Land, durch das niemand zieht und wo kein Mensch wohnt? $7$ Und ich brachte euch in ein Gartenland, seine Frucht und sein Bestes zu essen. Und ihr kamt hin und habt mein Land unrein gemacht, und mein Erbteil habt ihr zum Greuel gemacht. $8$ Die Priester sagten nicht: Wo ist der HERR? Und die das Gesetz handhabten, kannten mich nicht, und die Hirten haben mit mir gebrochen. Die Propheten weissagten im [Namen des] Baal und sind denen nachgelaufen, die nichts ntzen. $9$ Darum muá ich weiter mit euch rechten, spricht der HERR. Auch mit euren Kindeskindern muá ich rechten. $10$ Fahrt doch hinber zu den Inseln der Kitt„er und seht, sendet nach Kedar und gebt gut acht und seht, ob so etwas [dort je] geschehen ist! $11$ Hat irgendeine Nation die G”tter vertauscht? - Und [jene] sind nicht einmal G”tter! Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, was nichts ntzt. $12$ Entsetzt euch darber, ihr Himmel, und schaudert, erstarrt v”llig [vor Schreck]! spricht der HERR. $13$ Denn zweifach B”ses hat mein Volk begangen: Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, rissige Zisternen, die das Wasser nicht halten. $14$ Ist Israel ein Sklave, oder ist er [gar] ein Sklavensohn? Warum ist er zur Beute geworden? $15$ Jungl”wen haben ber ihm gebrllt, lieáen ihre Stimme h”ren. Sie haben sein Land zur Wste gemacht. Seine St„dte sind verbrannt und ohne Bewohner. $16$ Auch die S”hne von Nof und Tachpanhes weiden dir den Scheitel ab. $17$ Hast du dir das nicht [selbst] zugefgt, indem du den HERRN, deinen Gott, verlassen hast, als er dich auf dem Weg [durch die Wste] fhrte? $18$ Und nun, was hast du mit dem Weg nach Žgypten zu schaffen, um die Wasser des Sichor zu trinken? Und was hast du mit dem Weg nach Assur zu schaffen, um die Wasser des Stroms zu trinken? $19$ Deine [eigene] Bosheit zchtigt dich, und deine Treulosigkeiten strafen dich. Erkenne doch und sieh, daá es schlimm und bitter ist, wenn du den HERRN, deinen Gott, verl„át und wenn bei dir keine Furcht vor mir ist! spricht der HERR, der HERR der Heerscharen. $20$ Denn von jeher hast du dein Joch zerbrochen, deine Stricke zerrissen und hast gesagt: Ich will nicht dienen! Denn auf jedem hohen Hgel und unter jedem grnen Baum hast du dich hingelegt als Hure. $21$ Ich hatte dich gepflanzt als Edelrebe, lauter echtes Gew„chs. Aber wie hast du dich mir verwandelt in entartete [Reben] eines fremdartigen Weinstocks! $22$ Auch wenn du dich mit Natron wschest und viel Laugensalz n„hmst: schmutzig bleibt deine Schuld vor mir, spricht der Herr, HERR. $23$ Wie kannst du sagen: Ich habe mich nicht unrein gemacht, ich bin den Baalim nicht nachgelaufen? Sieh [doch] deinen Weg im Tal, erkenne, was du getan hast, du flinke Kamelstute, die sinnlos hin und her l„uft! $24$ Eine Wildeselin, die Wste gewohnt, - in ihrer Gier schnappt sie nach Luft; ihre Brunst, wer kann sie hemmen? Alle, die sie suchen, brauchen sich nicht mde zu laufen: in ihrer Brunstzeit werden sie sie finden. $25$ Bewahre deinen Fuá vor dem Barfuágehen und deine Kehle vor dem Durst! Aber du sprichst: `Es ist umsonst, nein! Denn ich liebe die Fremden, und ihnen laufe ich nach. $26$ Wie ein Dieb besch„mt [dasteht], wenn er ertappt wird, so muá sich das Haus Israel sch„men, sie, ihre K”nige, ihre Obersten und ihre Priester und ihre Propheten, $27$ die zum Holz sagen: Du bist mein Vater! - und zum Stein: Du hast mich geboren! Denn sie haben mir den Rcken zugekehrt und nicht das Gesicht. Aber zur Zeit ihres Unglcks sagen sie: Steh auf und rette uns! $28$ Wo sind nun deine G”tter, die du dir gemacht hast? Sie sollen aufstehen, wenn sie dich retten k”nnen zur Zeit deines Unglcks! Denn so zahlreich wie deine St„dte sind deine G”tter geworden, Juda. $29$ Warum rechtet ihr mit mir? Ihr habt alle mit mir gebrochen, spricht der HERR. $30$ Vergeblich habe ich eure S”hne geschlagen, sie haben keine Zchtigung angenommen. Euer Schwert hat eure Propheten gefressen wie ein reiáender L”we. $31$ O Generation, die ihr seid, seht das Wort des HERRN! Bin ich [denn] fr Israel eine Wste gewesen oder ein Land tiefer Finsternis? Warum spricht mein Volk: Wir laufen umher, wir kommen nicht mehr zu dir? $32$ Vergiát etwa eine Jungfrau ihren Schmuck, eine Braut ihren Grtel? Aber mein Volk hat mich vergessen seit unz„hligen Tagen. $33$ Wie gut kannst du deinen Weg einrichten, um Liebe zu suchen! Darum hast du deine Wege auch an šbeltaten gew”hnt. $34$ Ja, an den S„umen [deiner Kleider] findet sich das Blut unschuldiger Armer. Nicht beim Einbruch hast du sie ertappt. Wegen all jener Dinge [wirst du zur Rechenschaft gezogen]. $35$ Doch du sagst: Ich bin unschuldig, ja, sein Zorn hat sich von mir abgewandt. Siehe, ich werde mit dir vor Gericht treten, weil du sagst: Ich habe nicht gesndigt. $36$ Was l„ufst du so sehr, um deinen Weg zu „ndern? Auch an Žgypten wirst du zuschanden, wie du an Assur zuschanden geworden bist; $37$ auch von diesem [Land Žgypten] wirst du weggehen mit deinen H„nden auf deinem Haupt. Denn der HERR hat die verworfen, auf die [du] dein Vertrauen [setzt], und du wirst mit ihnen keinen Erfolg haben. \3\ $1$ Er spricht: Wenn ein Mann seine Frau entl„át und sie von ihm weggeht und [die Frau] eines anderen Mannes wird, darf sie wieder zu ihm zurckkehren? Wrde dieses Land nicht ganz und gar entweiht werden? Du aber hast mit vielen Liebhabern gehurt, und du solltest zu mir zurckkehren? spricht der HERR. $2$ Hebe deine Augen auf zu den kahlen H”hen und sieh! Wo bist du nicht gesch„ndet worden? An den Wegen saáest du fr sie wie ein Araber in der Wste. Und du hast das Land entweiht durch deine Hurerei und durch deine Bosheit. $3$ Darum wurden die Regengsse zurckgehalten, und es gab keinen Sp„tregen. Aber du hattest die Stirn eines Hurenweibes, hast dich geweigert, dich zu sch„men. $4$ Nicht wahr, von jetzt an rufst du mir zu: Mein Vater, der Freund meiner Jugend bist du! $5$ Wird er fr ewig grollen, wird er fr immer [Zorn] bewahren? Siehe, [so] hast du geredet und B”ses getan und hast dich durchgesetzt. Gottes Anklage gegen Israel und Juda - Ruf zur Buáe - Verheiáung der Gnade $6$ Und der HERR sprach zu mir in den Tagen des K”nigs Josia: Hast du gesehen, was Israel, die Abtrnnige, getan hat? Sie ging auf jeden hohen Berg und unter jeden grnen Baum und hurte dort. $7$ Und ich sprach: Nachdem sie das alles getan hat, wird sie zu mir zurckkehren. Aber sie kehrte nicht zurck. Und ihre treulose Schwester Juda sah es. $8$ Und sie sah [auch], daá ich Israel, die Abtrnnige, eben deshalb, weil sie die Ehe gebrochen, entlieá und ihr den Scheidebrief gab. Doch ihre Schwester Juda, die Treulose, frchtete sich nicht, sondern ging hin und trieb selbst auch Hurerei. $9$ Und es geschah, durch die Leichtfertigkeit ihrer Hurerei, entweihte sie das Land; denn sie trieb Ehebruch mit Stein und mit Holz. $10$ Und selbst bei alldem ist ihre Schwester Juda, die Treulose, nicht mit ihrem ganzen Herzen zu mir zurckgekehrt, sondern nur zum Schein, spricht der HERR. $11$ Und der HERR sprach zu mir: Israel, die Abtrnnige, hat sich gerechter erwiesen als Juda, die Treulose. $12$ Geh und rufe diese Worte aus nach Norden hin und sprich: Kehre zurck, Israel, du Abtrnnige, spricht der HERR! Ich will nicht finster auf euch blicken. Denn ich bin gtig, spricht der HERR, ich werde nicht fr ewig grollen. $13$ Nur erkenne deine Schuld, daá du mit dem HERRN, deinem Gott, gebrochen hast und unter jeden grnen Baum zu den fremden [G”ttern] hin und her gelaufen bist. Aber auf meine Stimme habt ihr nicht geh”rt, spricht der HERR. $14$ Kehrt um, ihr abtrnnigen Kinder! spricht der HERR. Denn ich bin euer Herr. Und ich werde euch nehmen, einen aus einer Stadt und zwei aus einem Geschlecht, und euch nach Zion bringen. $15$ Und ich werde euch Hirten geben nach meinem Herzen, und sie werden euch weiden mit Erkenntnis und Verstand. $16$ Und es wird geschehen, wenn ihr euch im Land vermehrt und fruchtbar seid in jenen Tagen, spricht der HERR, wird man nicht mehr sagen: `Die Bundeslade des HERRN; und sie wird keinem mehr in den Sinn kommen, und man wird nicht mehr an sie denken noch sie suchen, und sie wird nicht wiederhergestellt werden. $17$ In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron des HERRN nennen, und alle Nationen werden sich zu ihr versammeln wegen des Namens des HERRN in Jerusalem. Und sie werden nicht mehr der Verstocktheit ihres b”sen Herzens folgen. $18$ In jenen Tagen wird das Haus Juda mit dem Haus Israel [zusammen]gehen, und sie werden miteinander aus dem Land des Nordens in das Land kommen, das ich euren V„tern zum Erbteil gegeben habe. $19$ Und ich hatte [doch] gedacht: Wie will ich dich unter die S”hne aufnehmen und dir ein k”stliches Land geben, ein Erbteil, das die herrlichste Zierde der Nationen ist! Und ich meinte, ihr wrdet mir zurufen: `Mein Vater! und wrdet euch nicht [mehr] von mir abwenden. $20$ Frwahr, wie eine Frau ihren Gef„hrten treulos verl„át, so habt ihr treulos an mir gehandelt, Haus Israel, spricht der HERR. $21$ Eine Stimme h”rt man auf den kahlen H”hen, ein Weinen, ein Flehen der S”hne Israel, weil sie ihren Weg verkehrt [und] den HERRN, ihren Gott, vergessen haben. - $22$ Kehrt um, ihr abtrnnigen Kinder! Ich will eure Treulosigkeiten heilen. - Hier sind wir, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser Gott. $23$ Frwahr, trgerisch [klingt] von den Hgeln das Get”se der Berge; frwahr, [nur] im HERRN, unserm Gott, ist das Heil Israels! $24$ Denn die Schande hat den Erwerb unserer V„ter gefressen von unserer Jugend an, ihre Schafe und ihre Rinder, ihre S”hne und ihre T”chter. $25$ In unserer Schande mssen wir daliegen, und unsere Schmach bedeckt uns! Denn wir haben gegen den HERRN, unsern Gott, gesndigt, wir und unsere V„ter, von unserer Jugend an bis auf diesen Tag, und wir haben nicht auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, geh”rt. \4\ $1$Wenn du umkehrst, Israel, spricht der HERR, zu mir umkehrst und wenn du deine Scheusale von meinem Angesicht entfernst, dann brauchst du nicht mehr umherzuschweifen! $2$ Und wenn du schw”rst: So wahr der HERR lebt! - in Wahrheit, in Recht und in Gerechtigkeit, dann werden die Nationen sich in ihm segnen und sich in ihm rhmen. $3$ Denn so spricht der HERR zu den M„nnern von Juda und zu Jerusalem: Pflgt euch Neuland und s„t nicht unter die Dornen! $4$ Beschneidet euch fr den HERRN und entfernt die Vorh„ute eurer Herzen, ihr M„nner von Juda und ihr Bewohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbricht wie ein Feuer und unausl”schlich brennt wegen der Bosheit eurer Taten! Gerichtsankndigung: Der furchtbare Feind aus dem Norden $5$ Verkndigt es in Juda und laát es in Jerusalem h”ren und sagt: Stoát ins Horn auf dem Land! Ruft aus voller Kehle und sagt: Versammelt euch und laát uns in die befestigten St„dte ziehen! $6$ Richtet ein Feldzeichen auf nach Zion hin! Flieht, bleibt nicht stehen! Denn ich bringe Unglck von Norden her und einen groáen Zusammenbruch. $7$ Ein L”we steigt herauf aus seinem Dickicht, und ein Zerst”rer der Nationen bricht auf. Er zieht von seinem Ort aus, um dein Land zur Wste zu machen, deine St„dte verfallen, sind ohne Bewohner. $8$ Darum grtet euch Sacktuch um, klagt und jammert! Denn die Glut des Zornes des HERRN hat sich nicht von uns abgewandt. $9$ Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR, da wird das Herz des K”nigs und das Herz der Obersten vergehen. Und die Priester werden sich entsetzen und die Propheten erstarrt sein. $10$ Da sprach ich: Ach, Herr, HERR! Frwahr, bitter get„uscht hast du dieses Volk und Jerusalem, als du sprachst: Ihr werdet Frieden haben! - und [nun] dringt [uns] das Schwert bis an die Seele. $11$ In jener Zeit wird diesem Volk und Jerusalem gesagt werden: Ein heiáer Wind von den kahlen H”hen in der Wste kommt [gerade]wegs zur Tochter meines Volkes nicht zum Worfeln und nicht zum L„utern, [sondern] $12$ ein Wind, st„rker als dieser, wird [von] mir kommen. Nun will auch ich Gerichtsurteile ber sie sprechen. $13$ Siehe, wie Wolken zieht er herauf, und wie der Sturmwind sind seine Wagen, schneller als Adler seine Pferde. Wehe uns! Denn wir sind berw„ltigt. $14$ Wasche dein Herz rein von Bosheit, Jerusalem, damit du gerettet wirst! Wie lange sollen deine heillosen Pl„ne in deinem Innern schlummern? $15$ Denn eine Stimme berichtet von Dan her und verkndet Unheil vom Gebirge Ephraim aus. $16$ Ruft es den Nationen ins Ged„chtnis, siehe, verkndet es Jerusalem: Belagerer kommen aus einem fernen Land und lassen ihre Stimme erschallen gegen die St„dte Judas! $17$ Wie W„chter auf dem Feld sind sie ringsumher gegen Jerusalem s. Denn gegen mich ist es widerspenstig gewesen, spricht der HERR. $18$ Dein Weg und deine Taten haben dir das gebracht; das ist deine Bosheit, daá es bitter ist und bis an dein Herz dringt. $19$ Meine Eingeweide, meine Eingeweide! Ich muá mich winden. Die W„nde meines Herzens! Es tobt in mir mein Herz. Ich kann nicht schweigen. Denn du, meine Seele, h”rst den Schall des Horns, Kriegsgeschrei: $20$ Zusammenbruch ber Zusammenbruch wird ausgerufen. Denn das ganze Land ist berw„ltigt. Pl”tzlich sind meine Zelte berw„ltigt, meine Zeltdecken in einem Augenblick. $21$ Wie lange muá ich das Feldzeichen sehen, den Schall des Horns h”ren? - $22$ Denn mein Volk ist n„rrisch, mich kennen sie nicht. T”richte Kinder sind sie und unverst„ndig. Weise sind sie, B”ses zu tun; aber Gutes zu tun, verstehen sie nicht. - $23$ Ich schaue die Erde, und siehe, sie ist wst und leer, - und zum Himmel, und sein Licht ist nicht da. $24$ Ich schaue die Berge, und siehe, sie beben; und alle Hgel schwanken. $25$ Ich schaue, und siehe, kein Mensch ist da; und alle V”gel des Himmels sind entflohen. $26$ Ich schaue, und siehe, das Fruchtland ist eine Wste; und alle seine St„dte sind niedergerissen vor dem HERRN, vor der Glut seines Zornes. $27$ Denn so spricht der HERR: ™de soll das ganze Land werden; doch will ich nicht ein Ende [mit ihm] machen. $28$ Darum wird die Erde trauern, und der Himmel oben schwarz werden. Denn ich habe es geredet, ich habe beschlossen, und ich werde es nicht bereuen und nicht davon ablassen. $29$ Vor dem Geschrei der Reiter und Bogenschtzen flieht jede Stadt: sie gehen ins Dickicht und ersteigen die Felsen. Jede Stadt ist verlassen, und kein Mensch wohnt [mehr] darin. $30$ Und du, šberw„ltigte, was wirst du tun? Wenn du dich auch in Karmesin kleidest, wenn du mit goldenem Schmuck dich schmckst, wenn du deine Augen mit Schminke vergr”áerstáŠá o: vergeblich machst du dich sch”n. Die Liebhaber verschm„hen dich, sie trachten dir nach dem Leben. $31$ Denn eine Stimme wie die von einer Kreiáenden h”re ich, das Klagegeschrei wie von einer Erstgeb„renden, die Stimme der Tochter Zion. Sie seufzt, sie breitet ihre H„nde aus: Wehe mir! Denn meine Seele erliegt den M”rdern. Ursache der Strafe ber Juda und Jerusalem \5\ $1$ Durchstreift die Gassen Jerusalems, seht doch und erkundet und sucht auf ihren Pl„tzen, ob ihr jemanden findet, ob einer da ist, der Recht bt, der Treue sucht: so will ich ihr vergeben! $2$ Und wenn sie sagen: So wahr der HERR lebt! - so schw”ren sie darum doch falsch. - $3$ HERR, sind deine Augen nicht auf die Treue gerichtet? Du hast sie geschlagen, aber es hat sie nicht geschmerzt. Du hast sie aufgerieben, [aber] sie haben sich geweigert, Zucht anzunehmen. Sie haben ihr Gesicht h„rter gemacht als Fels, sie haben sich geweigert umzukehren. $4$ Ich aber, ich sagte: Nur die Geringen sind so; diese handeln t”richt, weil sie den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes, nicht kennen. $5$ Ich will doch zu den Groáen gehen und mit ihnen reden; denn sie kennen den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes. Doch sie haben alle zusammen das Joch zerbrochen, die Stricke zerrissen. $6$ Darum schl„gt sie ein L”we aus dem Wald, ein Wolf der Steppen berw„ltigt sie, ein Leopard lauert an ihren St„dten: jeder, der aus ihnen hinausgeht, wird zerrissen. Denn ihre Vergehen sind viele, zahlreich ihre Treulosigkeiten. - $7$ Weshalb sollte ich dir vergeben? Deine S”hne haben mich verlassen und schw”ren bei Nichtg”ttern. Obwohl ich sie schw”ren lieá, haben sie Ehebruch getrieben und laufen scharenweise ins Hurenhaus. $8$ Feiste, geile Pferde sind sie; sie wiehern, jeder nach der Frau seines N„chsten. $9$ Sollte ich dies nicht heimsuchen? spricht der HERR. Oder sollte sich meine Seele an einer Nation wie dieser nicht r„chen? $10$ Ersteigt seine Mauern und zerst”rt [sie]! Doch richtet [sie] nicht v”llig zugrunde! Reiát seine Ranken weg, denn dem HERRN geh”ren sie nicht! $11$ Denn das Haus Israel und das Haus Juda haben sehr treulos an mir gehandelt, spricht der HERR. $12$ Sie haben den HERRN verleugnet und gesagt: Er ist nicht da. Kein Unglck wird ber uns kommen, Schwert und Hunger werden wir nicht sehen. $13$ Und die Propheten werden zu Wind werden, und das Wort [des HERRN] ist nicht in ihnen; - aber so wird es ihnen selbst ergehen. $14$ Darum, so spricht der HERR, der Gott der Heerscharen: Weil ihr dieses Wort redet, siehe, so will ich meine Worte in deinem Mund zu Feuer machen und dieses Volk zu Holz, und es soll sie verzehren. $15$ Siehe, ich bringe ber euch eine Nation aus der Ferne, Haus Israel, spricht der HERR. Es ist eine unverwstliche Nation. Es ist eine Nation von alters her, eine Nation, deren Sprache du nicht kennst und deren Rede du nicht verstehst. $16$ Ihr K”cher ist wie ein offenes Grab. Sie sind alle Helden. $17$ Und sie wird deine Ernte verzehren und dein Brot, sie werden deine S”hne und deine T”chter verzehren. Sie wird verzehren deine Schafe und deine Rinder, verzehren deinen Weinstock und deinen Feigenbaum. Deine befestigten St„dte, auf die du dich verl„át, wird sie mit dem Schwert zerst”ren. $18$ Aber auch in jenen Tagen, spricht der HERR, werde ich nicht ein Ende mit euch machen. - $19$ Und es soll geschehen, wenn ihr sagt: Weshalb hat der HERR, unser Gott, uns dies alles getan? - dann sage zu ihnen: Genauso wie ihr mich verlassen und in eurem Land fremden G”ttern gedient habt, so sollt ihr Fremden dienen in einem Land, das euch nicht geh”rt. $20$ Verkndet das im Haus Jakob und laát es h”ren in Juda: $21$ H”rt doch dieses, t”richtes Volk ohne Verstand, die Augen haben und nicht sehen, die Ohren haben und nicht h”ren! $22$ Solltet ihr nicht mich frchten, spricht der HERR, und vor mir nicht zittern, der ich dem Meer den Sand als Grenze gesetzt habe, eine ewige Schranke, die es nicht berschreiten wird? Branden auch [seine Wogen], sie verm”gen doch nichts, und ob die Wellen brausen, sie berschreiten sie nicht. $23$ Aber dieses Volk hat ein st”rrisches und widerspenstiges Herz; sie sind abgewichen und weggegangen. $24$ Und sie haben nicht in ihrem Herzen gesagt: Laát uns doch den HERRN, unseren Gott, frchten, der Regen gibt, sowohl Frhregen als auch Sp„tregen, zu seiner Zeit; der die bestimmten Wochen der Ernte fr uns einh„lt! $25$ Eure Missetaten haben diese [Gaben] abgewendet, und eure Snden haben das Gute von euch ferngehalten. $26$ Denn in meinem Volk finden sich Gottlose. Man lauert, wie Vogelsteller sich ducken; sie stellen Fallen, fangen Menschen. $27$ Wie ein K„fig voll V”gel so sind ihre H„user voll Betrug; darum sind sie groá und reich geworden. $28$ Sie sind fett, sie sind glatt; ja, sie berschreiten das Maá der Bosheit. Das Recht fhren sie nicht aus, das Recht der Waise, daá sie es zum Erfolg fhrten; und den Rechtsanspruch der Armen setzen sie nicht durch. $29$ Sollte ich sie dafr nicht zur Rechenschaft ziehen? spricht der HERR. Oder sollte meine Seele sich nicht an einer Nation wie dieser r„chen? - $30$ Entsetzliches und Abscheuliches ist im Land geschehen: $31$ die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen auf eigene Faust, und mein Volk liebt es so. Was werdet ihr aber am Ende von [all] dem tun? Nochmalige Ankndigung des Gerichts wegen der Snden Judas \6\ $1$ Flieht, ihr S”hne Benjamin, aus Jerusalem hinaus, in Tekoa stoát ins Horn und richtet ein Signal auf ber Bet-Kerem! Denn Unheil erhebt sich drohend von Norden: ein groáer Zusammenbruch. $2$ Die Sch”ne und die Verz„rtelte vernichte ich - die Tochter Zion. $3$ šber sie kommen Hirten mit ihren Herden. Sie schlagen rings um sie her Zelte auf, weiden [sie] ab, jeder seinen Bereich. $4$ `Heiligt einen Krieg gegen sie! Macht euch auf und laát uns [noch] am Mittag hinaufziehen! - `Wehe uns! Denn der Tag hat sich geneigt, schon strecken sich die Abendschatten. $5$ `Macht euch auf und laát uns in der Nacht hinaufziehen und ihre Pal„ste zerst”ren! $6$ Denn so hat der HERR der Heerscharen gesprochen: F„llt B„ume und schttet einen Wall gegen Jerusalem auf! Sie ist die Stadt, die heimgesucht werden soll; sie ist voll Unterdrckung in ihrem Innern. $7$ Wie ein Brunnen sein Wasser quellen l„át, so l„át sie ihre Bosheit quellen. [Von] Gewalttat und Zerst”rung h”rt man in ihr, [ihre] Krankheit und [ihre] Wunden sind best„ndig vor meinem Angesicht. $8$ Laá dich zurechtweisen, Jerusalem, damit meine Seele sich nicht von dir losreiát, damit ich dich nicht zur ™de mache, zu einem unbewohnten Land! $9$ So spricht der HERR der Heerscharen: Wie am Weinstock wird man grndliche Nachlese halten am šberrest Israels. Lege noch einmal deine Hand an wie der Winzer an die Ranken! $10$ `Zu wem soll ich noch reden und wen warnen, daá sie h”ren? Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten, und sie k”nnen nicht achtgeben. Siehe, das Wort des HERRN ist ihnen zum Hohn geworden, sie haben kein Gefallen daran. $11$ Und ich bin voll von der Zornglut des HERRN, habe mich [vergeblich] abgemht, ihn zurckzuhalten. Gieáe sie aus ber die Kinder auf der Gasse und zugleich ber den Kreis der jungen M„nner! Denn Mann und Frau werden getroffen, der Alte wie der Hochbetagte. V. 12-15: Kap. 8,10-12 $12$ Und ihre H„user werden anderen bereignet, Felder und Frauen ebenfalls. Denn ich strecke meine Hand gegen die Bewohner des Landes aus, spricht der HERR. $13$ Denn von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Gr”áten machen sie alle unrechten Gewinn. Und vom Propheten bis zum Priester ben alle Falschheit, $14$ und sie heilen den Bruch der Tochter meines Volkes oberfl„chlich und sagen: Friede, Friede! - und da ist doch kein Friede. $15$ Sie werden zuschanden, weil sie Greuel verbt haben. Doch sie sch„men sich keineswegs, ja, Scham kennen sie nicht. Darum werden sie fallen, wenn alles f„llt. Zur Zeit, da ich sie heimsuche, werden sie strzen, spricht der HERR. $16$ So spricht der HERR: Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden fr eure Seelen. Aber sie sagen: Wir wollen ihn nicht gehen. $17$ Und ich habe W„chter ber euch bestellt, [die rufen]: Achtet auf den Schall des Horns! Aber sie sagen: Wir wollen nicht [darauf] achten. $18$ Darum h”rt, ihr Nationen, und erkenne, du Gemeinde, was mit ihnen [geschieht]! $19$ H”re es, Erde! Siehe, ich bringe Unheil ber dieses Volk, die Frucht ihrer Gedanken. Denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und mein Gesetz - sie haben es verworfen. $20$ Wozu soll mir denn Weihrauch aus Saba kommen und das gute Wrzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer sind mir nicht wohlgef„llig, und eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm. $21$ Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich lege diesem Volk Anst”áe [in den Weg], daá sie darber strzen, V„ter und S”hne miteinander; der Nachbar und sein N„chster kommen um. $22$ So spricht der HERR: Siehe, ein Volk kommt aus dem Land des Nordens, eine groáe Nation macht sich auf vom „uáersten Ende der Erde. $23$ Bogen und Krummschwert fhren sie, sie sind grausam und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, und auf Pferden reiten sie. Sie sind gerstet gegen dich, Tochter Zion, wie ein Mann zum Krieg. - $24$ Wir haben die Kunde von ihm vernommen: unsere H„nde sind schlaff geworden. Angst hat uns ergriffen, Wehen wie bei einer Geb„renden. - $25$ Zieh nicht hinaus aufs Feld und geh nicht auf dem Weg! Denn der Feind hat ein Schwert - Schrecken ringsum! $26$ Tochter meines Volkes, grte dir Sacktuch um und w„lze dich in Asche, trauere wie um den einzigen [Sohn]! Stimme bittere Klage an! Denn pl”tzlich wird der Verwster ber uns kommen. $27$ Ich habe dich zum Prfer in meinem Volk eingesetzt, als eine Festung, damit du ihren Weg erkennst und prfst. $28$ Sie alle sind die Widerspenstigsten der Widerspenstigen. Sie gehen als Verleumder umher, sie sind Bronze und Eisen. Alle sind sie Verderber. $29$ Versengt vom Feuer ist der Blasebalg, das Blei ist [zu Ende]. Vergebens hat man geschmolzen und geschmolzen: die B”sen sind nicht ausgeschieden worden. $30$ Verworfenes Silber nennt man sie; denn der HERR hat sie verworfen. Kein Aufhalten des Gerichts durch nur „uáerlichen Gottesdienst - Gericht ber G”tzendienst Kap. 7,1-34: Kap. 25,1-11 \7\ $1$ Das Wort, das vom HERRN zu Jeremia geschah: $2$ Stell dich in das Tor des Hauses des HERRN, rufe dort dieses Wort aus und sprich: H”rt das Wort des HERRN, ganz Juda, die ihr durch diese Tore kommt, um den HERRN anzubeten! $3$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Macht gut eure Wege und eure Taten, dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen! $4$ Und verlaát euch nicht auf Lgenworte, wenn sie sagen: Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies! $5$ Denn [nur] wenn ihr eure Wege und eure Taten wirklich gut macht, wenn ihr wirklich Recht bt untereinander, $6$ den Fremden, die Waise und die Witwe nicht unterdrckt, kein unschuldiges Blut an diesem Ort vergieát und nicht anderen G”ttern nachlauft zu eurem Unheil, $7$ dann will ich euch an diesem Ort, in dem Land, das ich euren V„tern gegeben habe, wohnen lassen von Ewigkeit zu Ewigkeit. $8$ Siehe, ihr verlaát euch auf Lgenworte, die nichts ntzen. $9$ Wie? Stehlen, morden und Ehebruch treiben, falsch schw”ren, dem Baal Rauchopfer darbringen und anderen G”ttern nachlaufen, die ihr nicht kennt! $10$ Und dann kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem Haus, ber dem mein Name ausgerufen ist, und sagt: Wir sind errettet, - um all diese Greuel [weiter] zu verben! $11$ Ist denn dieses Haus, ber dem mein Name ausgerufen ist, eine R„uberh”hle geworden in euren Augen? Doch ich, siehe, ich habe [das alles] gesehen, spricht der HERR. $12$ Denn geht doch hin zu meinem [Anbetungs]ort, der in Silo war, wo ich frher meinen Namen wohnen lieá, und seht, was ich mit ihm getan habe wegen der Bosheit meines Volkes Israel! $13$ Und nun, weil ihr all diese Taten getan habt, spricht der HERR, und ich zu euch geredet habe, frh mich aufmachend und redend, ihr aber nicht geh”rt habt, und ich euch gerufen, ihr aber nicht geantwortet habt: $14$ so werde ich mit diesem Haus, ber dem mein Name ausgerufen ist, worauf ihr euch verlaát, und mit dem Ort, den ich euch und euren V„tern gegeben, ebenso verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin. $15$ Und ich werde euch von meinem Angesicht verwerfen, so wie ich alle eure Brder, alle Nachkommen Ephraims verworfen habe. $16$ Du aber, bitte nicht fr dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet fr sie und dringe nicht in mich! Denn ich werde nicht auf dich h”ren. $17$ Siehst du nicht, was sie in den St„dten Judas und auf den Straáen von Jerusalem tun? $18$ Die Kinder lesen Holz auf, und die V„ter znden das Feuer an, und die Frauen kneten den Teig, um fr die K”nigin des Himmels Kuchen zu machen. Und anderen G”ttern spendet man Trankopfer, um mich zu kr„nken. $19$ Kr„nken sie [denn] mich, spricht der HERR, nicht [vielmehr] sich selbst zu ihrer eigenen Schande? $20$ Darum, so spricht der Herr HERR: Siehe, mein Zorn und mein Grimm wird sich ber diesen Ort ergieáen, ber die Menschen und ber das Vieh und ber die B„ume des Feldes und ber die Frucht des Landes; und er wird brennen und nicht erl”schen. $21$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Fgt [nur weiter] eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern und eát [Opfer]fleisch! $22$ Denn ich habe nicht mit euren V„tern [darber] geredet und ihnen nichts geboten ber das Brandopfer und das Schlachtopfer an dem Tag, da ich sie aus dem Land Žgypten herausfhrte; $23$ sondern dieses Wort habe ich ihnen geboten: H”rt auf meine Stimme, dann werde ich euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein! Und geht auf dem ganzen Weg, den ich euch gebiete, damit es euch wohlgeht! $24$ Aber sie haben nicht geh”rt und ihr Ohr nicht geneigt, sondern sind nach den Ratschl„gen [und] in der Verstocktheit ihres b”sen Herzens gegangen; und sie haben mir den Rcken zugekehrt und nicht das Gesicht. $25$ Von dem Tag an, da eure V„ter aus dem Land Žgypten auszogen, bis auf diesen Tag habe ich alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, t„glich frh mich aufmachend und sendend. $26$ Aber sie haben nicht auf mich geh”rt und ihr Ohr nicht geneigt. Und sie haben ihren Nacken verh„rtet, haben es schlimmer gemacht als ihre V„ter. $27$ Und wenn du all diese Worte zu ihnen redest, so werden sie [doch] nicht auf dich h”ren. Und rufst du ihnen zu, so werden sie dir nicht antworten. $28$ So sprich denn zu ihnen: Dies ist das Volk, das nicht auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, h”rt und keine Zucht annimmt! Die Treue ist verlorengegangen und aus ihrem Mund getilgt. $29$ Schere dein langes Haar und wirf es weg und erhebe Totenklage auf den kahlen H”hen! Denn der HERR hat die Generation, der er zrnt, verworfen und verstoáen. $30$ Denn die S”hne Juda haben getan, was in meinen Augen b”se ist, spricht der HERR. Sie haben ihre Scheusale in das Haus gestellt, ber dem mein Name ausgerufen ist, um es unrein zu machen. $31$ Und sie haben die H”hen des Tofet gebaut, das im Tal Ben-Hinnom ist, um ihre S”hne und ihre T”chter im Feuer zu verbrennen, was ich nicht geboten habe und mir nie in den Sinn gekommen ist. $32$ Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen Tofet noch Tal Ben-Hinnom, sondern Tal des Schlachtens. Und man muá im Tofet begraben, weil kein Platz [mehr da] ist. $33$ Und die Leichen dieses Volkes werden den V”geln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraá werden, und niemand wird sie wegscheuchen. $34$ Und ich werde in den St„dten Judas und auf den Straáen von Jerusalem die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude aufh”ren lassen, die Stimme des Br„utigams und die Stimme der Braut; denn das Land soll zu Trmmerst„tten werden. \8\ $1$ In jener Zeit, spricht der HERR, wird man die Gebeine der K”nige von Juda und die Gebeine seiner Obersten und die Gebeine der Priester und die Gebeine der Propheten und die Gebeine der Bewohner von Jerusalem aus ihren Gr„bern herausholen. $2$ Und man wird sie ausbreiten vor der Sonne und vor dem Mond und vor dem ganzen Heer des Himmels, die sie geliebt und denen sie gedient haben und denen sie nachgelaufen sind, die sie gesucht und vor denen sie sich niedergeworfen haben. Sie werden nicht [wieder] eingesammelt noch begraben werden, zu Dnger auf der Fl„che des Erdbodens sollen sie werden. $3$ Und der Tod wird dem Leben vorgezogen von dem ganzen Rest, der von diesem b”sen Geschlecht brigbleibt an allen Orten, wohin ich die šbriggebliebenen verstoáe, spricht der HERR der Heerscharen. Mangelnde Einsicht ber Treulosigkeit - Schrecken des nahenden Gerichts $4$ Und sage zu ihnen: So spricht der HERR: F„llt man denn und steht nicht [gleich] wieder auf? Oder wendet man sich ab und kehrt nicht [gern] wieder zurck? $5$ Warum kehrt sich dieses Volk Jerusalems ab in immerw„hrender Abkehr? Sie halten fest am Trug, sie weigern sich umzukehren. $6$ Ich habe achtgegeben und geh”rt: sie reden, was nicht recht ist. Da ist keiner, der seine Bosheit bereut und sagt: Was habe ich getan! Alle wenden sie sich [weiter ab] in ihrem Lauf wie ein in den Kampf strmendes Pferd. $7$ Selbst der Storch am Himmel kennt seine bestimmten Zeiten, und Turteltaube, Schwalbe und Drossel halten die Zeit ihres Kommens ein; aber mein Volk kennt das Recht des HERRN nicht. $8$ Wie k”nnt ihr sagen: Wir sind weise, und das Gesetz des HERRN ist bei uns? In der Tat! Siehe, zur Lge hat es der Lgengriffel der Schriftgelehrten gemacht. $9$ Die Weisen werden besch„mt, sie sind schreckerfllt und werden gefangen. Siehe, das Wort des HERRN haben sie verworfen. Und was fr eine Weisheit haben sie [nun]? - V. 10-12: Kap. 6,12-15 $10$ Darum werde ich ihre Frauen anderen geben, ihre Felder anderen Besitzern. Denn vom Kleinsten bis zum Gr”áten machen sie alle unrechten Gewinn, vom Propheten bis zum Priester ben sie alle Falschheit. $11$ Und den Bruch der Tochter meines Volkes heilen sie oberfl„chlich, indem sie sagen: Friede, Friede! - und da ist doch kein Friede. $12$ Sie werden zuschanden, weil sie Greuel verbt haben. Doch sie sch„men sich keineswegs, ja, Scham kennen sie nicht. Darum werden sie fallen, wenn alles f„llt. Zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie strzen, spricht der HERR. $13$ Wegnehmen, wegraffen werde ich sie, spricht der HERR. Keine Trauben sind am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum, und das Blatt ist verwelkt: so will ich ihnen [Menschen] bestellen, die sie verheeren werden. $14$ Wozu bleiben wir sitzen? Sammelt euch, und laát uns in die befestigten St„dte ziehen und dort umkommen! Denn der HERR, unser Gott, l„át uns umkommen und hat uns mit giftigem Wasser getr„nkt, weil wir gegen den HERRN gesndigt haben. $15$ Man hofft auf Frieden, und da ist nichts Gutes, auf eine Zeit der Heilung, und siehe da: Schrecken. - $16$ Von Dan her h”rt man das Schnauben seiner Pferde; vom lauten Wiehern seiner starken [Pferde] erzittert das ganze Land. Und sie kommen und fressen das Land, die St„dte und ihre Bewohner. $17$ Denn siehe, ich sende unter euch Schlangen, Vipern, gegen die es keine Beschw”rung gibt; und sie werden euch beiáen, spricht der HERR. Jeremias verzweiflungsvolle Klage ber sein Volk - Gottes Trauer um sein Volk und erneute Gerichtsankndigung $18$ Unheilbar steigt Kummer in mir auf! Mein Herz ist krank in mir. $19$ Da, horch! Geschrei der Tochter meines Volkes [kommt] aus einem fernen Land: `Ist der HERR nicht in Zion, oder ist sein K”nig nicht darin? - Warum haben sie mich gereizt durch ihre geschnitzten Bilder, durch Nichtigkeiten [aus] der Fremde? - $20$ `Vorber ist die Ernte, die Obstlese ist zu Ende, und wir sind nicht gerettet! $21$ šber dem Zusammenbruch der Tochter meines Volkes bin ich zerbrochen; ich trauere, Entsetzen hat mich ergriffen. $22$ Ist [denn] kein Balsam in Gilead oder kein Arzt dort? Ja, warum ist die Genesung der Tochter meines Volkes ausgeblieben? $23$ O daá mein Haupt Wasser w„re und mein Auge eine Tr„nenquelle, dann wollte ich Tag und Nacht die Erschlagenen der Tochter meines Volkes beweinen! \9\ $1$ O daá ich Unterkunft fr Durchreisende in der Wste h„tte, dann wrde ich mein Volk verlassen und von ihnen fortgehen! Denn sie sind alle Ehebrecher, eine Bande von Treulosen. $2$ Sie spannen ihre Zunge als ihren Bogen, [im] Lgen und nicht in der Wahrheit sind sie stark im Land. Denn sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit, mich aber erkennen sie nicht, spricht der HERR. $3$ Htet euch, ein jeder vor seinem Freund, und setzt auf keinen Bruder Vertrauen! Denn jeder Bruder treibt Hinterlist, und jeder Freund geht als Verleumder umher. $4$ Und sie betrgen einer den andern, Wahrheit reden sie nicht. Sie lehren ihre Zunge, Lgen zu reden, sie mhen sich ab, b”se zu handeln. $5$ Deine Wohnung ist mitten im Betrug. Vor [lauter] Betrug weigern sie sich, mich zu erkennen, spricht der HERR. $6$ Darum, so spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich will sie schmelzen und l„utern; denn wie sollte ich [sonst] verfahren mit der Tochter meines Volkes? $7$ Ihre Zunge ist ein m”rderischer Pfeil, man redet Betrug. Mit seinem Mund redet man Frieden zu seinem N„chsten, in seinem Innern aber legt man ihm einen Hinterhalt. $8$ Sollte ich so etwas nicht an ihnen heimsuchen? #á­áspricht der HERR. Oder sollte sich meine Seele an einer Nation wie dieser nicht r„chen? $9$ šber die Berge will ich ein Weinen und eine Totenklage erheben und ber die Weidepl„tze der Steppe ein Klagelied. Denn sie sind verbrannt, so daá niemand [mehr] hindurchzieht und man den L„rm der Herde nicht [mehr] h”rt. Sowohl die V”gel des Himmels als auch das Vieh sind geflohen, weggezogen. $10$ Und ich werde Jerusalem zu Steinhaufen machen, zur Wohnung der Schakale und werde die St„dte von Juda zur ™de machen - ohne Bewohner. V. 11-15: Kap. 16,10-13; 5Mo 29,23-27 $11$ Wer ist der weise Mann, daá er dies versteht? Und zu wem hat der Mund des HERRN geredet, daá er es mitteilt, warum das Land zugrunde geht [und] verbrannt wird wie die Wste, so daá niemand hindurchzieht? $12$ Und der HERR sprach: Weil sie mein Gesetz verlassen haben, das ich ihnen vorgelegt habe, und auf meine Stimme nicht geh”rt und nicht darin gelebt haben, $13$ sondern der Verstocktheit ihres Herzens und den Baalim nachgelaufen sind, was ihre V„ter sie gelehrt haben, $14$ darum, so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich will sie, dieses Volk, mit Wermut speisen und sie mit giftigem Wasser tr„nken $15$ und sie unter die V”lker zerstreuen, die sie nicht gekannt haben, weder sie noch ihre V„ter. Und ich will das Schwert hinter ihnen her senden, bis ich sie vernichtet habe. $16$ So spricht der HERR der Heerscharen: Gebt acht und ruft Klageweiber, daá sie kommen, und schickt zu den weisen Frauen, daá sie kommen $17$ und schnell eine Wehklage ber uns erheben, damit unsere Augen von Tr„nen flieáen und unsere Wimpern von Wasser str”men! $18$ Denn laute Wehklage wird aus Zion geh”rt: `Wie sind wir verwstet! Wir sind v”llig zuschanden geworden. Wir haben das Land verlassen mssen, denn sie haben unsere Wohnungen zerst”rt. $19$ Denn h”rt, ihr Frauen, das Wort des HERRN, und euer Ohr nehme das Wort seines Mundes auf. Und lehrt eure T”chter die Totenklage, und eine [lehre] die andere den Klagegesang: $20$ `Ja, der Tod ist durch unsere Fenster gestiegen, er ist in unsere Pal„ste gekommen, um das Kind auszurotten von der Straáe, die jungen M„nner von den Pl„tzen! $21$ Rede: So spricht der HERR: Ja, die Leichen der Menschen werden fallen wie Dnger auf die Fl„che des Feldes und wie eine Garbe hinter dem Schnitter, doch niemand sammelt. $22$ So spricht der HERR: Der Weise rhme sich nicht seiner Weisheit, und der Starke rhme sich nicht seiner St„rke, der Reiche rhme sich nicht seines Reichtums; $23$ sondern wer sich rhmt, rhme sich dessen: Einsicht zu haben und mich zu erkennen, daá ich der HERR bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit bt auf der Erde; denn daran habe ich Gefallen, spricht der HERR. $24$ Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich alle an der Vorhaut Beschnittenen heimsuchen: $25$ Žgypten und Juda und Edom und die S”hne Ammon und Moab und alle mit geschorenen [Haar]r„ndern, die in der Wste wohnen. Denn alle Nationen sind unbeschnitten, und das ganze Haus Israel hat ein unbeschnittenes Herz. Die toten G”tzen und der lebendige Gott V. 1-11: Jes 40,18-26; 44,6-21 \10\ $1$ H”rt das Wort, das der HERR zu euch redet, Haus Israel! $2$ So spricht der HERR: Gew”hnt euch nicht an den Weg der Nationen und erschreckt nicht vor den Zeichen des Himmels, [auch] wenn die Nationen vor ihnen erschrecken! $3$ Denn die Ordnungen der V”lker - ein G”tze ist es, [der sie gab]. Ja, [ihre G”tzen] sind Holz, das einer aus dem Wald geschlagen hat, ein Werk von Knstlerh„nden, mit dem Schnitzmesser [hergestellt]. $4$ Man schmckt es mit Silber und mit Gold. Mit N„geln und mit H„mmern befestigen sie es, daá es nicht wackelt. $5$ Sie sind wie eine Vogelscheuche [im] Gurkenfeld und reden nicht; sie mssen getragen werden, denn sie gehen nicht. Frchtet euch nicht vor ihnen! Denn sie tun nichts B”ses, und Gutes tun k”nnen sie auch nicht. $6$ Keiner ist dir gleich, HERR. Du bist groá, und groá ist dein Name durch [deine] Macht. $7$ Wer sollte dich nicht frchten, K”nig der Nationen? Denn [das] gebhrt dir! Denn unter allen Weisen der Nationen und in all ihren K”nigreichen ist niemand dir gleich. $8$ Sie sind allesamt dumm und t”richt; die Unterweisung der Nichtigkeiten - Holz ist sie. $9$ Dnngeschlagenes Silber wird aus Tarsis gebracht und Gold aus Ufas, ein Werk des Kunsthandwerkers und der H„nde des Goldschmieds. Violetter und roter Purpur ist ihr Gewand, sie alle sind [nur] ein Werk von Kunstfertigen. $10$ Aber der HERR ist in Wahrheit Gott. Er ist der lebendige Gott und ein ewiger K”nig. Vor seinem Grimm erbebt die Erde, und seinen Zorn k”nnen die Nationen nicht ertragen. $11$ So sollt ihr zu ihnen sagen: Die G”tter, die den Himmel und die Erde nicht gemacht haben, die werden von der Erde und unter diesem Himmel verschwinden. V. 12-16: Kap. 51,15-19 $12$ Er ist es, der die Erde gemacht hat durch seine Kraft, der den Erdkreis gegrndet durch seine Weisheit und die Himmel ausgespannt durch seine Einsicht, $13$ auf dessen Befehl sich die Menge der Wasser am Himmel ergieát, der Wolken aufsteigen l„át vom Ende der Erde, Blitze macht fr den Regen und den Wind aus seinen Kammern herausl„át. $14$ Dumm steht da jeder Mensch, ohne Erkenntnis, besch„mt jeder Goldschmied wegen des G”tterbildes. Denn Lge sind seine gegossenen Bilder, Leben haben sie nicht, $15$ Nichtigkeit sind sie, ein Werk zum Gesp”tt. Zur Zeit ihrer Heimsuchung sind sie verloren. $16$ Jakobs Anteil aber ist nicht wie diese. Denn er, [der HERR], ist es, der das All gebildet hat, und Israel ist der Stamm seines Erbteils, HERR der Heerscharen ist sein Name. Erste Ankndigung der Verbannung des Volkes - Jeremias Ergebung in Gottes Willen und Bitte um Bestrafung der Feinde Israels $17$ Raffe dein Gep„ck von der Erde zusammen, die du in der Belagerung sitzt! $18$ Denn so spricht der HERR: Siehe, ich werde diesmal die Bewohner des Landes wegschleudern und sie bedr„ngen, damit sie sie finden. - $19$ Wehe mir wegen meines Zusammenbruchs! Unheilbar ist meine Wunde. Doch ich sage: Ja, das ist meine Krankheit, und ich will sie tragen. $20$ Mein Zelt ist verwstet, und alle meine Stricke sind zerrissen. Meine Kinder sind von mir weggezogen und sind nicht mehr [da]. Da ist niemand, der noch mein Zelt ausspannt und meine Zeltdecken befestigt. $21$ Denn die Hirten sind dumm geworden und haben den HERRN nicht gesucht. Darum haben sie nicht verst„ndig gehandelt, und ihre ganze Herde hat sich zerstreut. - $22$ Horch! eine Nachricht: Siehe, sie kommt, und ein groáes Get”se vom Land des Nordens, um die St„dte Judas zur ™de zu machen, zur Wohnung der Schakale. $23$ Ich habe erkannt, HERR, daá der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht und daá es keinem, der geht, [gegeben ist,] seinen Schritt zu lenken. $24$ Zchtige mich, HERR, doch mit rechtem Maá, nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht aufreibst! $25$ Gieáe deinen Grimm ber die Nationen aus, die dich nicht kennen, und ber die Geschlechter, die deinen Namen nicht anrufen! Denn sie haben Jakob gefressen, ja, sie haben ihn gefressen und ihn vernichtet und seinen Weideplatz ”de gemacht. Bundesbruch des Volkes und Gottes Gericht \11\ $1$ Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah: $2$ H”rt auf die Worte dieses Bundes und redet zu den M„nnern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem! $3$ Und sage zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Verflucht ist der Mann, der nicht auf die Worte dieses Bundes h”rt, $4$ den ich euren V„tern geboten habe an dem Tag, da ich sie herausfhrte aus dem Land Žgypten, aus dem eisernen Schmelzofen, indem ich sprach: H”rt auf meine Stimme und handelt danach, nach allem, was ich euch gebiete, dann werdet ihr mein Volk, und ich werde euer Gott sein, $5$ damit ich den Schwur aufrechthalte, den ich euren V„tern geschworen habe: ihnen ein Land zu geben, das von Milch und Honig berflieát, wie es an diesem Tag ist! Ich antwortete und sprach: Amen, HERR! $6$ Und der HERR sprach zu mir: Rufe alle diese Worte aus in den St„dten Judas und auf den Straáen von Jerusalem und sprich: H”rt die Worte dieses Bundes und handelt danach! $7$ Denn ich habe euren V„tern eindringlich bezeugt [schon] an dem Tag, als ich sie aus dem Land Žgypten herauffhrte, bis zu diesem Tag, frh mich aufmachend und bezeugend, indem ich sprach: H”rt auf meine Stimme! $8$ Aber sie haben nicht geh”rt und ihr Ohr nicht geneigt, sondern sie lebten alle in der Verstocktheit ihres b”sen Herzens. Und ich brachte ber sie alle Worte dieses Bundes, den ich zu befolgen gebot und den sie nicht befolgt haben. $9$ Und der HERR sprach zu mir: Es hat sich eine Verschw”rung gefunden unter den M„nnern von Juda und unter den Bewohnern von Jerusalem. $10$ Sie sind zurckgekehrt zu den Snden der V„ter vor ihnen, die sich [auch schon] geweigert hatten, auf meine Worte zu h”ren. So sind [auch] sie anderen G”ttern nachgelaufen, um ihnen zu dienen. Das Haus Israel und das Haus Juda haben meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren V„tern geschlossen habe. $11$ Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich bringe Unheil ber sie, dem sie nicht entgehen k”nnen, und sie werden zu mir um Hilfe schreien, aber ich werde nicht auf sie h”ren. $12$ Und die St„dte von Juda und die Bewohner von Jerusalem werden hingehen und zu den G”ttern um Hilfe schreien, denen sie Rauchopfer dargebracht haben; aber die werden sie nicht retten zur Zeit ihres Unglcks. $13$ Denn so zahlreich wie deine St„dte sind deine G”tter geworden, Juda. Und nach der Zahl der Straáen von Jerusalem habt ihr der Schande Alt„re gesetzt, Alt„re, um dem Baal Rauchopfer darzubringen. - $14$ Du aber, bitte nicht fr dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet fr sie! Denn ich werde nicht h”ren zu der Zeit, da sie wegen ihres Unglcks zu mir rufen werden. $15$ Was hat mein Geliebter in meinem Haus zu schaffen, da sie [doch] alle [nur] R„nke schmieden? Wird heiliges [Opfer]fleisch deine Bosheit von dir wegnehmen? Dann kannst du frohlocken. $16$ Einen grnen ™lbaum mit sch”n gewachsener Frucht hatte der HERR dich genannt. Ein groáes Geprassel: Feuer hat er an ihn gelegt, und seine Žste brechen ab. $17$ Und der HERR der Heerscharen, der dich gepflanzt, hat Unheil ber dich beschlossen wegen der Bosheit des Hauses Israel und des Hauses Juda, die sie verbt haben, um mich zu reizen, indem sie dem Baal Rauchopfer darbrachten. Anschlag gegen Jeremia - Seine Frage nach Gottes Handeln und Antwort Gottes $18$ Der HERR hat es mich erkennen lassen, da erkannte ich es. Damals zeigtest du mir ihre Taten. $19$ Und ich war wie ein zutrauliches Lamm, das zum Schlachten gefhrt wird. Ich hatte nicht erkannt, daá sie Anschl„ge gegen mich planten: Laát uns den Baum mit seiner Frucht verderben und ihn aus dem Land der Lebendigen ausrotten, daá man sich nicht mehr an seinen Namen erinnert! $20$ Aber du, HERR der Heerscharen, der du gerecht richtest, Nieren und Herz prfst, laá mich deine Rache an ihnen sehen! Denn dir habe ich meine Rechtssache anvertraut. $21$ Darum, so spricht der HERR ber die M„nner von Anatot, die nach deinem Leben trachten und sagen: Du sollst nicht weissagen im Namen des HERRN, sonst wirst du durch unsere H„nde sterben! - $22$ darum, so spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich suche sie heim. Die jungen M„nner werden durchs Schwert sterben, ihre S”hne und ihre T”chter werden vor Hunger sterben, $23$ und kein šberrest wird [von] ihnen bleiben; denn ich bringe Unglck ber die M„nner von Anatot im Jahr ihrer Heimsuchung. \12\ $1$ Du bleibst im Recht, HERR, wenn ich mit dir einen Rechtsstreit fhre. Dennoch m”chte ich Rechtssachen mit dir bereden: Warum ist der Weg der Gottlosen erfolgreich, [warum] haben Ruhe alle, die Treulosigkeit ben? $2$ Du hast sie gepflanzt, sie haben auch Wurzel geschlagen; sie wachsen, tragen auch Frucht. Nahe bist du in ihrem Mund, doch fern von ihren Nieren. $3$ Du aber, HERR, du kennst mich, du siehst mich und prfst mein Herz, [wie es] zu dir [steht]. Reiáe sie fort wie Schafe zur Schlachtung und weihe sie fr den Tag des Abschlachtens! $4$ Wie lange soll das Land vertrocknen und das Kraut des ganzen Feldes welken? Wegen der Bosheit seiner Bewohner sind Vieh und V”gel zugrunde gegangen; denn sie sagen: Er wird unser Ende nicht sehen. - $5$ Wenn du mit Fuág„ngern l„ufst und sie dich [schon] ermden, wie willst du [dann] mit Pferden um die Wette laufen? Und wenn du dich [nur] im Land des Friedens sicher fhlst, wie willst du es [dann] machen in der Pracht des Jordan? $6$ Denn auch deine Brder und das Haus deines Vaters, auch sie sind treulos gegen dich, auch sie rufen dir nach aus voller Kehle. Glaube ihnen nicht, wenn sie freundlich mit dir reden! Klage Gottes ber sein Gericht - Ankndigung des Heils fr Israel und die V”lker $7$ Ich habe mein Haus verlassen, mein Erbteil verstoáen, ich habe den Liebling meiner Seele in die Hand seiner Feinde gegeben. $8$ Mein Erbteil ist mir geworden wie ein L”we im Wald. Es hat seine Stimme gegen mich erhoben, darum hasse ich es. $9$ Ist mir mein Erbteil [etwa] ein bunter Raubvogel, so daá [andere] Raubv”gel ringsum ber ihn [herfallen]? Auf! Versammelt alle Tiere des Feldes, bringt sie zum Fressen herbei! $10$ Viele Hirten haben meinen Weinberg verdorben, meinen Acker zertreten; sie haben meinen kostbaren Acker zur wsten Ein”de gemacht. $11$ Man hat es zur Ein”de gemacht: ver”det trauert es vor mir. Das ganze Land ist ver”det, weil niemand es zu Herzen nahm. $12$ šber alle kahlen H”hen in der Steppe sind Verwster gekommen. Denn ein Schwert des HERRN friát von einem Ende des Landes bis zum anderen Ende des Landes: Kein Friede allem Fleisch! $13$ Sie haben Weizen ges„t und Dornen geerntet; sie haben sich abgemht, nichts ausgerichtet. So werdet zuschanden an euren Ertr„gen vor der Glut des Zornes des HERRN! $14$ So spricht der HERR: šber alle meine b”sen Nachbarn, die das Erbteil antasten, das ich mein Volk Israel habe erben lassen: Siehe, ich werde sie aus ihrem Land herausreiáen, und das Haus Juda werde ich aus ihrer Mitte ausreiáen. $15$ Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, werde ich mich wieder ber sie erbarmen und sie zurckbringen, einen jeden in sein Erbteil und einen jeden in sein Land. $16$ Und es soll geschehen, wenn sie die Wege meines Volkes wirklich lernen, so daá sie bei meinem Namen schw”ren: `So wahr der HERR lebt! # wie sie mein Volk gelehrt haben, beim Baal zu schw”ren, so sollen sie mitten in meinem Volk aufgebaut werden. $17$ Wenn sie aber nicht h”ren, dann werde ich eine solche Nation endgltig ausreiáen und verloren geben, spricht der HERR. Gerichtsdrohung in Sinnbildern und Warnreden \13\ $1$ So hat der HERR zu mir gesprochen: Geh und kaufe dir einen leinenen Hftschurz und lege ihn um deine Hften! Aber ins Wasser sollst du ihn nicht bringen. $2$ Und ich kaufte den Hftschurz nach dem Wort des HERRN und legte ihn um meine Hften. $3$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir zum zweiten Mal: $4$ Nimm den Hftschurz, den du gekauft hast, der um deine Hften ist, und mach dich auf, geh an den Euphrat und verbirg ihn dort in einer Felsspalte! $5$ Da ging ich hin und verbarg ihn am Euphrat, wie der HERR mir geboten hatte. $6$ Und es geschah am Ende von vielen Tagen, da sprach der HERR zu mir: Mach dich auf, geh an den Euphrat und hole von dort den Hftschurz, den dort zu verbergen ich dir geboten habe! $7$ Da ging ich an den Euphrat und grub und nahm den Hftschurz von der Stelle, wo ich ihn verborgená­áhatte; und siehe, der Hftschurz war verdorben, taugte zu gar nichtsá­ámehr. - $8$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir: $9$ So spricht der HERR: So werde ich den Hochmut Judas und den groáen Hochmut Jerusalems verderben. $10$ Dieses b”se Volk, das sich weigert, meine Worte zu h”ren, das da lebt in der Verstocktheit seines Herzens und anderen G”ttern nachl„uft, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen: es soll werden wie dieser Hftschurz, der zu gar nichts taugt. $11$ Denn ebenso wie der Hftschurz sich an die Hften eines Mannes anschlieát, so hatte ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda an mich angeschlossen, spricht der HERR, damit sie mir zum Volk und zum Ruhm und zum Preis und zum Schmuck seien; aber sie haben nicht geh”rt. $12$ Und [nun] sage dieses Wort zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Jeder Krug wird mit Wein gefllt. Und wenn sie zu dir sagen: Wissen wir nicht sehr wohl, daá jeder Krug mit Wein gefllt wird? - $13$ dann sage ihnen: So spricht der HERR: Siehe, ich werde alle Bewohner dieses Landes und die K”nige, die auf dem Thron Davids sitzen, und die Priester und die Propheten und alle Bewohner von Jerusalem mit Trunkenheit erfllen. $14$ Und ich werde sie zerschmettern, einen am anderen, die V„ter zusammen mit den Kindern, spricht der HERR. Ich werde kein Mitleid haben noch [sie] schonen, noch mich erbarmen, daá ich sie nicht verderbe. $15$ H”rt und nehmt zu Ohren, berhebt euch nicht! Denn der HERR hat geredet. $16$ Gebt dem HERRN, eurem Gott, Ehre, bevor er es finster macht und bevor eure Fáe sich an Bergen der D„mmerung stoáen und ihr auf Licht wartet und er es in Finsternis verwandelt und zur Dunkelheit macht. $17$ Wenn ihr aber nicht h”rt, wird meine Seele im Verborgenen weinen wegen [eures] Hochmuts. Und bitter weinen wird mein Auge und von Tr„nen flieáen, weil die Herde des HERRN gefangen weggefhrt wird. $18$ Sprich zum K”nig und zur Herrin: Setzt euch tief herunter! Denn von euren H„uptern ist herabgesunken die Krone eurer Herrlichkeit. $19$ Die St„dte des Sdens sind verschlossen, und niemand ”ffnet. Ganz Juda wird weggefhrt, vollst„ndig weggefhrt. $20$ Erhebt eure Augen und seht, wie [die Feinde] von Norden kommen! Wo ist die Herde, die dir gegeben war, deine herrlichen Schafe? $21$ Was wirst du sagen, wenn er [deine] Liebhaber - du hast sie ja selbst an dich gew”hnt - als Oberhaupt ber dich setzen wird? Werden dich nicht Wehen ergreifen wie eine Frau, die gebiert? $22$ Und wenn du in deinem Herzen sagst: Warum ist mir dies zugestoáen? - wegen der Gr”áe deiner Schuld sind deine S„ume aufgedeckt und deine Fersen miáhandelt worden. $23$ Kann ein Schwarzer seine Haut „ndern, ein Leopard seine Flecken? [Dann] k”nntet auch ihr Gutes tun, die ihr an B”sestun gew”hnt seid. $24$ So werde ich sie zerstreuen wie Strohstoppeln, die vor dem Wind der Wste dahinfahren. $25$ Das ist dein Los, dein von mir zugemessenes Teil, spricht der HERR, weil du mich vergessen und auf Lge vertraut hast. $26$ Und so werde auch ich deine S„ume hochheben ber dein Gesicht, daá deine Schande gesehen wird. $27$ Dein Ehebrechen und dein Wiehern, die Schandtat deiner Hurerei auf den Hgeln [und] im Feld: deine Greuel habe ich gesehen. Wehe dir, Jerusalem! Du wirst nicht rein werden, - wie lange wird es noch dauern? Mehrmalige Abweisung der Frbitte des Propheten \14\ $1$ Was als Wort des HERRN zu Jeremia geschah aus Anlaá der Drre: $2$ Juda trauert, und seine Tore welken dahin, sie liegen in Trauer am Boden, und Jerusalems Klagegeschrei steigt empor. $3$ Seine M„chtigen schicken ihre Untergebenen nach Wasser. Sie kommen zu den Zisternen [und] finden kein Wasser, sie kommen mit leeren H„nden zurck mit ihren Gef„áen; sie sind entt„uscht und besch„mt und verhllen ihr Haupt. $4$ Wegen des Erdbodens, der zerbrochen ist, weil kein Regen im Land ist, sind die Bauern besch„mt [und] verhllen ihr Haupt. $5$ Ja, auch die Hirschkuh auf dem Feld gebiert und l„át ihr [Kalb im Stich]; denn kein Gras ist da. $6$ Und die Wildesel stehen auf den kahlen H”hen, schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erl”schen, denn kein Kraut ist da. $7$ Wenn unsere Snden gegen uns aussagen, HERR, so handle um deines Namens willen [gn„dig an uns]! Denn zahlreich sind unsere Treulosigkeiten; gegen dich haben wir gesndigt. $8$ Du Hoffnung Israels, sein Retter in der Zeit der Bedr„ngnis, warum willst du wie ein Fremdling im Land sein und wie ein Wanderer, der [nur] zum šbernachten eingekehrt ist? $9$ Warum willst du wie ein erschrockener Mann sein, wie ein Held, der nicht zu retten vermag? Du bist doch in unserer Mitte, HERR, und ber uns ist dein Name ausgerufen. Verlaá uns nicht! $10$ So spricht der HERR zu diesem Volk: Umherzuschweifen, so liebten sie es, sie hielten ihre Fáe nicht zurck. Und der HERR hat kein Gefallen an ihnen: nun wird er an ihre Missetaten denken und ihre Snden heimsuchen. - $11$ Und der HERR sprach zu mir: Bitte nicht fr dieses Volk zum Guten! $12$ Wenn sie fasten, werde ich nicht auf ihr Flehen h”ren. Und wenn sie Brandopfer und Speisopfer opfern, werde ich kein Gefallen an ihnen haben; sondern ich werde sie durch das Schwert und durch den Hunger und durch die Pest vernichten. $13$ Und ich sprach: Ach, Herr, HERR! Siehe, die Propheten sagen zu ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen, und Hunger wird euch nicht treffen, sondern ich werde euch einen best„ndigen Frieden geben an diesem Ort. $14$ Und der HERR sprach zu mir: Die Propheten weissagen Lge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt und sie nicht beauftragt - auch nicht zu ihnen geredet. Sie weissagen euch Lgengesicht, Wahrsagerei, Nichtiges und den Trug ihres Herzens. $15$ Darum, so spricht der HERR: šber die Propheten, die in meinem Namen weissagen - und ich habe sie doch nicht gesandt -, die sagen: `Weder Schwert noch Hunger wird es in diesem Land geben, diese Propheten sollen durch das Schwert und durch den Hunger umkommen. $16$ Und das Volk, dem sie weissagen, soll, von Hunger und Schwert hingeworfen, auf den Straáen von Jerusalem daliegen, und niemand wird sie begraben, sie, ihre Frauen, ihre S”hne und ihre T”chter. Und ich werde ihre Bosheit ber sie ausschtten. $17$ Und du sollst dieses Wort zu ihnen sagen: Nacht und Tag flieáen meine Augen von Tr„nen und kommen nicht zur Ruhe. Denn die Jungfrau, die Tochter meines Volkes, liegt mit schwerer Verletzung, mit einer sehr schmerzenden Wunde zerbrochen [da]. $18$ Wenn ich aufs Feld hinausgehe, siehe da: vom Schwert Durchbohrte! Und wenn ich in die Stadt komme, siehe da: Hungerkrankheiten! Ja, sowohl Propheten als auch Priester ziehen im Land umher und wissen keinen Rat. $19$ Hast du Juda ganz und gar verworfen? Oder verabscheut deine Seele Zion? Warum hast du uns geschlagen, so daá keine Heilung fr uns da ist? Man hofft auf Frieden, und da ist nichts Gutes, und auf die Zeit der Heilung, und siehe da: Schrecken. $20$ HERR, wir kennen unsere Gottlosigkeiten, die Schuld unserer V„ter; denn wir haben gegen dich gesndigt. $21$ Um deines Namens willen verschm„he uns nicht! Entehre nicht den Thron deiner Herrlichkeit! Denk [an uns], mache deinen Bund mit uns nicht ungltig! $22$ Gibt es unter den Nichtigkeiten der Nationen Regenspender, oder kann der Himmel [von selbst] Regengsse geben? Bist du es nicht, HERR, unser Gott? Wir hoffen auf dich; denn du, du hast dies alles gemacht.  \15\ $1$ Und der HERR sprach zu mir: Selbst wenn Mose und Samuel vor mir st„nden, wrde [sich] meine Seele nicht zu diesem Volk [wenden]. Treibe sie von meinem Angesicht weg, daá sie fortgehen. $2$ Und es soll geschehen, wenn sie zu dir sagen: Wohin sollen wir gehen? - dann sage zu ihnen: So spricht der HERR: Wer zum Tod [bestimmt ist, gehe] zum Tod; und wer zum Schwert, zum Schwert; und wer zum Hunger, zum Hunger; und wer zur Gefangenschaft, zur Gefangenschaft. $3$ Denn ich bestelle ber sie vier Arten [von Verderben], spricht der HERR: das Schwert zum Umbringen und die Hunde zum Herumzerren und die V”gel des Himmels und die Tiere der Erde zum Fressen und zum Vertilgen. $4$ Und ich will sie zum Entsetzen machen fr alle K”nigreiche der Erde um Manasses willen, des Sohnes Hiskias, des K”nigs von Juda, wegen [all] dessen, was er in Jerusalem getan hat. - $5$ Denn wer wird mit dir Mitleid haben, Jerusalem, und wer dir Beileid bekunden, und wer wird [bei dir] einkehren, um nach deinem Wohlergehen zu fragen? $6$ Du hast mich verworfen, spricht der HERR, du hast mir den Rcken zugekehrt. So werde ich meine Hand gegen dich ausstrecken und dich zugrunde richten. Ich bin es mde, Mitleid zu haben. $7$ Und ich werde sie mit der Worfschaufel zu den Toren des Landes hinausworfeln. Ich werde mein Volk kinderlos machen, es verloren geben. Sie sind von ihren Wegen nicht umgekehrt. $8$ Ihre Witwen werden mir zahlreicher sein als der Sand der Meere. Ich bringe ihnen ber die Mutter am [hellen] Mittag einen Verwster, lasse pl”tzlich Aufregung und Entsetzen auf sie fallen. $9$ Sie welkt dahin, die [einst] sieben [S”hne] gebar; sie haucht ihre Seele aus. Ihre Sonne ist untergegangen, als es noch Tag war; sie ist zuschanden und [in ihrer Hoffnung] get„uscht worden. Den šberrest von ihnen werde ich dem Schwert ausliefern vor ihren Feinden, spricht der HERR. Jeremias Hadern mit Gott ber seine Aufgabe - Zurechtweisung durch Gott $10$ Wehe mir, meine Mutter, daá du mich geboren hast, einen Mann des Streites und einen Mann des Zankes fr das ganze Land! Ich habe weder verliehen, noch hat man mir geliehen; [dennoch] fluchen mir alle. - $11$ Der HERR spricht: Wenn ich dich nicht zum Guten st„rken, wenn ich nicht machen werde, daá dich der Feind zur Zeit des Unglcks und zur Zeit der Bedr„ngnis anfleht! $12$ Kann man Eisen zerbrechen - Eisen aus dem Norden - und Bronze zerbrechen? $13$ Dein Verm”gen und deine Sch„tze will ich zur Plnderung dahingeben ohne Kaufpreis, und zwar wegen all deiner Snden, und [zwar] in deinem ganzen Gebiet. $14$ Und ich werde deine Feinde in ein Land bringen lassen, das du nicht kennst. Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn, ber euch wird es brennen. $15$ HERR, du weiát es ja. Denk an mich und nimm dich meiner an und r„che mich an meinen Verfolgern! Raffe mich nicht weg nach deiner Langmut! Erkenne, daá ich um deinetwillen Schmach trage! $16$ Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens; denn dein Name ist ber mir ausgerufen, HERR, Gott der Heerscharen. $17$ Nie saá ich im Kreis der Scherzenden und war fr”hlich. Wegen deiner Hand saá ich allein, weil du mich mit [deinem] Grimm erfllt hast. $18$ Warum ist mein Schmerz dauernd [da] und meine Wunde unheilbar? Sie will nicht heilen. Ja, du bist fr mich wie ein trgerischer Bach, wie Wasser, die nicht zuverl„ssig sind. - $19$ Darum, so spricht der HERR: Wenn du umkehrst, will ich dich umkehren lassen, daá du vor mir stehst. Und wenn du Edles vorbringst und nicht Gemeines absonderst, sollst du wie mein Mund sein. Sie sollen zu dir umkehren, du aber sollst nicht zu ihnen umkehren. $20$ Und ich werde dich fr dieses Volk zu einer festen, ehernen Mauer machen, und sie werden gegen dich k„mpfen, aber dich nicht berw„ltigen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten und dich zu befreien, spricht der HERR. $21$ Und ich werde dich aus der Hand der B”sen befreien und dich aus der Faust der Gewaltt„tigen erl”sen. Jeremias Ehelosigkeit als Hinweis auf die angekndigte Gefangenschaft des Volkes \16\ $1$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir: $2$ Du sollst dir keine Frau nehmen und weder S”hne noch T”chter haben an diesem Ort. $3$ Denn so spricht der HERR ber die S”hne und ber die T”chter, die an diesem Ort geboren werden, und ber ihre Mtter, die sie geb„ren, und ber ihre V„ter, die sie zeugen in diesem Land: $4$ sie sollen an t”dlichen Krankheiten sterben, sie sollen nicht beklagt noch begraben werden, zu Dnger auf der Fl„che des Erdbodens sollen sie werden. Und durch Schwert und durch Hunger sollen sie umkommen, und ihre Leichen sollen den V”geln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraá dienen. $5$ Denn so spricht der HERR: Geh nicht in ein Haus der Klage, geh nicht hin, um zu klagen, und bekunde ihnen kein Beileid! Denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, spricht der HERR, die Gnade und das Erbarmen. $6$ Groáe und Kleine werden in diesem Land sterben, ohne begraben zu werden. Und man wird nicht um sie trauern und sich ihretwegen nicht ritzen und sich ihretwegen nicht kahl scheren. $7$ Und man wird ihnen nicht [Brot] brechen bei der Trauer, um jemanden wegen eines Toten zu tr”sten, noch wird man sie den Becher des Trostes trinken lassen wegen jemandes Vater und wegen jemandes Mutter. $8$ Auch in ein Haus, [in dem] ein Gastmahl [stattfindet], sollst du nicht gehen, um bei ihnen zu sitzen, zu essen und zu trinken. $9$ Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich werde an diesem Ort vor euren Augen und in euren Tagen aufh”ren lassen die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Br„utigams und die Stimme der Braut. V. 10-13: Kap. 9,11-15 $10$ Und es soll geschehen, wenn du diesem Volk all diese Worte verkndigst, und sie zu dir sagen: Warum hat der HERR all dieses groáe Unheil ber uns ausgesprochen? Was ist unsere Schuld und was unsere Snde, die wir gegen den HERRN, unseren Gott, begangen haben? - $11$ dann sollst du zu ihnen sagen: Weil eure V„ter mich verlassen haben, spricht der HERR, und anderen G”ttern nachgelaufen sind und ihnen gedient und sich vor ihnen niedergeworfen, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht beachtet haben, $12$ und ihr es [noch] schlimmer getrieben habt als eure V„ter, - und siehe, ihr folgt ein jeder der Verstocktheit seines b”sen Herzens, ohne auf mich zu h”ren -: $13$ so werde ich euch aus diesem Land wegschleudern in ein Land, das ihr nicht kennt, weder ihr noch eure V„ter. Dort werdet ihr anderen G”ttern dienen Tag und Nacht, weil ich euch keine Gnade schenke. $14$ Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der HERR lebt, der die S”hne Israel aus dem Land Žgypten heraufgefhrt hat! - $15$ sondern: So wahr der HERR lebt, der die S”hne Israel aus dem Land des Nordens heraufgefhrt hat und aus all den L„ndern, wohin er sie vertrieben hatte! Und ich werde sie in ihr Land zurckbringen, das ich ihren V„tern gegeben habe. $16$ Siehe, ich will zu vielen Fischern senden, spricht der HERR, die sollen sie fischen. Und danach will ich zu vielen J„gern senden, die sollen sie jagen von jedem Berg und von jedem Hgel und aus den Felsenklften. $17$ Denn meine Augen sind auf alle ihre Wege [gerichtet]. Sie sind vor mir nicht verborgen, und ihre Schuld ist nicht verhllt vor meinen Augen. $18$ Doch zuerst will ich ihre Schuld und ihre Snde zweifach vergelten, weil sie mein Land mit dem Aas ihrer abscheulichen [Opfertiere] entweiht und mein Erbteil mit ihren Greueln erfllt haben. $19$ HERR, meine St„rke und mein Schutz und meine Zuflucht am Tag der Bedr„ngnis! Zu dir werden Nationen kommen von den Enden der Erde und sagen: Nur Lge haben unsere V„ter geerbt, Nichtigkeiten; und unter ihnen ist keiner, der etwas ntzt. $20$ Kann [denn] ein Mensch sich G”tter machen? Das sind doch keine G”tter! $21$ Darum siehe, ich werde sie zur Erkenntnis bringen. Diesmal werde ich sie meine Hand und meine Macht erkennen lassen; und sie werden erkennen, daá mein Name HERR ist. Bestrafung Judas wegen G”tzendienst, wegen Vertrauen auf Menschen und wegen Betrug \17\ $1$ Die Snde Judas ist geschrieben mit eisernem Griffel, mit diamantener Spitze; sie ist eingegraben in die Tafel ihres Herzens und an die H”rner eurer Alt„re. $2$ Wie an ihre Kinder so denken sie an ihre Alt„re und ihre Ascherim bei den grnen B„umen, auf den hohen Hgeln, $3$ [auf den] Bergen im Gefilde. Dein Verm”gen, alle deine Sch„tze werde ich zur Plnderung preisgeben, [auch] deine H”hen, um der Snde willen, [die] in deinem ganzen Gebiet [begangen wurde]. $4$ Und du wirst, und zwar durch dich selbst, dein Erbteil loslassen mssen, das ich dir gegeben habe, und ich werde dich zum Sklaven deiner Feinde machen in einem Land, das du nicht kennst. Denn ihr habt ein Feuer angezndet in meinem Zorn, es wird ewig brennen. $5$ So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom HERRN weicht! $6$ Er wird sein wie ein kahler [Strauch] in der Steppe und nicht sehen, daá Gutes kommt. Und an drren St„tten in der Wste wird er wohnen, in einem salzigen Land, [wo sonst] niemand wohnt. $7$ Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist! $8$ Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht frchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grn, im Jahr der Drre ist er unbekmmert, und er h”rt nicht auf, Frucht zu tragen. $9$ Trgerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus? $10$ Ich, der HERR, [bin es], der das Herz erforscht und die Nieren prft, und zwar um einem jeden zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Taten. - $11$ [Wie] ein Rebhuhn, das brtet, ohne gelegt zu haben, [so] ist, wer Reichtum erwirbt, aber nicht mit Recht: in der Mitte seiner Tage muá er ihn lassen, und an seinem Ende wird er ein Tor sein. $12$ Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anbeginn, St„tte unseres Heiligtums! $13$ Hoffnung Israels, HERR! Alle, die dich verlassen, werden zuschanden werden. - Und die von mir abweichen, werden in die Erde geschrieben werden; denn sie haben den HERRN, die Quelle lebendigen Wassers, verlassen. $14$ Heile mich, HERR, so werde ich geheilt! Rette mich, so werde ich gerettet! Denn du bist mein Ruhm. $15$ Siehe, sie sagen zu mir: Wo ist das Wort des HERRN? Es soll doch kommen! $16$ Ich aber habe mich dem Hirtendienst nicht entzogen und habe den unheilvollen Tag nicht herbeigewnscht; du kennst es ja. Was aus meinen Lippen hervorging, war vor deinem Angesicht. $17$ Werde mir nicht zum Schrecken! Du bist [doch] meine Zuflucht am Tag des Unglcks! $18$ Laá meine Verfolger zuschanden werden, aber mich laá nicht zuschanden werden! Laá sie schreckerfllt sein, aber mich laá nicht schreckerfllt sein! Bringe ber sie den Tag des Unglcks, und mit doppelter Zerschmetterung zerschmettere sie! Verheiáung im Blick auf Sabbatheiligung $19$ So spricht der HERR zu mir: Geh und stell dich in das Tor der S”hne des Volkes, durch das die K”nige von Juda einziehen und durch das sie ausziehen, und in alle Tore Jerusalems $20$ und sage zu ihnen: H”rt das Wort des HERRN, ihr K”nige von Juda und ganz Juda und alle Bewohner von Jerusalem, die ihr durch diese Tore einzieht! $21$ So spricht der HERR: Htet euch bei eurem Leben, daá ihr am Tag des Sabbats keine Last tragt und durch die Tore Jerusalems hereinbringt! $22$ Und ihr sollt am Tag des Sabbats keine Last aus euren H„usern herausbringen und sollt keinerlei Arbeit tun! Sondern heiligt den Tag des Sabbats, wie ich euren V„tern geboten habe! $23$ Aber sie haben nicht geh”rt und ihr Ohr nicht geneigt, [sondern] sie haben ihren Nacken verh„rtet, um nicht zu h”ren und keine Zucht anzunehmen. $24$ Und es wird geschehen, wenn ihr wirklich auf mich h”rt, spricht der HERR, so daá ihr am Tag des Sabbats keine Last durch die Tore dieser Stadt hereinbringt und ihr den Tag des Sabbats heiligt, indem ihr keinerlei Arbeit an ihm tut, $25$ dann werden durch die Tore dieser Stadt K”nige und Oberste einziehen, die auf dem Thron Davids sitzen, mit Wagen und Pferden fahren, sie und ihre Obersten, die M„nner von Juda und die Bewohner von Jerusalem; und diese Stadt wird ewig bewohnt werden. $26$ Dann werden [Leute] kommen aus den St„dten Judas und aus der Umgebung von Jerusalem, aus dem Land Benjamin, aus der Niederung, vom Gebirge und aus dem Sden, die Brandopfer, Schlachtopfer, Speisopfer und Weihrauch bringen und die Lob[opfer] bringen in das Haus des HERRN. $27$ Wenn ihr aber nicht auf mich h”rt, den Tag des Sabbats heilig zu halten und keine Last zu tragen und nicht durch die Tore Jerusalems einzugehen am Tag des Sabbats, dann werde ich Feuer in seinen Toren anznden, und es wird die Pal„ste Jerusalems verzehren und nicht verl”schen. T”pferarbeit als Sinnbild fr Gottes Handeln \18\ $1$ Das Wort, das durch den HERRN zu Jeremia geschah: $2$ Mache dich auf und geh in das Haus des T”pfers hinab, und dort werde ich dich mein Wort h”ren lassen! $3$ Und ich ging in das Haus des T”pfers hinab, und siehe, er war [gerade] mit einer Arbeit auf der Scheibe besch„ftigt. $4$ Und das Gef„á, das er aus dem Ton machte, miáriet in der Hand des T”pfers. Und er machte wieder ein anderes Gef„á daraus, wie es in den Augen des T”pfers recht war zu tun. $5$ Und das Wort des HERRN geschah zu mir: $6$ Kann ich mit euch nicht ebenso verfahren wie dieser T”pfer, Haus Israel? spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in der Hand des T”pfers so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel. $7$ Einmal rede ich ber ein Volk und ber ein K”nigreich, es ausreiáen, niederbrechen und zugrunde richten [zu wollen]. $8$ Kehrt aber jenes Volk, ber das ich geredet habe, von seiner Bosheit um, lasse ich mich des Unheils gereuen, das ich ihm zu tun gedachte. $9$ Und ein anderes Mal rede ich ber ein Volk und ber ein K”nigreich, es bauen und pflanzen zu wollen. $10$ Tut es aber, was in meinen Augen b”se ist, indem es auf meine Stimme nicht h”rt, so lasse ich mich des Guten gereuen, das ich ihm zu erweisen zugesagt habe. $11$ Und nun rede zu den M„nnern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem und sage: So spricht der HERR: Siehe, ich bereite ein Unglck gegen euch vor und plane einen Anschlag gegen euch! Kehrt doch um, jeder von seinem b”sen Weg, und bessert eure Wege und eure Taten! $12$ Aber sie sagen: Es ist umsonst. Wir wollen vielmehr unseren Gedanken nachgehen, und jeder [kann nach] der Verstocktheit seines b”sen Herzens handeln. $13$ Darum, so spricht der HERR: Fragt doch unter den Nationen! Wer hat je so etwas geh”rt? Ganz Abscheuliches hat die Jungfrau Israel getan. $14$ Schwindet wohl der Schnee des Libanon vom Fels des Feldes? Oder versiegen weither kommende, kalte, rieselnde Wasser? $15$ Aber mein Volk hat mich vergessen. Den nichtigen G”tzen bringen sie Rauchopfer dar; und die haben sie auf ihren Wegen hinstrzen lassen, [auf] den Pfaden der Vorzeit, daá sie Steige gehen, einen Weg, der nicht gebahnt ist, $16$ damit sie ihr Land zum Entsetzen machen, zu ewigem Gezisch: jeder, der daran vorberzieht, wird sich entsetzen und den Kopf schtteln. $17$ Wie der Ostwind werde ich sie vor dem Feind zerstreuen. Den Rcken und nicht das Gesicht werde ich sie sehen lassen an dem Tag ihres Verderbens. Anschl„ge gegen Jeremia - Sein Rachegebet $18$ Da sagten sie: Auf, laát uns Anschl„ge gegen Jeremia planen! Denn nicht geht dem Priester das Gesetz verloren noch der Rat dem Weisen, noch das Wort dem Propheten. Auf, wir wollen ihn mit der Zunge schlagen und nicht achten auf all seine Worte! - $19$ Achte du, HERR, auf mich und h”re die Stimme meiner Gegner! $20$ Soll B”ses fr Gutes vergolten werden? Denn sie haben meiner Seele eine Grube gegraben. Denke daran, daá ich vor dir gestanden habe, um Gutes ber sie zu reden, um deinen Zorn von ihnen abzuwenden. $21$ Darum gib ihre Kinder dem Hunger [preis] und berliefere sie der Gewalt des Schwertes, damit ihre Frauen kinderlos und Witwen werden und ihre M„nner vom Tod umgebracht, ihre jungen M„nner vom Schwert erschlagen werden im Krieg! $22$ Geschrei soll man h”ren aus ihren H„usern, wenn du pl”tzlich Streifscharen ber sie bringst. Denn sie haben eine Grube gegraben, um mich zu fangen, und meinen Fáen haben sie heimlich Fallen gestellt. $23$ Doch du, HERR, du kennst alle ihre Mordanschl„ge gegen mich. Vergib nicht ihre Schuld und l”sche ihre Snde vor deinem Angesicht nicht aus, sondern niedergestrzt sollen sie vor dir liegen! Zur Zeit deines Zornes tu es ihnen an! Das Zerbrechen eines Kruges als Sinnbild des kommenden Gerichts Hes 5,1-17 \19\ $1$ So spricht der HERR: Geh und kauf einen vom T”pfer [gemachten] Krug und nimm mit dir [einige] von den Žltesten des Volkes und von den Žltesten der Priester! $2$ Und geh hinaus in das Tal Ben-Hinnom, das vor dem Eingang des Scherbentores [liegt], und rufe dort die Worte aus, die ich zu dir reden werde, $3$ und sage: H”rt das Wort des HERRN, ihr K”nige von Juda und ihr Bewohner von Jerusalem! So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich bringe Unheil ber diesen Ort, daá jedem, der es h”rt, die Ohren gellen werden. $4$ Darum, weil sie mich verlassen und [mir] diesen Ort entfremdet und an ihm andern G”ttern Rauchopfer dargebracht haben, [G”ttern], die sie nicht kennen, weder sie noch ihre V„ter, noch die K”nige von Juda, und [weil] sie diesen Ort mit dem Blut Unschuldiger angefllt haben $5$ und die H”hen des Baal gebaut, um ihre Kinder als Brandopfer fr den Baal im Feuer zu verbrennen, was ich nicht befohlen noch geredet habe und [was] mir nicht in den Sinn gekommen ist: $6$ darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da dieser Ort nicht mehr Tofet noch Tal Ben-Hinnom genannt werden wird, sondern Tal des Schlachtens. $7$ Da werde ich den Plan von Juda und Jerusalem vereiteln an diesem Ort und werde sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden und durch die Hand derer, die ihnen nach ihrem Leben trachten. Und ich werde ihre Leichen den V”geln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraá geben. $8$ Und ich werde diese Stadt zum Entsetzen und zum Gezisch machen: jeder, der an ihr vorbergeht, wird sich entsetzen und zischen ber all ihre Plagen. $9$ Und ich werde sie das Fleisch ihrer S”hne und das Fleisch ihrer T”chter essen lassen, und sie sollen einer das Fleisch des anderen essen w„hrend der Belagerung und der Bedr„ngnis, mit der ihre Feinde und die nach ihrem Leben trachten sie bedr„ngen werden. $10$ Und du sollst den Krug vor den Augen der M„nner zerbrechen, die mit dir gegangen sind, $11$ und zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ebenso werde ich dieses Volk und diese Stadt zerbrechen, wie man ein Gef„á des T”pfers zerbricht, das nicht wiederhergestellt werden kann. Und man wird im Tofet begraben, weil kein Platz zum Begraben [mehr da ist]. $12$ Ebenso werde ich mit diesem Ort verfahren, spricht der HERR, und seinen Bewohnern, um diese Stadt dem Tofet gleich zu machen. $13$ Und die H„user von Jerusalem und die H„user der K”nige von Juda sollen unrein werden wie der Ort Tofet: all die H„user, auf deren D„chern sie dem ganzen Heer des Himmels Rauchopfer dargebracht und andern G”ttern Trankopfer gespendet haben. Jeremias Gerichtsankndigung und seine Miáhandlung - Die inneren K„mpfe des Propheten $14$ Und Jeremia kam vom Tofet, wohin ihn der HERR gesandt hatte zu weissagen, und er trat in den Vorhof des Hauses des HERRN und sprach zum ganzen Volk: $15$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich will ber diese Stadt und ber alle ihre St„dte all das Unheil bringen, das ich ber sie geredet habe. Denn sie haben ihren Nacken verh„rtet, um meine Worte nicht zu h”ren. \20\ $1$ Und als der Priester Paschhur, der Sohn des Immer - er war Oberaufseher im Haus des HERRN -, Jeremia diese Worte weissagen h”rte, $2$ da schlug Paschhur den Propheten Jeremia und legte ihn in den Block im oberen Tor Benjamin, das am Haus des HERRN ist. $3$ Und es geschah am folgenden Tag, als Paschhur Jeremia aus dem Block herausholen lieá, sagte Jeremia zu ihm: Nicht Paschhur nennt der HERR deinen Namen, sondern Magor-Missabib. $4$ Denn so spricht der HERR: Siehe, ich mache dich zum Schrecken fr dich selbst und [fr] all deine Freunde. Sie sollen durch das Schwert ihrer Feinde fallen, und deine Augen werden es sehen. Und ich werde ganz Juda in die Hand des K”nigs von Babel geben, damit er sie nach Babel gefangen wegfhrt und sie mit dem Schwert erschl„gt. $5$ Und ich werde den ganzen Reichtum dieser Stadt dahingeben und all ihren Erwerb und alle ihre Kostbarkeiten. Und alle Sch„tze der K”nige von Juda werde ich in die Hand ihrer Feinde geben. Und sie werden sie plndern und wegnehmen und nach Babel bringen. $6$ Und du, Paschhur, und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen. Und du wirst nach Babel kommen und dort sterben und dort begraben werden, du und alle deine Freunde, denen du falsch geweissagt hast. - $7$ HERR, du hast mich bet”rt, und ich habe mich bet”ren lassen. Du hast mich ergriffen und berw„ltigt. Ich bin zum Gel„chter geworden den ganzen Tag, jeder spottet ber mich. $8$ Denn sooft ich rede, muá ich schreien, `Gewalttat und `Zerst”rung rufen; denn das Wort des HERRN ist mir zur Verh”hnung und zur Verspottung geworden den ganzen Tag. $9$ Und sage ich: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen reden, so ist es in meinem Herzen wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen. Und ich habe mich [vergeblich] abgemht, es [weiter] auszuhalten, ich kann nicht [mehr]! $10$ Denn ich habe das Gerede von vielen geh”rt: Schrecken ringsum! Zeigt [ihn] an! Wir wollen ihn anzeigen! Alle meine Freunde lauern auf meinen Fall: Vielleicht l„át er sich verleiten, so daá wir ihn berw„ltigen und unsere Rache an ihm nehmen k”nnen. $11$ Aber der HERR ist mit mir wie ein gewaltiger Held, darum werden meine Verfolger hinstrzen und [mich] nicht berw„ltigen. Sie werden v”llig zuschanden werden, weil sie nicht verst„ndig gehandelt haben: eine ewige Schande, die nicht vergessen wird. $12$ Und du, HERR der Heerscharen, der du den Gerechten prfst, Nieren und Herz siehst, laá mich deine Rache an ihnen sehen! Denn dir habe ich meine Rechtssache anvertraut. $13$ Singt dem HERRN, lobt den HERRN! Denn er hat die Seele des Armen errettet aus der Hand der šbelt„ter. $14$ Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde; der Tag, an dem meine Mutter mich gebar, sei nicht gesegnet! $15$ Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe Botschaft brachte und sagte: `Ein Sohn ist dir geboren, [und] der ihn [damit] hoch erfreute! $16$ Dieser Mann werde den St„dten gleich, die der HERR umgekehrt hat, ohne es zu bereuen! Und er h”re Geschrei am Morgen und Kriegsgeschrei zur Mittagszeit $17$ weil er mich im Mutterleib nicht [schon] get”tet hat, so daá meine Mutter mir zu meinem Grab geworden und ihr Leib ewig schwanger geblieben w„re! $18$ Wozu nur bin ich aus dem Mutterleib hervorgekommen? Um Mhsal und Kummer zu sehen? Und daá meine Tage in Schande vergehen? - Ankndigung der Eroberung Jerusalems an den K”nig Zedekia \21\ $1$ Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah, als der K”nig Zedekia Paschhur, den Sohn des Malkija, und den Priester Zefanja, den Sohn des Maaseja, zu ihm sandte und [ihm] sagen lieá: $2$ Befrage doch den HERRN fr uns, denn Nebukadnezar, der K”nig von Babel, fhrt Krieg gegen uns! Vielleicht wird der HERR [so] an uns handeln wie [bei] all seinen [frheren] Wundern, so daá er von uns abzieht. $3$ Da sprach Jeremia zu ihnen: So sollt ihr zu Zedekia sagen: $4$ So spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will die Kriegswaffen umwenden, die in eurer Hand sind, mit denen ihr auáerhalb der Mauer gegen den K”nig von Babel und gegen die Chald„er k„mpft, die euch belagern, und will sie ins Innere dieser Stadt hereinziehen. $5$ Und ich selbst werde gegen euch k„mpfen mit ausgestreckter Hand und mit starkem Arm und mit Zorn und mit Grimm und mit groáer Wut. $6$ Und ich werde die Bewohner dieser Stadt schlagen, sowohl Menschen als Vieh. An einer groáen Pest sollen sie sterben. $7$ Und danach, spricht der HERR, werde ich Zedekia, den K”nig von Juda, und seine Hofbeamten und das Volk, und zwar die, die in dieser Stadt von der Pest, vom Schwert und vom Hunger briggeblieben sind, in die Hand Nebukadnezars, des K”nigs von Babel, geben und in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten. Und er wird sie schlagen mit der Sch„rfe des Schwertes, er wird sie nicht verschonen noch Mitleid haben, noch sich erbarmen. $8$ Und zu diesem Volk sollst du sagen: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens vor und den Weg des Todes. $9$ Wer in dieser Stadt bleibt, wird sterben durch das Schwert und durch den Hunger und durch die Pest. Wer aber hinausgeht und zu den Chald„ern, die euch belagern, berl„uft, wird leben und seine Seele als Beute haben. $10$ Denn ich habe mein Angesicht gegen diese Stadt gerichtet zum B”sen und nicht zum Guten, spricht der HERR. Sie wird in die Hand des K”nigs von Babel gegeben werden, und er wird sie mit Feuer verbrennen. Gerichtsankndigung gegen die letzten K”nige von Juda wegen ihrer ungerechten Regierung $11$ Und zum Haus des K”nigs von Juda [sollst du sagen]: H”rt das Wort des HERRN! $12$ Haus David, so spricht der HERR: Haltet jeden Morgen Gericht und befreit den Beraubten aus der Hand des Bedrckers, damit mein Grimm nicht ausbricht wie ein Feuer und unausl”schlich brennt wegen der Bosheit eurer Taten! $13$ Siehe, ich will an dich, die du ber dem Tal thronst, ber dem Felsen der Ebene, spricht der HERR, - die ihr sagt: Wer wird gegen uns hinabziehen, und wer wird in unsere Wohnungen kommen? $14$ Und ich will euch heimsuchen nach der Frucht eurer Taten, spricht der HERR. Und ich will in ihrem Wald ein Feuer anznden, daá es alles um sie herum friát. \22\ $1$ So sprach der HERR: Geh hinab in das Haus des K”nigs von Juda und rede dort dieses Wort $2$ und sage: H”re das Wort des HERRN, K”nig von Juda, der du auf dem Thron Davids sitzt, du und deine Knechte und dein Volk, die ihr durch diese Tore einzieht! $3$ So spricht der HERR: šbt Recht und Gerechtigkeit und befreit den Beraubten aus der Hand des Unterdrckers! Und den Fremden, die Waise und die Witwe unterdrckt [und] vergewaltigt nicht und vergieát nicht unschuldiges Blut an diesem Ort! $4$ Denn wenn ihr dieses Wort wirklich tut, werden durch die Tore dieses Hauses K”nige einziehen, die auf dem Thron Davids sitzen, die mit Wagen und Pferden fahren, er und seine Knechte und sein Volk. $5$ Wenn ihr aber nicht auf diese Worte h”rt, soll dieses Haus - ich habe es bei mir geschworen, spricht der HERR - zur Trmmerst„tte werden. $6$ Denn so spricht der HERR ber das Haus des K”nigs von Juda: [Wie] Gilead warst du mir, [wie der] Gipfel des Libanon. Wenn ich dich nicht zur Wste mache, zu unbewohnten St„dten! $7$ Und ich werde Verderber gegen dich heiligen, jeden mit seinen Waffen, und sie werden deine auserlesenen Zedern umhauen und ins Feuer werfen. $8$ Und viele Nationen werden an dieser Stadt vorberziehen, und sie werden zueinander sagen: Warum hat der HERR das an dieser groáen Stadt getan? $9$ Und man wird sagen: Weil sie den Bund des HERRN, ihres Gottes, verlassen und sich vor anderen G”ttern niedergeworfen und ihnen gedient haben. $10$ Weint nicht um einen Toten und klagt nicht um ihn! Weint vielmehr um den, der fortgeht, denn er wird nicht mehr zurckkehren und das Land seiner Geburt [nicht mehr] sehen. $11$ Denn so spricht der HERR ber Schallum, den Sohn des Josia, den K”nig von Juda, der anstelle seines Vaters Josia K”nig wurde [und] der von diesem Ort weggegangen ist: Er wird nicht mehr hierher zurckkehren. $12$ Sondern an dem Ort, wohin sie ihn gefangen weggefhrt haben, dort wird er sterben, und dieses Land wird er nicht mehr sehen. $13$ Wehe dem, der sein Haus mit Ungerechtigkeit baut und seine Obergem„cher mit Unrecht, der seinen N„chsten umsonst arbeiten l„át und ihm seinen Lohn nicht gibt, $14$ der sagt: `Ich will mir ein ger„umiges Haus bauen und luftige Obergem„cher, und er bricht sich Fenster aus und t„felt [es] mit Zedernholz, und er streicht [es] mit roter Farbe an. $15$ Bist du [dadurch] K”nig, daá du in Zedernholz[bauten] wetteiferst? Hat dein Vater nicht [auch] gegessen und getrunken und [trotzdem] Recht und Gerechtigkeit gebt? Ging es ihm damals nicht gut? $16$ Er hat dem Elenden und dem Armen zum Recht verholfen. Darum [ging es ihm] gut. Heiát das nicht mich erkennen? spricht der HERR. $17$ Doch deine Augen und dein Herz sind auf nichts [gerichtet] als auf deinen [ungerechten] Gewinn und auf das Blut des Unschuldigen, es zu vergieáen, und auf Unterdrckung und Erpressung, sie zu verben. $18$ Darum, so spricht der HERR ber Jojakim, den Sohn des Josia, den K”nig von Juda: Man wird nicht um ihn klagen: `Wehe, mein Bruder! und: `Wehe, Schwester! Man wird nicht um ihn klagen: `Wehe, Herr! und: `Wehe, seine Majest„t! $19$ Ein Eselsbegr„bnis wird er erhalten: man wird ihn fortschleifen und wegwerfen, weit weg vom Tore Jerusalems. $20$ Steige auf den Libanon und schreie und erhebe deine Stimme auf dem [Gebirge] Basan und schreie vom Abarim her! Denn zerschmettert sind all deine Liebhaber. $21$ Ich redete zu dir [in den Tagen] deines Wohlergehens. Du [aber] sagtest: Ich will nicht h”ren. Das war dein Weg von deiner Jugend an, daá du auf meine Stimme nicht h”rtest. $22$ All deine Hirten wird der Wind weiden, und deine Liebhaber werden in die Gefangenschaft gehen. Ja, dann wirst du besch„mt und zuschanden werden wegen all deiner Bosheit. $23$ Die du auf dem Libanon wohnst und auf den Zedern nistest, wie erbarmungswrdig wirst du sein, wenn Geburtsschmerzen ber dich kommen, Wehen wie bei der Geb„renden! 2K” 24,8-17; 2Chr 36,9.10 $24$ So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn auch Konja, der Sohn Jojakims, der K”nig von Juda, ein Siegelring an meiner rechten Hand w„re, wrde ich dich doch von dort wegreiáen. $25$ Und ich werde dich in die Hand derer geben, die nach deinem Leben trachten, und in die Hand derer, vor denen du dich frchtest, und in die Hand Nebukadnezars, des K”nigs von Babel, und in die Hand der Chald„er. $26$ Und ich werde dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein anderes Land schleudern, wo ihr nicht geboren seid. Dort werdet ihr sterben. $27$ In das Land aber, in das zurckzukehren sie Verlangen tragen, dorthin werden sie nicht zurckkehren. $28$ Ist denn dieser Mann Konja ein verachtetes Gef„á zum Zertrmmern oder ein Ger„t, an dem niemand Gefallen hat? Warum wurden sie weggeschleudert, er und seine Nachkommen, und in ein Land geworfen, das sie nicht kannten? - $29$ O Land, Land, Land, h”re das Wort des HERRN! $30$ So spricht der HERR: Schreibt diesen Mann auf als kinderlos, als einen Mann, dem nichts gelingt in seinen Tagen! Denn von seinen Nachkommen wird es nicht einem gelingen, auf dem Thron Davids zu sitzen und weiterhin ber Juda zu herrschen. Weheruf ber die falschen Hirten - Verheiáung eines gerechten K”nigs V. 1.2: Hes 34,1-10; Sach 11,15-17 \23\ $1$ Wehe den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen! spricht der HERR. $2$ Darum, so spricht der HERR, der Gott Israels, ber die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie vertrieben und habt nicht nach ihnen gesehen. Siehe, ich werde die Bosheit eurer Taten an euch heimsuchen, spricht der HERR. V. 3.4: Hes 34,11-19 $3$ Und ich selbst werde den šberrest meiner Schafe sammeln aus all den L„ndern, wohin ich sie vertrieben habe. Und ich werde sie auf ihre Weidepl„tze zurckbringen. Da werden sie fruchtbar sein und sich mehren. $4$ Und ich werde Hirten ber sie erwecken, die werden sie weiden. Und sie sollen sich nicht mehr frchten und nicht erschrecken noch vermiát werden, spricht der HERR. $5$ Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Sproá erwecken. Der wird als K”nig regieren und verst„ndig handeln und Recht und Gerechtigkeit im Land ben. $6$ In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: Der HERR, unsere Gerechtigkeit. $7$ Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der HERR lebt, der die S”hne Israel aus dem Land Žgypten heraufgefhrt hat! - $8$ sondern: So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgefhrt und sie gebracht hat aus dem Land des Nordens und aus all den L„ndern, wohin ich sie vertrieben hatte! Und sie sollen in ihrem Land wohnen. Aussprche ber die falschen Propheten V. 9-32: Hes 13,3-16 $9$ šber die Propheten: Gbrochen ist mein Herz in meinem Innern, es zittern alle meine Gebeine. Ich bin wie ein Betrunkener und wie ein Mann, den der Wein berw„ltigt hat, vor dem HERRN und wegen seiner heiligen Worte. $10$ Denn das Land ist voll von Ehebrechern - denn wegen des Fluches vertrocknet das Land, verdorren die Weidepl„tze der Steppe -, und ihr Lauf ist Bosheit, und ihre St„rke ist Unrecht. $11$ Ja, selbst Propheten und Priester sind ruchlos. Sogar in meinem Haus habe ich ihre Bosheit gefunden, spricht der HERR. $12$ Darum wird ihnen ihr Weg sein wie schlpfrige [Stellen, ein Weg,] auf dem sie in der Dunkelheit gestoáen werden und fallen; denn ich bringe Unheil ber sie, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR. $13$ Auch bei den Propheten Samarias habe ich Anst”áiges gesehen: sie traten im [Namen des] Baal als Propheten auf und fhrten mein Volk Israel irre. $14$ Aber bei den Propheten Jerusalems habe ich Schauderhaftes gesehen: Ehebrechen und in der Lge leben! Und sie st„rken [dabei noch] die H„nde der šbelt„ter, damit sie nicht umkehren, jeder von seiner Bosheit. Sie alle sind fr mich wie Sodom und seine Bewohner wie Gomorra. $15$ Darum, so spricht der HERR der Heerscharen ber die Propheten: Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und sie mit giftigem Wasser tr„nken; denn von den Propheten Jerusalems ist Ruchlosigkeit ausgegangen ber das ganze Land. $16$ So spricht der HERR der Heerscharen: H”rt nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen. Sie t„uschen euch, das Gesicht ihres Herzens reden sie, nichts [aber] aus dem Mund des HERRN. $17$ Sie sagen stets zu denen, die mich verworfen haben: `Der HERR hat geredet: Ihr werdet Frieden haben, und zu jedem, der in der Verstocktheit seines Herzens lebt, sagen sie: `Kein Unglck wird ber euch kommen. $18$ Denn wer hat im Rat des HERRN gestanden, daá er sein Wort gesehen und geh”rt h„tte? Wer hat auf sein Wort gelauscht und geh”rt? $19$ Siehe, ein Sturmwind des HERRN, [sein] Grimm, ist hervorgebrochen, ein wirbelnder Sturmwind. Auf den Kopf der Gottlosen wirbelt er herab. $20$ Nicht wendet sich der Zorn des HERRN, bis er getan und bis er ausgefhrt hat die Pl„ne seines Herzens. Am Ende der Tage werdet ihr das voll verstehen. $21$ Ich habe die Propheten nicht gesandt, und doch sind sie gelaufen. Ich habe nicht zu ihnen geredet, und doch haben sie geweissagt. $22$ H„tten sie aber in meinem Rat gestanden, dann wrden sie mein Volk meine Worte h”ren lassen und es abbringen von seinem b”sen Weg und von der Bosheit seiner Taten. $23$ Bin ich [nur] ein Gott aus der N„he, spricht der HERR, und nicht [auch] ein Gott aus der Ferne? $24$ Oder kann sich jemand in Schlupfwinkeln verbergen, und ich, ich s„he ihn nicht? spricht der HERR. Bin ich es nicht, der den Himmel und die Erde erfllt? spricht der HERR. $25$ Ich habe geh”rt, was die Propheten sagen, die in meinem Namen Lge weissagen und sprechen: Mir tr„umte, mir tr„umte! $26$ Wie lange [noch]? Haben die Propheten [etwa] im Sinn - sie, die Lge weissagen und Propheten des Truges ihres Herzens sind -, $27$ beabsichtigen sie [etwa], meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen durch ihre Tr„ume, die sie einer dem anderen erz„hlen, so wie ihre V„ter meinen Namen ber dem Baal vergaáen? $28$ Der Prophet, der einen Traum hat, erz„hle den Traum! Wer aber mein Wort hat, rede mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Korn gemeinsam? spricht der HERR. $29$ Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? $30$ Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die einer vom anderen meine Worte stehlen. $31$ Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die ihre [eigene] Zunge nehmen und sprechen: Ausspruch [des HERRN]. $32$ Siehe, ich will an die, die Lgentr„ume weissagen, spricht der HERR, und die sie erz„hlen und mein Volk irrefhren mit ihren Lgen und mit ihrer Flunkerei! Ich aber, ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen. Sie ntzen diesem Volk gar nichts, spricht der HERR. Hes 12,21-25 $33$ Und wenn dieses Volk oder ein Prophet oder ein Priester dich fragt: Was ist die Last des HERRN? - dann sage zu ihnen: Ihr seid die Last! Aber ich werde euch abwerfen, spricht der HERR. $34$ Und der Prophet und der Priester und das Volk, die sagen: `Last des HERRN, einen solchen Mann und sein Haus werde ich heimsuchen. $35$ So sollt ihr sagen, jeder zu seinem N„chsten und jeder zu seinem Bruder: Was hat der HERR geantwortet? oder: Was hat der HERR geredet? $36$ Aber das Wort `Last des HERRN sollt ihr nicht mehr erw„hnen, denn die Last wird fr jeden sein [eigenes] Wort sein. Denn ihr verdreht die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN der Heerscharen, unseres Gottes. $37$ So sollst du zum Propheten sagen: Was hat der HERR dir geantwortet? oder: Was hat der HERR geredet? $38$ Wenn ihr aber sagt: `Last des HERRN, - darum, so spricht der HERR: Weil ihr dieses Wort sagt: `Last des HERRN, obwohl ich euch habe ausrichten lassen: Ihr sollt nicht sagen: `Last des HERRN, - $39$ darum, siehe, ich werde euch ganz vergessen und euch und die Stadt, die ich euch und euren V„tern gegeben habe, von meinem Angesicht verwerfen. $40$ Und ich werde ewige Schmach auf euch legen und ewige Schande, die nicht vergessen wird. Das Gesicht von den beiden Feigenk”rben und seine Bedeutung \24\ $1$ Der HERR lieá mich sehen - und siehe, zwei K”rbe Feigen waren vor dem Tempel des HERRN aufgestellt #, nachdem Nebukadnezar, der K”nig von Babel, Jechonja, den Sohn Jojakims, den K”nig von Juda, und die Obersten von Juda und die Schmiede und die Schlosser aus Jerusalem gefangen weggefhrt und sie nach Babel gebracht hatte. $2$ Der eine Korb [enthielt] sehr gute Feigen wie die Frhfeigen und der andere Korb sehr schlechte Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht [mehr] gegessen werden konnten. $3$ Und der HERR sprach zu mir: Was siehst du, Jeremia? Ich sagte: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut und die schlechten sehr schlecht, so daá sie vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden k”nnen. $4$ Da geschah das Wort des HERRN zu mir: $5$ So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie diese guten Feigen, so sehe ich die Weggefhrten von Juda zum Guten an, die ich von diesem Ort in das Land der Chald„er weggeschickt habe. $6$ Ich richte mein Auge auf sie zum Guten und bringe sie in dieses Land zurck. Ich baue sie auf und breche nicht ab, pflanze sie ein und reiáe nicht aus. $7$ Und ich gebe ihnen ein Herz, mich zu erkennen, daá ich der HERR bin. Und sie werden mein Volk sein, und ich werde ihr Gott sein; denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren. - $8$ Aber wie die schlechten Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden k”nnen, - ja, so spricht der HERR - so mache ich Zedekia, den K”nig von Juda, und seine Obersten und den šberrest von Jerusalem, die, die in diesem Land briggeblieben sind, sowie die, die sich im Land Žgypten niedergelassen haben. $9$ Und ich mache sie zum Entsetzen, zum Unglck fr alle K”nigreiche der Erde, zur Schmach und zum Sprichwort, zur Spottrede und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie vertreibe. $10$ Und ich sende das Schwert, den Hunger und die Pest unter sie, bis sie ausgerottet sind aus dem Land, das ich ihnen und ihren V„tern gegeben habe. Gerichtsdrohung an Juda, an Babel und andere V”lker V. 1-11: Kap. 7,1-34 \25\ $1$ Das Wort, das zu Jeremia geschah ber das ganze Volk Juda im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des K”nigs von Juda, das ist das erste Jahr Nebukadnezars, des K”nigs von Babel, $2$ das der Prophet Jeremia zum ganzen Volk Juda und zu allen Bewohnern von Jerusalem redete: $3$ Vom dreizehnten Jahr Josias, des Sohnes Amons, des K”nigs von Juda, bis auf diesen Tag, jetzt schon 23 Jahre, ist das Wort des HERRN zu mir geschehen. Und ich habe zu euch geredet, frh mich aufmachend und redend, aber ihr habt nicht geh”rt. $4$ Und der HERR hat all seine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, frh sich aufmachend und sendend. Aber ihr habt nicht geh”rt und habt eure Ohren nicht geneigt, um zu h”ren, $5$ wenn er sprach: Kehrt doch um, jeder von seinem b”sen Weg und von der Bosheit eurer Taten, dann sollt ihr in dem Land, das der HERR euch und euren V„tern gegeben hat, wohnen von Ewigkeit zu Ewigkeit! $6$ Und lauft nicht anderen G”ttern nach, um ihnen zu dienen und euch vor ihnen niederzuwerfen! Und reizt mich nicht durch das Tun eurer H„nde, daá ich euch nicht B”ses antue! $7$ Aber ihr habt nicht auf mich geh”rt, spricht der HERR, um mich durch das Tun eurer H„nde zu reizen, euch zum Unheil. $8$ Darum, so spricht der HERR der Heerscharen: Weil ihr auf meine Worte nicht geh”rt habt, $9$ siehe, so sende ich hin und hole alle Geschlechter des Nordens, spricht der HERR, und zu meinem Knecht Nebukadnezar, dem K”nig von Babel, und lasse sie ber dieses Land kommen und ber seine Bewohner und ber all diese Nationen ringsum. Und ich vollstrecke an ihnen den Bann und mache sie zum Entsetzen, zum Gezisch und zu ewigen Trmmerst„tten. $10$ Und ich lasse unter ihnen verlorengehen die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Br„utigams und die Stimme der Braut, das Ger„usch der Mhlen und das Licht der Lampe. $11$ Und dieses ganze Land wird zur Trmmerst„tte, zur Wste werden; und diese Nationen werden dem K”nig von Babel dienen siebzig Jahre lang. $12$ Und es wird geschehen, wenn siebzig Jahre voll sind, suche ich am K”nig von Babel und an diesem Volk ihre Schuld heim, spricht der HERR, und am Land der Chald„er; und ich mache es zu ewigen Ein”den. $13$ Und ich lasse ber dieses Land alle meine Worte kommen, die ich ber es geredet habe: alles, was in diesem Buch geschrieben steht, was Jeremia ber alle Nationen geweissagt hat. $14$ Denn viele Nationen und groáe K”nige werden auch sie dienstbar machen. So vergelte ich ihnen nach ihrem Tun und nach dem Werk ihrer H„nde. $15$ Ja, so hat der HERR, der Gott Israels, zu mir gesprochen: Nimm diesen Becher Zornwein aus meiner Hand und gib ihn all den Nationen zu trinken, zu denen ich dich sende, $16$ damit sie trinken und taumeln und sich wie toll auffhren wegen des Schwertes, das ich unter sie sende! - $17$ Da nahm ich den Becher aus der Hand des HERRN und lieá all die Nationen trinken, zu denen der HERR mich gesandt hatte: $18$ Jerusalem und die St„dte von Juda und ihre K”nige, ihre Obersten, um sie zur Trmmerst„tte, zum Entsetzen, zum Gezisch und zum Fluch zu machen, wie es am heutigen Tag ist, - $19$ den Pharao, den K”nig von Žgypten, und seine Knechte, seine Obersten und sein ganzes Volk $20$ und das ganze [V”lker]gemisch und alle K”nige des Landes Uz und alle K”nige des Landes der Philister, Aschkelon, Gaza und Ekron sowie den šberrest von Aschdod - $21$ Edom, Moab und die S”hne Ammon $22$ und alle K”nige von Tyrus und alle K”nige von Sidon und die K”nige der Wste, die jenseits des Meeres [liegt] $23$ Dedan und Tema und Bus und alle mit geschorenen [Haar]r„ndern, - $24$ und alle K”nige von Arabien und alle K”nige des [V”lker]gemischs, die in der Wste wohnen, $25$ und alle K”nige von Simri, alle K”nige von Elam und alle K”nige von Medien $26$ und alle K”nige des Nordens, die nahen und die fernen, einen nach dem andern und alle K”nigreiche der Erde, die auf der Fl„che des Erdbodens sind. - Und der K”nig von Scheschach soll nach ihnen trinken. $27$ Und sage zu ihnen: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Trinkt, werdet berauscht und speit, fallt hin und steht nicht wieder auf, wegen des Schwertes, das ich unter euch sende! $28$ Und es soll geschehen, wenn sie sich weigern, den Becher aus deiner Hand zu nehmen, um zu trinken, dann sollst du zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ihr mát trinken. $29$ Denn siehe, bei der Stadt, ber der mein Name ausgerufen ist, beginne ich Unheil zu wirken, und ihr, solltet ihr etwa ungestraft bleiben? Ihr werdet nicht ungestraft bleiben; denn ein Schwert rufe ich [herbei] ber alle Bewohner der Erde, spricht der HERR der Heerscharen. $30$ Und du, weissage ihnen alle diese Worte und sprich zu ihnen: Der HERR brllt aus der H”he und erhebt seine Stimme aus seiner heiligen Wohnung. Laut brllt er ber seine Weide; ein Jauchzen wie die Kelterer stimmt er an gegen alle Bewohner der Erde. $31$ Ein Get”se dringt bis ans Ende der Erde, denn einen Rechtsstreit hat der HERR mit den Nationen, er h„lt Gericht mit allem Fleisch; die Gottlosen gibt er dem Schwert preis, spricht der HERR. $32$ So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, Unheil geht aus von Nation zu Nation, und ein gewaltiger Sturm macht sich auf vom „uáersten Ende der Erde. $33$ Und die Erschlagenen des HERRN werden an jenem Tag daliegen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Sie werden nicht beklagt, und [ihre Leichen] werden weder eingesammelt noch begraben; zu Dnger auf der Fl„che des Erdbodens sollen sie werden. - $34$ Heult, ihr Hirten, und schreit um Hilfe! Und w„lzt euch [in der Asche], ihr M„chtigen der Herde! Denn eure Tage sind erfllt, [euch] zu schlachten - und [die Tage] eurer Zerstreuung -, und ihr sollt hinfallen wie ein kostbares Gef„á. $35$ Und verloren ist [all] die Zuflucht fr die Hirten und [jedes] Entrinnen fr die M„chtigen der Herde. $36$ Horch! Geschrei der Hirten und Heulen der M„chtigen der Herde! Denn der HERR verwstet ihre Weide, $37$ und die Weidepl„tze des Friedens sind zerst”rt vor der Glut des Zorns des HERRN. $38$ Er hat wie ein Jungl”we sein Dickicht verlassen. Denn ihr Land ist zur Wste geworden vor dem gewaltt„tigen Schwert und vor der Glut seines Zornes. Jeremias Gerichtsandrohung, seine Verhaftung und Freisprechung - Hinrichtung des Propheten Uria \26\ $1$ Im Anfang der Regierung Jojakims, des Sohnes Josias, des K”nigs von Juda, geschah von dem HERRN dieses Wort: $2$ So spricht der HERR: Tritt in den Vorhof des Hauses des HERRN und zu allen St„dten Judas, die kommen, um im Haus des HERRN anzubeten, rede all die Worte, die ich dir geboten habe, zu ihnen zu reden; laá kein Wort weg! $3$ Vielleicht werden sie h”ren und jeder von seinem b”sen Weg umkehren: dann werde ich mich des Unheils gereuen lassen, das ich ihnen zu tun gedenke wegen der Bosheit ihrer Taten. $4$ Und sage zu ihnen: So spricht der HERR: Wenn ihr nicht auf mich h”rt, daá ihr in meinem Gesetz lebt, das ich euch vorgelegt habe, $5$ [und] daá ihr auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, h”rt, die ich zu euch sende, frh mich aufmachend und sendend, (aber ihr habt nicht geh”rt:) $6$ dann will ich [mit] diesem Haus wie [mit] Silo verfahren, und diese Stadt will ich zum Fluch machen fr alle Nationen der Erde. $7$ Und die Priester und die Propheten und das ganze Volk h”rten Jeremia diese Worte im Haus des HERRN reden. $8$ Und es geschah, als Jeremia alles zu Ende geredet, was der HERR geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, da ergriffen ihn die Priester und die Propheten und das ganze Volk und sagten: Du muát sterben! $9$ Warum hast du im Namen des HERRN geweissagt: Dieses Haus wird wie Silo werden, und diese Stadt wird in Trmmern liegen, ohne Bewohner? Und das ganze Volk versammelte sich gegen Jeremia im Haus des HERRN. $10$ Und als die Obersten von Juda diese Worte h”rten, gingen sie aus dem Haus des K”nigs hinauf zum Haus des HERRN und setzten sich in den Eingang des neuen Tores [im Haus] des HERRN. $11$ Da sagten die Priester und die Propheten zu den Obersten und zum ganzen Volk: Dieser Mann [verdient] das Todesurteil, denn er hat gegen diese Stadt geweissagt, wie ihr mit euren [eigenen] Ohren geh”rt habt. $12$ Jeremia aber sagte zu den Obersten und zum ganzen Volk: Der HERR hat mich gesandt, gegen dieses Haus und gegen diese Stadt all die Worte zu weissagen, die ihr geh”rt habt. $13$ Und nun bessert eure Wege und Taten und h”rt auf die Stimme des HERRN, eures Gottes: dann wird der HERR sich des Unheils gereuen lassen, das er ber euch geredet hat! $14$ Ich aber, siehe, ich bin in eurer Hand. Tut [mit] mir, wie es gut und recht ist in euren Augen. $15$ Doch sollt ihr eindeutig wissen, daá ihr, wenn ihr mich t”tet, unschuldiges Blut auf euch bringt und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner. Denn in Wahrheit, der HERR hat mich zu euch gesandt, all diese Worte vor euren Ohren zu reden. $16$ Da sagten die Obersten und das ganze Volk zu den Priestern und zu den Propheten: Dieser Mann hat das Todesurteil nicht [verdient]; denn er hat im Namen des HERRN, unseres Gottes, zu uns geredet. $17$ Und es erhoben sich M„nner von den Žltesten des Landes, und sie sagten zu der ganzen Versammlung des Volkes: $18$ Micha, der Moreschtiter, hat in den Tagen Hiskias, des K”nigs von Juda, geweissagt und zum ganzen Volk Juda gesprochen: So spricht der HERR der Heerscharen: `Zion wird zum Acker gepflgt, und Jerusalem wird zu Trmmerhaufen und der Berg des Hauses zu Waldesh”hen. $19$ Haben ihn etwa Hiskia, der K”nig von Juda, und ganz Juda get”tet? Hat er nicht den HERRN gefrchtet und den HERRN angefleht, so daá der HERR sich des Unheils gereuen lieá, das er ber sie geredet hatte? Und wir wollen ein so groáes Unrecht gegen unser Leben tun? $20$ [Damals] gab es noch einen Mann, der im Namen des HERRN weissagte, Uria, der Sohn des Schemaja, aus Kirjat-Jearim; und er weissagte gegen diese Stadt und gegen dieses Land, ganz wie [es] die Worte Jeremias [taten]. $21$ Als aber der K”nig Jojakim und all seine Heerfhrer und alle Obersten seine Worte h”rten, suchte der K”nig ihn zu t”ten. Und als Uria es h”rte, frchtete er sich und floh, und er kam nach Žgypten. $22$ Da sandte der K”nig Jojakim M„nner nach Žgypten, Elnatan, den Sohn des Achbor, und [einige] M„nner mit ihm nach Žgypten. $23$ Und sie holten Uria aus Žgypten und fhrten ihn zum K”nig Jojakim. Und er erschlug ihn mit dem Schwert und warf seine Leiche auf die Gr„ber der Kinder des Volkes. $24$ Doch die Hand Ahikams, des Sohnes des Schafan, war mit Jeremia, so daá man ihn nicht in die Hand des Volkes gab, ihn zu t”ten. Das Joch auf Jeremia als Sinnbild fr die Beugung der V”lker unter die Herrschaft Nebukadnezars \27\ $1$ Im Anfang der Regierung Zedekias, des Sohnes Josias, des K”nigs von Juda, geschah vom HERRN dieses Wort zu Jeremia: - $2$ So sprach der HERR zu mir: Mach dir Stricke und Jochstangen und lege sie auf deinen Hals $3$ und sende sie an den K”nig von Edom, an den K”nig von Moab, an den K”nig der S”hne Ammon, an den K”nig von Tyrus und an den K”nig von Sidon durch die Boten, die zu Zedekia, dem K”nig von Juda, nach Jerusalem gekommen sind! $4$ Und befiehl ihnen, zu ihren Herren zu sagen: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: So sollt ihr euren Herren sagen: $5$ Ich habe die Erde gemacht, die Menschen und das Vieh, die auf der Fl„che der Erde sind, durch meine groáe Kraft und durch meinen ausgestreckten Arm; und ich gebe sie, wem ich will! $6$ Und nun, ich habe all diese L„nder in die Hand meines Knechtes Nebukadnezar, des K”nigs von Babel, gegeben. Und auch die Tiere des Feldes habe ich ihm gegeben, daá sie ihm dienen. $7$ Und alle Nationen werden ihm dienen und seinem Sohn und seinem Enkel, bis die Zeit auch seines Landes gekommen ist und viele V”lker und groáe K”nige ihn dienstbar machen. $8$ Und es wird geschehen, die Nation und das K”nigreich, die ihm, Nebukadnezar, dem K”nig von Babel, nicht dienen und ihren Hals nicht unter das Joch des K”nigs von Babel geben wollen, diese Nation, spricht der HERR, werde ich heimsuchen mit dem Schwert und mit dem Hunger und mit der Pest, bis ich sie ganz in seine Hand [gegeben] habe. $9$ Ihr aber, h”rt nicht auf eure Propheten, auf eure Wahrsager, auf eure Tr„ume, auf eure Zauberer und auf eure Beschw”rer, die zu euch sagen: Ihr werdet dem K”nig von Babel nicht dienen! $10$ Denn sie weissagen euch Lge, um euch aus eurem Land wegzubringen, daá ich euch vertreibe und ihr umkommt. $11$ Die Nation aber, die ihren Hals in das Joch des K”nigs von Babel steckt und ihm dient, die werde ich in ihrem Land lassen, spricht der HERR; und sie wird es bebauen und darin wohnen. $12$ Und zu Zedekia, dem K”nig von Juda, redete ich nach all diesen Worten: Steckt eure H„lse in das Joch des K”nigs von Babel und dient ihm und seinem Volk, dann werdet ihr am Leben bleiben! $13$ Warum wollt ihr, du und dein Volk, durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben, wie der HERR ber die Nation geredet hat, die dem K”nig von Babel nicht dient? $14$ Und h”rt nicht auf die Worte der Propheten, die zu euch sagen: Ihr werdet dem K”nig von Babel nicht dienen! Denn sie weissagen euch Lge. $15$ Denn ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR, sondern sie weissagen in meinem Namen Lge, damit ich euch vertreibe und ihr umkommt, ihr und die Propheten, die euch weissagen. $16$ Und zu den Priestern und zu diesem ganzen Volk redete ich: So spricht der HERR: H”rt nicht auf die Worte eurer Propheten, die euch weissagen: Siehe, die Ger„te des Hauses des HERRN werden nun bald aus Babel zurckgebracht werden! Denn sie weissagen euch Lge. $17$ H”rt nicht auf sie! Dient dem K”nig von Babel, dann werdet ihr am Leben bleiben! Warum sollte diese Stadt zur Trmmerst„tte werden? $18$ Wenn sie aber Propheten sind und wenn das Wort des HERRN bei ihnen ist, dann sollen sie doch bei dem HERRN der Heerscharen Frbitte tun, damit die Ger„te, die im Haus des HERRN und im Haus des K”nigs von Juda und in Jerusalem briggeblieben sind, nicht nach Babel kommen. $19$ Denn so spricht der HERR der Heerscharen ber die S„ulen, ber das [kupferne] Meer und ber die Gestelle und ber den Rest der Ger„te, die in dieser Stadt briggeblieben sind, $20$ die Nebukadnezar, der K”nig von Babel, nicht weggenommen hat, als er Jechonja, den Sohn des Jojakim, den K”nig von Juda, samt allen Edlen von Juda und Jerusalem von Jerusalem nach Babel gefangen wegfhrte, - $21$ denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, ber die Ger„te, die im Haus des HERRN und im Haus des K”nigs von Juda und in Jerusalem briggeblieben sind: $22$ Sie sollen nach Babel gebracht werden und sollen dort bleiben bis zu dem Tag, da ich nach ihnen sehe, spricht der HERR, und ich sie heraufhole und sie an diesen Ort zurckbringe. Jeremias Auseinandersetzung mit dem falschen Propheten Hananja \28\ $1$ Und es geschah in demselben Jahr, im Anfang der Regierung Zedekias, des K”nigs von Juda, im vierten Jahr, im fnften Monat, da sagte zu mir der Prophet Hananja, der Sohn des Asur, der von Gibeon war, im Haus des HERRN vor den Augen der Priester und des ganzen Volkes: $2$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ich zerbreche das Joch des K”nigs von Babel. $3$ Nach zwei Jahren bringe ich alle Ger„te des Hauses des HERRN an diesen Ort zurck, die Nebukadnezar, der K”nig von Babel, von diesem Ort weggenommen und nach Babel gebracht hat. $4$ Und Jechonja, den Sohn Jojakims, den K”nig von Juda, und alle Weggefhrten von Juda, die nach Babel gekommen sind, bringe ich an diesen Ort zurck, spricht der HERR; denn ich zerbreche das Joch des K”nigs von Babel. $5$ Da sagte der Prophet Jeremia zum Propheten Hananja vor den Augen der Priester und vor den Augen des ganzen Volkes, das im Haus des HERRN stand, $6$ der Prophet Jeremia sagte: Amen, so tue der HERR! Der HERR best„tige deine Worte, die du geweissagt hast, daá er die Ger„te des Hauses des HERRN und alle Weggefhrten von Babel an diesen Ort zurckbringen wird! $7$ Nur h”re doch dieses Wort, das ich vor deinen Ohren und vor den Ohren des ganzen Volkes rede: $8$ Die Propheten, die von alters her vor mir und vor dir gewesen sind, die haben auch ber viele L„nder und ber groáe K”nigreiche geweissagt von Krieg, von Unheil und von Pest! $9$ Der Prophet, der von Frieden weissagt, wird dadurch, daá das Wort des Propheten eintrifft, als der Prophet erkannt, den der HERR in Wahrheit gesandt hat. $10$ Da nahm der Prophet Hananja das Joch vom Hals des Propheten Jeremia und zerbrach es. $11$ Dann sagte Hananja vor den Augen des ganzen Volkes: So spricht der HERR: Ebenso werde ich nach zwei Jahren das Joch Nebukadnezars, des K”nigs von Babel, zerbrechen vom Hals aller Nationen. Der Prophet Jeremia aber ging seines Weges. $12$ Und das Wort des HERRN geschah zu Jeremia, nachdem der Prophet Hananja das Joch vom Hals des Propheten Jeremia zerbrochen hatte: $13$ Geh und sage zu Hananja: So spricht der HERR: Ein h”lzernes Joch hast du zerbrochen, aber an seiner Stelle hast du ein eisernes Joch gemacht! $14$ Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ein eisernes Joch habe ich auf den Hals all dieser Nationen gelegt, damit sie Nebukadnezar, dem K”nig von Babel, dienen, und sie werden ihm dienen; und auch die Tiere des Feldes habe ich ihm gegeben. $15$ Und der Prophet Jeremia sagte zum Propheten Hananja: H”re doch, Hananja! Der HERR hat dich nicht gesandt, sondern du hast dieses Volk auf eine Lge vertrauen lassen. $16$ Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich werfe dich vom Erdboden weg. Dieses Jahr wirst du sterben; denn du hast Ungehorsam gegen den HERRN gepredigt. $17$ Und der Prophet Hananja starb in demselben Jahr, im siebten Monat. Jeremias Brief an die Weggefhrten in Babel: Verheiáung und Gericht fr das Volk \29\ $1$ Und dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem an den Rest der Žltesten der Weggefhrten und an die Priester und an die Propheten und an das ganze Volk sandte, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel gefangen weggefhrt hatte $2$ - nachdem der K”nig Jechonja und die Herrin und die Hofbeamten, die Obersten von Juda und Jerusalem und die Schmiede und Schlosser Jerusalem verlassen hatten -, $3$ durch Elasa, den Sohn des Schafan, und Gemarja, den Sohn des Hilkija, die Zedekia, der K”nig von Juda, nach Babel zu Nebukadnezar, dem K”nig von Babel, sandte: $4$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen Weggefhrten, die ich von Jerusalem nach Babel gefangen weggefhrt habe: $5$ Baut H„user und wohnt [darin]! Pflanzt G„rten und eát ihre Frchte! $6$ Nehmt Frauen und zeugt S”hne und T”chter! Und nehmt Frauen fr eure S”hne, und eure T”chter gebt M„nnern, damit sie S”hne und T”chter geb„ren, damit ihr euch dort vermehrt und nicht vermindert! $7$ Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch gefangen weggefhrt habe, und betet fr sie zum HERRN! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben. $8$ Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Laát euch von euren Propheten, die in eurer Mitte sind, und von euren Wahrsagern nicht t„uschen! Und h”rt nicht auf eure Tr„ume, die ihr euch tr„umen laát! $9$ Denn Lge weissagen sie euch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR. $10$ Denn so spricht der HERR: Erst wenn siebzig Jahre fr Babel voll sind, werde ich mich euer annehmen und mein gutes Wort, euch an diesen Ort zurckzubringen, an euch erfllen. $11$ Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich ber euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gew„hren. $12$ Ruft ihr mich an, geht ihr hin und betet zu mir, dann werde ich auf euch h”ren. $13$ Und sucht ihr mich, so werdet ihr [mich] finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, $14$ so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Nationen und aus allen Orten, wohin ich euch vertrieben habe, spricht der HERR. Und ich werde euch an den Ort zurckbringen, von dem ich euch gefangen weggefhrt habe. $15$ Wenn ihr sagt: `Der HERR hat uns in Babel Propheten erweckt, $16$ ja, so spricht der HERR ber den K”nig, der auf dem Thron Davids sitzt, und ber das ganze Volk, das in dieser Stadt wohnt, eure Brder, die nicht mit euch in die Gefangenschaft weggezogen sind, - $17$ so spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich sende unter sie das Schwert, den Hunger und die Pest und mache sie wie die abscheulichen Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden k”nnen. $18$ Und ich jage ihnen nach mit dem Schwert, mit dem Hunger und mit der Pest. Und ich mache sie zum Entsetzen fr alle K”nigreiche der Erde, zum Fluch und zum Entsetzen und zum Gezisch und zur Schmach unter allen Nationen, wohin ich sie vertrieben habe: $19$ weil sie auf meine Worte nicht geh”rt haben, spricht der HERR, womit ich meine Knechte, die Propheten, zu ihnen sandte, frh mich aufmachend und sendend. Aber ihr habt nicht geh”rt, spricht der HERR. $20$ Ihr nun, h”rt das Wort des HERRN, all ihr Weggefhrten, die ich von Jerusalem nach Babel weggeschickt habe! $21$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, ber Ahab, den Sohn des Kolaja, und ber Zedekia, den Sohn des Maaseja, die euch Lgen weissagen in meinem Namen: Siehe, ich gebe sie in die Hand Nebukadnezars, des K”nigs von Babel, damit er sie vor euren Augen erschl„gt. $22$ Und von ihnen wird ein Fluch genommen bei allen Weggefhrten Judas, die in Babel sind, daá man sagt: Der HERR mache dich wie Zedekia und wie Ahab, die der K”nig von Babel im Feuer ger”stet hat! $23$ Denn sie haben eine Torheit in Israel begangen und Ehebruch getrieben mit den Frauen ihrer N„chsten und in meinem Namen Lgenworte geredet, was ich ihnen nicht geboten hatte; und ich, ich weiá es und bin Zeuge, spricht der HERR. - $24$ Und zu Schemaja, dem Nehelamiter, sollst du sagen: $25$ So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Weil du in deinem Namen einen Brief gesandt hast an das ganze Volk, das in Jerusalem ist, und an den Priester Zefanja, den Sohn des Maaseja, und an all die Priester und gesagt: $26$ `Der HERR hat dich anstelle des Priesters Jojada zum Priester bestellt, damit Aufseher [fr das] Haus des HERRN [da] sind fr jeden Rasenden und den, der als Prophet auftritt, damit du ihn in den Block und in das Halseisen legst. $27$ Und nun, warum bist du nicht gegen Jeremia aus Anatot eingeschritten, der bei euch als Prophet auftritt? $28$ Denn er hat doch zu uns nach Babel gesandt und gesagt: Es wird lange dauern; baut H„user und wohnt [darin] und pflanzt G„rten und eát ihre Frchte! - $29$ Der Priester Zefanja aber hatte diesen Brief vor den Ohren des Propheten Jeremia gelesen. - $30$ Da geschah das Wort des HERRN zu Jeremia: $31$ Sende hin zu allen Weggefhrten und sage: So spricht der HERR zu Schemaja, dem Nehelamiter: Weil Schemaja euch geweissagt, ich ihn aber nicht gesandt habe und er euch auf Lgen hat vertrauen lassen, $32$ darum, so spricht der HERR: Siehe, ich will Schemaja, den Nehelamiter, und seine Nachkommen heimsuchen: er soll keinen [Nachkommen] haben, der inmitten dieses Volkes wohnt, und er soll das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun werde, spricht der HERR; denn er hat Ungehorsam gegen den HERRN gepredigt. Ankndigung von Gerichtsnot und Erl”sung fr Israel und Juda \30\ $1$ Das Wort, das von dem HERRN zu Jeremia geschah: $2$ So spricht der HERR, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch! $3$ Denn siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wende ich das Geschick meines Volkes Israel und Juda, spricht der HERR. Und ich bringe sie in das Land zurck, das ich ihren V„tern gegeben habe, damit sie es in Besitz nehmen. $4$ Und das sind die Worte, die der HERR ber Israel und ber Juda geredet hat. $5$ Denn so spricht der HERR: Eine Stimme des Schreckens haben wir geh”rt. [Da ist] Furcht und kein Friede. $6$ Fragt doch nach und seht, ob ein Mann geb„ren kann! Warum sehe ich die H„nde eines jeden Mannes auf seinen Lenden, einer Geb„renden gleich, und alle Gesichter in Bl„sse verwandelt? $7$ Wehe! Denn groá ist jener Tag, keiner ist wie er, und es ist eine Zeit der Bedr„ngnis fr Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden. $8$ Denn an jenem Tag wird es geschehen, spricht der HERR der Heerscharen, da zerbreche ich sein Joch von deinem Hals und zerreiáe ich deine Stricke, und Fremde sollen ihn nicht mehr dienstbar machen; $9$ sondern sie werden dem HERRN, ihrem Gott, dienen und ihrem K”nig David, den ich ihnen erwecke. V. 10.11: Kap. 46,27.28 $10$ Und du, frchte dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HERR, und erschrick nicht, Israel! Denn siehe, ich will dich retten aus der Ferne und deine Nachkommen aus dem Land ihrer Gefangenschaft. Und Jakob wird zurckkehren und Ruhe haben, er wird sicher sein, und niemand wird ihn aufschrecken. $11$ Denn ich bin mit dir, spricht der HERR, um dich zu retten. Denn ich werde ein Ende machen mit allen Nationen, unter die ich dich zerstreut habe. Nur mit dir werde ich kein Ende machen, sondern dich mit rechtem Maá zchtigen und dich keineswegs ungestraft lassen. $12$ Denn so spricht der HERR: Unheilbar ist dein Bruch, b”sartig ist deine Wunde! $13$ Niemand fhrt deine Rechtssache, fr das Geschwr [gibt es keine] Heilung, keine heilende Haut fr dich! $14$ All deine Liebhaber haben dich vergessen, sie fragen nicht nach dir. Denn ich habe dich verwundet wie man einen Feind verwundet. Deine Zchtigung war grausam um der Gr”áe deiner Schuld willen, weil deine Snden zahlreich sind. $15$ Was schreist du um Hilfe ber deinen Bruch, daá dein Schmerz unheilbar ist? Um der Gr”áe deiner Schuld willen, weil deine Snden zahlreich sind, habe ich dir das angetan. $16$ Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden, und alle deine Bedr„nger sollen insgesamt in die Gefangenschaft gehen. Und deine Plnderer sollen der Plnderung anheimfallen, und alle, die dich beraubt haben, werde ich dem Raub preisgeben. $17$ Denn ich will dir Genesung bringen und dich von deinen Wunden heilen, spricht der HERR, weil man dich eine Verstoáene nennt: `Das ist Zion, nach dem niemand fragt! $18$ So spricht der HERR: Siehe, ich will das Geschick der Zelte Jakobs wenden, und ber seine Wohnungen will ich mich erbarmen. Und die Stadt wird auf ihrem Hgel [wieder] erbaut, und der Palast wird an seinem rechten Platz stehen; $19$ und Lobgesang und die Stimme der Spielenden soll [wieder] von ihnen ausgehen. Und ich will sie vermehren, und sie werden sich nicht vermindern. Und ich will sie herrlich machen, und sie werden nicht gering [geachtet] werden. $20$ Und seine S”hne werden sein wie frher, und seine Gemeinde wird vor mir feststehen; alle seine Unterdrcker aber werde ich heimsuchen. $21$ Und sein M„chtiger wird [wieder] aus ihm [selbst] sein und sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen. Und ich will ihm Zutritt gew„hren, und er wird mir nahen. Denn wer ist es, der sein Herz verpf„ndet, um zu mir zu nahen? spricht der HERR. $22$ Und ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein. $23$ Siehe, ein Sturmwind des HERRN, [sein] Grimm ist hervorgebrochen, ein wirbelnder Sturmwind; auf den Kopf der Gottlosen wirbelt er herab. $24$ Nicht wendet